Dieser Artikel befasst sich mit der Geschichte Sloweniens als Teilnehmer am Eurovision Song Contest. Nach der Unabhängigkeit des Landes 1991 wurde Radiotelevizija Slovenija (RTVSLO) 1993 in die Europäische Rundfunkunion (EBU) aufgenommen und gab noch im selben Jahr sein Debüt beim ESC. Seitdem hat der Sender außer 1994 und 2000, als man aufgrund der Qualifikationsregeln aussetzen musste, sowie 2026 wegen der Teilnahme Israels, an jedem Wettbewerb teilgenommen. Die besten Ergebnisse waren dabei zwei siebte Plätze in den Jahren 1995 und 2001.

Teilnahmen als Teil Jugoslawiens

Von 1961 bis 1991 nahm Slowenien als Teil der SFR Jugoslawien am ESC teil. Dabei wurden insgesamt sechs jugoslawische Beiträge vom damaligen slowenischen Sender RTV Ljubljana gestellt:

1961 – Ljiljana Petrović: Neke davne zvezde, 8. Platz 1962 – Lola Novaković: Ne pali svetla u sumrak, 4. Platz 1966 – Berta Ambrož: Brez besed, 7. Platz 1967 – Lado Leskovar: Vse rože sveta, 8. Platz 1970 – Eva Sršen: Pridi dala ti bom cvet, 11. Platz 1975 – Pepel in Kri: Dan ljubezni, 13. Platz

Regelmäßigkeit der Teilnahme und Erfolge im Wettbewerb mini|250px|Zala Kralj & Gašper Šantl erreichten 2019 zwar nur Platz 15, holten mit 105 Punkten aber eine neue Höchstpunktzahl für das Land Slowenien nahm zum ersten Mal 1993 als unabhängiger Staat am ESC teil. Nachdem das Land die osteuropäische Vorentscheidung gewinnen konnte, landete der Beitrag beim ESC selbst nur auf Platz 22. Nach diesen misslungenen Debüt musste das Land 1994 aussetzen. Erst 1995 durfte das Land wieder teilnehmen und erreichte dort seine bis heute beste Platzierung im Wettbewerb. So landete die Sängerin Darja Švajger mit ihrem Lied Prisluhni mi auf Platz 7 und holte mit 84 Punkten die bis dahin höchste Punktzahl für das Land. Nach diesem Erfolg folgte 1996 allerdings wieder ein enttäuschendes Ergebnis. Die Sängerin Regina landete nur auf Platz 21 von 23. 1997 ging es dann aber wieder auf aufwärts, denn das Land erreichte Platz 10. 1998 erreichte der slowenische Beitrag dann nur Platz 18. 1999 hingegen verpasste Darja Švajger, die die bis heute beste Platzierung des Landes 1995 holte, mit Platz 11 eine weitere Platzierung unter den besten Zehn. Durch die allerdings eher schwache Phase von 1996 bis 1998 musste das Land im Jahre 2000 aussetzen.

2001, als das Land zurückkehrte, holte die Sängerin Nuša Derenda mit Platz 7 ebenfalls das beste slowenische Ergebnis im Wettbewerb. Da die Sängerin Darja Švajger aber 1995 mehr Punkte erzielte, ist die Platzierung 2001 das zweitbeste Ergebnis Sloweniens. Danach ging es aber stetig bergab für das Land im Wettbewerb. So wurde 2002 noch ein durchschnittlicher Platz 13 erreicht, während 2003 nur Platz 23 erreicht wurde. 2004, als das Halbfinale eingeführt wurde, erzielte Slowenien nur den vorletzten Platz dort und schied somit im Halbfinale aus. Mit fünf Punkten ist die Teilnahme 2004 Sloweniens bis heute niedrigste erreichte Punktzahl im Wettbewerb. Auch 2005 und 2006 konnten sich die slowenischen Beiträge nicht für das Finale qualifizieren. Erst 2007 schaffte es das Land wieder ins Finale, nachdem die Sängerin Alenka Gotar mit ihrem Lied Cvet z juga Platz 7 im Halbfinale holte. Im Finale erreichte der Beitrag dann Platz 15. Von 2008 bis 2010 wurde dann stets wieder das Finale verpasst, auch wenn der Beitrag von 2008 die Finalqualifikation mit Platz 11 im Halbfinale nur knapp verfehlte. Erst ab 2011 lief es langsam wieder etwas besser für das Land im Wettbewerb.

