Lyssytschansk (; ) ist eine Großstadt mit etwa 100.000 Einwohnern (2014)Demographie ukrainischer Städte auf pop-stat.mashke.org im Norden der Oblast Luhansk in der Ukraine. Es liegt etwa 70 km nordwestlich von Luhansk und 100 km nordöstlich der in der angrenzenden Oblast liegenden Stadt Donezk. mini|links|Blick ins Stadtzentrum
Geografie Lyssytschansk liegt am Ufer des Siwerskyj Donez, des größten Zuflusses auf der rechten Seite des Dons. Gemeinsam mit der östlichen Nachbarstadt Sjewjerodonezk bildet es eine kleine Agglomeration im nördlichen Donbass (Donezbecken).
Geschichte mini|links|Im russischen Krieg in der Ukraine zerstörtes Wohnhaus im August 2014 Die im Juli 1710 erstmals schriftlich erwähnte OrtschaftOrtsgeschichte Lyssytschansk in der Geschichte der Städte und Dörfer der Ukrainischen SSR; abgerufen am 15. November 2017 (ukrainisch) war 1786 Standort des ersten Bergwerks im Donezbecken. Im Dezember 1917 wurde Lyssytschansk sowjetisch und 1938 erhielt der Ort das Stadtrecht.
In der Stadt bestand das Kriegsgefangenenlager 125 für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.Erich Maschke (Hrsg.): Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des Zweiten Weltkrieges. Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962–1977.
Am 4. Januar 1965 wurde die ehemaligen Städte Proletarsk zusammen mit Werchneje in die Stadt Lyssytschansk eingegliedert.
Am 24. Februar 2022 begannen russische Streitkräfte den russischen Überfall auf die Ukraine.Heavy fighting for Lysychansk ongoing enemy firing weapons. Ukrinform.net, März 2022. Sie versuchten seit etwa Mitte Mai 2022, die ukrainischen Truppen rund um Sjewjerodonezk und Lyssytschansk vom Nachschub aus dem Gebiet Donezk abzuschneiden.Meldung vom 22. Mai 2022 12:05 Uhr Russische Truppen zerstörten am 12. Juni 2022Russen zerstören letzte Brücke nach Sjewjerodonezk. MDR Aktuell, 12. Juni 2022. mit 240-Millimeter-Mörsern die letzte Donez-Brücke, die die Zwillingsstädte Lyssytschansk und Sjewjerodonezk verband. Anfang Juli 2022 besetzten sie nach wochenlangen Kämpfen Lyssytschansk.. Süddeutsche Zeitung, 4. Juli 2022.
Verwaltungsgliederung Am 12. Juni 2020 wurde die Stadt zum Zentrum der neugegründeten Stadtgemeinde Lyssytschansk (Лисичанська міська громада/Lyssytschanska miska hromada). Zu dieser zählen auch 2 Städte Nowodruschesk und Prywillja, die 4 Siedlungen städtischen Typs Bilohoriwka, Malorjasanzewe, Myrna Dolyna und Wowtschojariwka, die 6 in der untenstehenden Tabelle aufgelistetenen Dörfer sowie die 4 Ansiedlungen Loskutiwka, Lyssytschanskyj, Pidlisne und TopoliwkaКабінет Міністрів України Розпорядження від 12 червня 2020 р. № 717-р "Про визначення адміністративних центрів та затвердження територій територіальних громад Луганської області", bis dahin bildete sie zusammen mit den in den 1960er Jahren eingemeindeten Städten Nowodruschesk und Prywillja die gleichnamige Stadtratsgemeinde Lyssytschansk (Лисичанська міська рада/Lyssytschanska miska rada) welche direkt unter Oblastverwaltung stand und im Norden des ihn umschließenden Rajons Popasna lag.
Seit dem 17. Juli 2020 ist sie ein Teil des Rajons SjewjerodonezkВерховна Рада України; Постанова від 17.07.2020 № 807-IX "Про утворення та ліквідацію районів".
Folgende Orte sind neben dem Hauptort Lyssytschansk Teil der Gemeinde: Name ukrainisch transkribiert ukrainisch russisch Bila Hora Біла Гора Белая Гора (Belaja Gora) Bilohoriwka Білогорівка Белогоровка (Belogorowka) Loskutiwka Лоскутівка Лоскутовка (Loskutowka) Lyssytschanskyj Лисичанський Лисичанский (Lissitschanski) Malorjasanzewe Малорязанцеве Малорязанцево (Malorjasanzewo) Myrna Dolyna Мирна Долина Мирная Долина (Mirnaja Dolina) Nowodruschesk Новодружеськ Новодружеск Pidlisne Підлісне Подлесное (Podlesnoje) Prywillja Привілля Приволье (Priwolje) Raj-Oleksandriwka Рай-Олександрівка Рай-Александровка (Rai-Alexandrowka) Schypyliwka Шипилівка Шипиловка (Schipilowka) Solotariwka Золотарівка Золотарёвка (Solotarjowka) Topoliwka Тополівка Тополевка (Topolewka) Ustyniwka Устинівка Устиновка (Ustinowka) Werchnjokamjanka Верхньокам'янка Верхнекаменка (Werchnekamenka) Wowtschojariwka Вовчоярівка Волчеяровка (Woltschejarowka)
Wirtschaft und Infrastruktur
Lyssytschansk ist ein bedeutender Standort der Chemieindustrie in der Region.
Söhne und Töchter der Stadt
Kliment J. Woroschilow (1881–1969), sowjetischer Politiker und Verteidigungsminister; Marschall der Sowjetunion Fedir Abramow (1904–1982), Geologe und Bergbauingenieur Igor Sergejew (1938–2006), russischer Offizier und Verteidigungsminister; Marschall der Russischen Föderation Nina Morgunowa (* 1951), LeichtathletinNina Morgunova, olympedia.org Hennadij Masljuk (* 1952), PolitikerМаслюк Геннадій Євгенович, static.rada.gov.ua (ukrainisch) Ihar Pjatrenka (* 1967), belarussischer Ringer Olena Prus (* 1986), Badmintonspielerin Jewhen Potschtarjow (* 1987), Badmintonspieler Artem Potschtarjow (* 1993), Badmintonspieler
Bevölkerungsentwicklung 1923 1926 1939 1959 1970 1979 1989 2001 2005 2014 4.122 6.624 26.181 37.878 117.752 119.487 126.503 115.229 111.451 103.459 Quelle:
Weblinks
Siehe auch
Liste beschädigter und zerstörter Kulturstätten in der Ukraine infolge des russischen Angriffskrieges seit 2022
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Oblast Luhansk Kategorie:Ort am Siwerskyj Donez Kategorie:Ersterwähnung 1710 Kategorie:Stadtrechtsverleihung 1938
Kategorie:Rajon Sjewjerodonezk