mini|Pfarrkirche St. Rupert in Heldenstein Heldenstein ist eine Gemeinde und ein gleichnamiges Pfarrdorf im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn sowie der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Heldenstein.
Geografie Lage Die Gemeinde liegt in der Region Südostoberbayern im Alpenvorland zwischen den Flüssen Isen und Inn rund 13 km westlich der Kreisstadt Mühldorf sowie 20 km östlich von Dorfen und 67 km von der Landeshauptstadt München entfernt.
Gemeindegliederung Es gibt 23 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):
Es gibt die Gemarkungen Heldenstein, Lauterbach und Weidenbach.
Nachbargemeinden Waldkraiburg Rattenkirchen Obertaufkirchen Oberbergkirchen Ampfing
Geschichte Etwa um 1050 erscheint erstmals Heldenstein in Salzburger Urkunden. Das Gebiet gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Neumarkt des Kurfürstentums Bayern. Mittels des Oberamtes Ampfing übte das Erzstift Salzburg bis zu seiner Aufhebung 1803 die niedere Gerichtsbarkeit über seine Untertanen in diesem Gebiet aus. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Heldenstein.
Ortsname Die Ortschaft ist 1050 als Heltinstein ersturkundlich genannt. Es liegt der althochdeutsche Personenname Helto zugrunde. 1796 ist noch Heltenstein beurkundet. Die Umformung zu Held erfolgte erst um 1800.
Abtretungen Am 1. April 1950 trat die Gemeinde Gebietsteile an die neugebildete Gemeinde Waldkraiburg ab.
Eingemeindungen Am 1. Januar 1970 wurde die Gemeinde Lauterbach eingegliedert. Am 1. Mai 1978 kam Weidenbach hinzu.
Verwaltungsgemeinschaften Die 1978 gegründete Verwaltungsgemeinschaft Ampfing mit den Mitgliedsgemeinden Ampfing, Heldenstein, Rattenkirchen und Mettenheim wurde im Folgejahr wieder aufgelöst. Während Ampfing und Mettenheim eigene Verwaltungen als Einheitsgemeinden erhielten, bildeten die zwei weiteren Mitglieder ab 1. Januar 1980 die Verwaltungsgemeinschaft Heldenstein.
Einwohnerentwicklung Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1950 auf 2629 um 679 Einwohner bzw. um 34,8 %. 1961: 1161 Einwohner 1970: 1170 Einwohner 1987: 1812 Einwohner 1991: 2175 Einwohner 1995: 2277 Einwohner 2000: 2369 Einwohner 2005: 2391 Einwohner 2010: 2402 Einwohner 2015: 2518 Einwohner
Sehenswürdigkeiten hochkant|mini|Wallfahrtskirche Maria Schnee, Heldenstein (Kirchbrunn) Im Gemeindeteil Kirchbrunn ist die spätbarocke Wallfahrtskirche Maria Schnee sehenswert, ferner die Filialkirche St. Nikolaus in Niederheldenstein.
Politik Bürgermeister Erste Bürgermeisterin ist Antonia Hansmeier (CSU).
Wappen
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft 2020 gab es in der Gemeinde 480 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von der Wohnbevölkerung standen 1174 Personen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Damit war die Zahl der Auspendler um 694 Personen größer als die der Einpendler. 40 Einwohner waren arbeitslos.
2020 gab es 39 landwirtschaftliche Betriebe.
Verkehr mini|Bahnhof Weidenbach
Heldenstein liegt direkt an der Einmündung der B 12 in die am 1. Oktober 2019 freigegebene Autobahn A 94 und ist an diese über die Anschlussstelle 17 angebunden. Der Gemeindeteil Weidenbach liegt an der Bahnstrecke München–Simbach und wird von Regionalzügen der Südostbayernbahn mehrmals täglich bedient.
Bildung Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1. März 2021): Zwei Kindertageseinrichtungen mit zusammen 151 Plätzen und 138 betreuten Kindern Eine Volksschule mit sechs Klassen und 128 Schülern
Persönlichkeiten In Heldenstein geboren Ingrid Heckner (* 1950), Abgeordnete des Bayerischen Landtags (CSU)
In Heldenstein gestorben Roy Black (1943–1991), Schlagersänger und Schauspieler
Weblinks
Gemeinde Heldenstein
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Mühldorf am Inn Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)