So erreichte die Sängerin Maja Keuc 2011 mit ihrem Lied No One Platz 3 im Halbfinale, womit sich Slowenien erstmals seit 2007 wieder für das Finale qualifizierte. Im Finale holte sie dann mit Platz 13 das beste Ergebnis seit neun Jahren. Mit 96 Punkten holte sie ebenfalls eine neue Höchstpunktzahl für das Land. 2012 hingegen landete der slowenische Beitrag im Halbfinale nur auf dem vorletzten Platz, womit das Finale wieder verpasst wurde. 2013 und 2014 waren die Teilnahmen aus finanziellen Gründen lange Zeit unklar, am Ende nahm das Land aber doch jeweils teil. 2013 erzielte das Land dann aber sein bisher schlechtestes Ergebnis im Wettbewerb, denn die Sängerin Hannah Mancini landete auf dem letzten Platz im Halbfinale. 2014 gelang dem Land dann erstmals seit drei Jahren wieder der Finaleinzug, wenn auch knapp mit Platz 10 im Halbfinale. Im Finale reichte es am Ende dann nur für den vorletzten Platz. 2015 konnte sich das Land dann erstmals zwei Jahre in Folge für das Finale qualifizieren. Nach Platz 5 im Halbfinale, erreichte das Duo Maraaya im Finale Platz 14. 2016 hingegen verpasste das Land erstmals seit 2013 wieder das Finale. Auch 2017 als Omar Naber, der bereits 2005 im Halbfinale für Slowenien scheiterte, antrat konnte das Land erneut nicht das Finale erreichen und landete im Halbfinale nur auf dem vorletzten Platz. 2018 schaffte es die Sängerin Lea Sirk dann auf Platz 8 im Halbfinale und führte Slowenien somit erstmals seit drei Jahren ins Finale. Dort belegte sie am Ende aber auch nur Platz 22. 2019 konnte Slowenien sich dann erneut für das Finale qualifizieren und holte mit dem Duett Zala Kralj & Gašper Šantl Platz 15 sowie eine neue Höchstpunktzahl von 105 Punkten. 2021 scheiterte man dann wieder an einer Finalqualifikation, auch 2022 konnte man sich nicht für das Finale qualifizieren und belegte sogar den letzten Platz im Halbfinale, was das schlechteste Ergebnis des Landes seit 2013 darstellt. 2023 hingegen schaffte man es wieder, sich für das Finale zu qualifizieren. Im Finale belegte man mit Platz 21 von 26 jedoch nur eine Platzierung in der unteren Tabellenhälfte. 2024 schaffte man es erneut ins Finale, wo man allerdings nur Platz 23 erreichte. Im Folgejahr verpasste man bereits zum dreizehnten Mal den Finaleinzug.

Insgesamt landeten also 6 von den 30 Beiträgen in der linken Tabellenhälfte. Das Land verpasste bereits dreizehn Mal das Finale. Mit zwei letzten Plätzen, einigen hinteren Platzierungen sowie jeweils nur drei Platzierungen unter den besten Zehn zählt Slowenien zu den weniger erfolgreichen Ländern im Wettbewerb.

Wegen der Kontroverse um die Teilnahme Israels nahm Slowenien 2026 nicht teil und setzte erstmals nach 2000 aus.

Liste der Beiträge Farblegende:

