Weldon Jonathan Irvine, Jr. (* 27. Oktober 1943 in Hampton (Virginia); † 9. April 2002 in New York) war ein US-amerikanischer Jazzpianist, Komponist und Organist, der auch unter dem Künstlernamen Master Wel bekannt war.Diskografie auf discogs.com Bekannt wurde er mit dem von Nina Simone erstmals gesungenen Song To Be Young, Gifted and Black, der zur Hymne der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung Ende der 1960er Jahre wurde.Biografie auf
Biografie Weldon Irvine studierte an der Hampton University Literatur. Als Komponist, Pianist und Organist war er in den verschiedenen Genren, Jazz-Funk, Jazz, Hip-Hop, Funk, Rhythm and Blues und Gospel, tätig. 1965 ging er nach New York City und spielte in der Big Band von Kenny Dorham und Joe Henderson.Im Bereich des Jazz war er zwischen 1964 und 1996 an 21 Aufnahmesessions beteiligt, vgl. Tom Lord: The Jazz Discography (online, abgerufen am 21. November 2014) Ein Jahr später begann er die Zusammenarbeit mit Nina Simone als Bandleader, Arrangeur und Road Manager, die durch ihre Interpretation seines Songs To Be Young, Gifted and Black stellvertretend für andere Afroamerikaner zu einer namhaften Figur der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung wurde. Nachdem sie gemeinsam die Aufführung des Stückes To Be Young, Gifted and Black von Lorraine Hansberrys sahen, schrieb Irvine diesen Song, der den Titel des Stückes trug und später auch von bekannten Musikern wie z. B. Stevie Wonder, Aretha Franklin und Donny Hathaway gecovert wurde.Biografie auf http://www.allmusic.com/ Irvine und Simone schrieben einige Songs zusammen, die Nina Simone bekannt machen sollten.
In den 1960er Jahren wirkte er an Aufnahmesessions mit (u. a. bei Freddie Hubbard), spielte in Clubs und auf Festivals und schrieb zahlreiche Songs. Seine Fähigkeiten als Musiker und Texter führten ihn im Laufe seiner Karriere in fast jedes Genre der afroamerikanischen Musik. Zu den über 500 Kompositionen, von denen viele auf Tonträgern aufgenommen wurden, zählt auch eine Reihe von Konzerten und Musicals, die er inszenierte. Er arbeitete mit Jazzmusikern wie Miles Davis, Stanley Turrentine, Charles Earland, Groove Holmes, Lenny White, Bill Jacobs, sowie mit Aretha Franklin und Donny Hathaway, die den Song To Be Young, Gifted and Black, der Irvine so bekannt machte, interpretierten.
1977 konnte er die Premiere seines ersten Blockbuster-Musicals Young, Gifted and Broke im Billie Holiday Theatre in Brooklyn feiern. Das Musical spielte 8 Monate und gewann 4 Audelco Awards. Es war der Beginn einer jahrzehntelangen Beziehung zwischen Irvine und dem Billie Holiday Theatre, in dem er über 20 Jahre weitere Musikdramen produzierte. In der aufkommenden Hip-Hop Kultur war er bekannt als Master Wel und galt als Vorbild und Mentor für viele Künstler dieser Zeit, darunter Mos Def, Talib, Q-Tip, Ice Cube, Grandmaster Flash und vielen mehr, die Teile seiner Soul-Jazz-Funk Musik aus den 60ern und 70ern in ihre Musik einfließen ließen.
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts produzierte und finanzierte er das Amadou-Projekt, ein Album zum Gedenken an den 1999 ermordeten Amadou Diallo, der unbewaffnet von vier weißen New York City Polizisten mit 41 Schüssen getötet wurde. Irvine versammelte für dieses Album Dichter und Hip-Hop Künstler, die seine Empörung teilten. Das Album wurde mit dem Preis „The Price Of Freedom“ ausgezeichnet.
Im Alter von 58 Jahren beging Weldon Irvine Suizid.
Diskografie (Auswahl) Alben 1972: Liberated Brother 1973: Time Capsule 1974: Cosmic Vortex (Justice Divine) 1974: In Harmony 1975: Spirit Man 1975: Honey Baby, Honey Baby 1976: Sinbad 1979: The Sisters 1989: Weldon & The Kats 1993: Keyboard Riffs For DJ's Volume 3 1993: Keyboard Riffs For DJ's Volume 4 1994: Keyboards Wild DJ's Smile 1994: Music Is The Key
Singles 1974: Walk That Walk; Talk That Talk 1975: The Friends Of Distinction – Honey Baby Theme 1975: Jungle Juice / Yasmin 1976: I Love You / What's Going On? 2000: Live in Nashville
Kompilationen 1976: Disco Express Vol. 2 1987: Rare (A Rare Collection Of Grooves) 1988: Rare 3 1991: Turkish Bath 1992: Déjà Vu 1994: The Chase Scene 1994: Free Soul Impressions 1994: Into Somethin' Dancefloor Jazz Classics Vol. 1 1994: Free Soul Visions 1995: London Jazz Classics 3 1997: Funk Soul Party Vol. 1 1997: Strata-2-East 1997: The Cream Of... Rare Groove Volume 1 1997: The Cream Of... Jazzy Vibes Volume 1 1997: Serchin' For The Perfect Beat 1997: NY Milk Crate Collection Volume 8 1998: For The Ladies 1998: The Big Payback 1998: Tribe Vibes Volume 2 2001: Earth Volume 5 2003: Flying Funk Flying Jazz Grooves 2004: The Vibe! The Ultimate Rare Grooves Series Vol. 02 2004: The Vibe! The Ultimate Rare Grooves Series Vol. 06 2004: The Vibe! The Ultimate Rare Grooves Series Vol. 07 2005: Soul Culture: 01 2005: Sunday Cooking 2005: We Love Free Soul 2005: Earth Experience 2005: Soul Culture: 02 2006: Soul Sides Volume One 2007: Jazz! Jazz! Jazz! 2 2007: 25 Ans De Musiquw D'Avant Nova 2008: Strange Soul 2008: Strange Jazz 2008: Free Soul Visions: 15th Anniversary Deluxe Edition 2010: Pure...Disco/Funk 2011: Kaffeehaus Lounge 4 2013: Psycho Soul 2013: Digger's Delight (More Rare-Groove Gems) 2013: In The Poket – 70s Jazz-Funk
Mixes 2002: DJ Lovley – Summer Sweetness 2003: 4 Hero – Life: Styles 2003: DJ O-Dub-Adventures in Rhythm 2007: Invisible Black Vol. 2 2007: Muro - Taste Of Chocolate Bitter And Sweet Soulflavor 2008: Gilles Peterson - In The House 2008: Kay Nakayama - The 69 Steps – Breath Of Love 2008: Wicked Jazz Sounds Volume 5 2009: Muro - Tribe Vibes 2010: DJ Jazzy Jeff + Mick Boogie – Summertime - The Mixtape 2011: DJ Spinna – Future Shock 2014: Muro – Diffin' Free Soul 2014: Bird Peterson – White Light 9 Weblinks http://soul-sides.com/2005/05/weldons-way.html http://www.okara.com/html/irvine_profile.html
Einzelnachweise
Kategorie:Jazz-Pianist Kategorie:Organist Kategorie:R&B-Musiker Kategorie:Fusion-Musiker Kategorie:Komponist (Musical) Kategorie:Songwriter Kategorie:Musiker (Vereinigte Staaten) Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1943 Kategorie:Gestorben 2002 Kategorie:Mann