Jahr Interpret TitelMusik (M) und Text (T) Sprache Übersetzung Finale Halbfinale/Qualifikation NationalerVorentscheid Platz Punkte Platz Punkte 1993 1 x Band Tih deževen danM: Cole Moretti; T: Tomaž Kosec Slowenisch Ein leiser, verregneter Tag 22 / 25 9 1 / 7 54 Slovenski izbor za Pesem Evrovizije 1993 1994 Nicht qualifiziert 1995 Darja Švajger Prisluhni miM: Primož Peterca, Sašo Fajon; T: Primož Peterca Slowenisch Hör mir zu 7 / 23 84 Direkt für das Finale qualifiziert Slovenski izbor za Pesem Evrovizije 1995 1996 Regina Dan najlepših sanjM/T: Aleksander Kogoj Slowenisch Der Tag des schönsten Traumes 21 / 23 16 19 / 29 30 EMA 1996 1997 Tanja Ribič Zbudi seM: Saša Lošić; T: Zoran Predin Slowenisch Wach auf 10 / 25 60 Direkt für das Finale qualifiziert EMA 1997 1998 Vili Resnik Naj bogovi slišijoM: Matjaž Vlašič; T: Urša Vlašič Slowenisch Lass es die Götter hören 18 / 25 17 EMA 1998 1999 Darja Švajger For a Thousand YearsM: Sašo Fajon; T: Primož Peterca Englisch Tausend Jahre lang 11 / 23 50 EMA 1999 2000 Nicht qualifiziert 2001 Nuša Derenda EnergyM: Matjaž Vlašič; T: Urša Vlašič, Lucienne Lonchina Englisch Energie 7 / 23 70 Direkt für das Finale qualifiziert EMA 2001 2002 Sestre Samo ljubezenM: Robert Pešut; T: Barbara Pešut Slowenisch Nur Liebe 13 / 24 33 EMA 2002 2003 Karmen Stavec NananaM: Martin Štibernik; T: Karmen Stavec Englisch Na na na 23 / 26 7 EMA 2003 2004 Platin Stay ForeverM: Simon Gomilšek; T: Diana Lečnik Englisch Bleib für immer Ausgeschieden 21 / 22 5 EMA 2004 2005 Omar Naber StopM: Omar Naber, Urša Vlašič; T: Omar Naber Slowenisch Stopp Ausgeschieden 12 / 25 69 EMA 2005 2006 Anžej Dežan Mr. NobodyM: Matjaž Vlašič; T: Urša Vlašič Englisch Herr Niemand Ausgeschieden 16 / 24 49 EMA 2006 2007 Alenka Gotar Cvet z jugaM/T: Andrej Babić Slowenisch Blume des Südens 15 / 24 66 7 / 28 140 EMA 2007 2008 Rebeka Dremelj Vrag naj vzameM: Josip Miani-Pipi; T: Amon Slowenisch Zur Hölle damit Ausgeschieden 11 / 19 36 EMA 2008 2009 Quartissimo feat. Martina Love SymphonyM: Andrej Babić, Aleksandar Valenčić; T: Andrej Babić Englisch Liebessymphonie Ausgeschieden 16 / 19 14 EMA 2009 2010 Roka Žlindre & Kalamari Narodnozabavni rockM: Marino Legović; T: Leon Oblak Slowenisch Populärer Folkrock Ausgeschieden 16 / 17 6 EMA 2010 2011 Maja Keuc No OneM: Matjaž Vlašič; T: Urša Vlašič Englisch Niemand 13 / 25 96 3 / 19 112 EMA 2011 2012 Eva Boto VerjamemM: Vladimir Graić; T: Igor Pirković Slowenisch Ich glaube Ausgeschieden 17 / 18 31 Misija Evrovizija 2012 (Interpretin),EMA 2012 (Lied) 2013 Hannah Mancini Straight into LoveM/T: Hannah Mancini Englisch Geradewegs in die Liebe Ausgeschieden 16 / 16 8 interne Auswahl 2014 Tinkara Kovač Spet (Round and Round)M: Aleš Vovk; T: Tinkara Kovač, Hannah Mancini, Tina Piš Englisch, Slowenisch Wieder (Rund und rund) 25 / 26 9 10 / 15 52 EMA 2014 2015 Maraaya Here for YouM/T: Aleš Vovk, Marjetka Vovk, Charlie Mason Englisch Für dich da 14 / 27 39 5 / 17 92 EMA 2015 2016 ManuElla Blue and RedM/T: Marjan Hvala, Manuella Brečko, Leon Oblak Englisch Blau und rot Ausgeschieden 14 / 18 57 EMA 2016 2017 Omar Naber On My WayM/T: Omar Naber Englisch Unterwegs Ausgeschieden 17 / 18 36 EMA 2017 2018 Lea Sirk Hvala, Ne!M/T: Lea Sirk, Tomy DeClerque Slowenisch Danke, nein! 22 / 26 64 8 / 18 132 EMA 2018 2019 Zala Kralj & Gašper Šantl SebiM/T: Zala Kralj, Gašper Šantl Slowenisch Man selbst 15 / 26 105 6 / 17 167 EMA 2019 2020 Ana Soklič VodaM: Ana Soklič, Bojan Simončič; T: Ana Soklič Slowenisch Wasser Absage wegen der COVID-19-Pandemiedurch die EBU EMA 2020 2021 Ana Soklič AmenM: Ana Soklič, Žiga Pirnat, Bojan Simončič; T: Charlie Mason, Ana Soklič, Žiga Pirnat Englisch – Ausgeschieden 13 / 16 44 interne Auswahl 2022 LPS DiskoM/T: Filip Vidušin, Gašper Hlupič, Jakob Korošec, Mark Semeja, Zala Velenšek, Žiga Žvižej Slowenisch Disko Ausgeschieden 17 / 17 15 EMA 2022 2023 Joker Out Carpe diemM: Bojan Cvjetićanin, Jan Peteh, Jure Maček, Kris Guštin, Nace Jordan; T: Bojan Cvjetićanin Slowenisch Nutze den Tag 21 / 26 78 5 / 16 103 interne Auswahl 2024 Raiven VeronikaM: Martin Bezjak, Sara Briški Cirman, Bojan Cvjetićanin, Danilo Kapel, Peter Khoo; T: Sara Briški Cirman, Bojan Cvjetićanin, Klavdija Kopina Slowenisch Veronika 23 / 25 27 9 / 15 51 interne Auswahl 2025 Klemen How Much Time Do We Have LeftM/T: Klemen Slakonja, Ryan Small, Maja Slatinšek Englisch Wie viel Zeit bleibt uns noch? Ausgeschieden 13 / 15 23 EMA 2025 2026 Auf Teilnahme verzichtet

Kommentatoren und Punktesprecher

Diese Liste der Kommentatoren und Punktesprecher beginnt mit dem TV-Übertragungen in Slowenien.