Dieser Artikel befasst sich mit der Geschichte Irlands als Teilnehmer am Eurovision Song Contest (irisch Comórtas Amhrán Eoraifíse oder Comórtas Amhránaíochta na hEoraifíse).
Regelmäßigkeit der Teilnahme und Erfolge im Wettbewerb mini|175px|Johnny Logan, hier im Jahre 1980, ist bis heute erfolgreichster Vertreter Irlands Irland nahm erstmals 1965 am Wettbewerb teil und war auch sehr erfolgreich in den ersten Jahren. So erreichte das Land beim Debüt eine gute Platzierung mit Platz 6 von 18. 1966 wurde die Platzierung mit Platz 4 sogar überboten, ehe Seán Dunphy 1967 sogar Platz 2 erreichte. Auch 1968 konnte Irland mit Platz 4 eine weitere Platzierung sich unter den besten Fünf sichern. 1969 folgte mit Platz 7 eine weitere gute Platzierung. 1970 folgte dann der erste große Erfolg Irlands im Wettbewerb. Die Sängerin Dana konnte mit ihrem Lied All Kinds of Everything den Wettbewerb für sich entscheiden und holte somit Irlands ersten Sieg. 1971, als der Wettbewerb erstmals in Irland stattfand, erreichte die Sängerin Angela Farrell lediglich Platz 11, womit Irland erstmals nicht unter den besten Zehn vertreten war. 1972 landete Irland dann lediglich auf Platz 15 von 18, welches bis dahin das schlechteste Ergebnis für das Land im Wettbewerb darstellte. Erst ab 1973 konnte das Land wieder an seine vorherigen Erfolge anknüpfen.
So erreichte die Sängerin Maxi 1973 mit Platz 10 Irlands erste Platzierung unter den besten Zehn seit drei Jahren. Auch 1976 erreichte Irland diese Platzierung, während das Land 1974 Platz 7 und 1975 Platz 9 erreichte. 1977 erreichten The Swarbriggs plus Two dann mit Platz 3 die beste Platzierung seit 1970 und holten mit 119 Punkten sogar eine neue Höchstpunktzahl für das Land. Aber auch 1978 und 1979 war Irland erfolgreich und belegte jeweils Platz 5. 1980, zehn Jahre nach Irlands ersten Sieg, konnte Irland erneut den Wettbewerb gewinnen. Johnny Logan belegte mit What’s Another Year? Platz 1 und holte mit 143 Punkten eine neue Höchstpunktzahl für das Land. 1981, als der Wettbewerb zum bereits zweiten Mal in Irland stattfand, holte die Gruppe Sheeba mit Platz 5 eine weitere gute Platzierung für das Land im Wettbewerb. Umso überraschender kam der elfte Platz 1982, der Irlands Erfolgsserie beendete. Es war schließlich die schlechteste Platzierung seit neun Jahren. 1983 zog sich Irland dann aus finanziellen Gründen vom Wettbewerb zurück, kehrte aber bereits 1984 wieder zum Wettbewerb zurück. Von dort an hatte das Land seine erfolgreichste Phase im Wettbewerb, die bis ins Jahr 2000 andauerte.
1984 holte Irland schließlich bei der Rückkehr mit Linda Martins Terminial 3, welches von Johnny Logan geschrieben wurde, Platz 2. Auch 1985 und 1986 folgten mit Platz 6 und Platz 4 weitere Platzierungen innerhalb der besten Zehn. 1987 war Irland dann erneut sehr erfolgreich, da Johnny Logan den Wettbewerb erneut gewinnen konnte und somit Irlands dritten Sieg holte. Es war das erste und bis 2023 einzige Mal der Fall im Wettbewerb, dass ein Künstler den Wettbewerb mehr als ein Mal gewinnen konnte. Mit 172 Punkten konnte Logan sogar seine eigene Höchstpunktzahl von 1980 toppen. 1988, als Irland zum bereits dritten Mal Gastgeber war, holte das Land mit Platz 8 eine weitere Platzierung unter den besten Zehn. Nach diesen ganzen Erfolgen folgte 1989 Irlands bis dahin schlechteste Platzierung im Wettbewerb. So holten Kiev Connolly & The Missing Passengers lediglich Platz 18. Umso erfolgreicher war Irland wieder 1990 und belegte zum bereits dritten Mal Platz 2 im Wettbewerb. Auch 1991 folgte mit Platz 10 eine weitere gute Platzierung für das Land. 1992 war Irland dann wieder sehr erfolgreich und holte mit Linda Martin und dem von Johnny Logan geschriebenen Lied Why Me? den ersten Platz. Es war Irlands vierter Sieg im Wettbewerb und der dritte Sieg, bei dem Johnny Logan mitwirkte. 1993 richtete Irland dann zum vierten Mal den Song Contest aus, während Niamh Kavanagh mit dem Lied In Your Eyes erneut den ersten Platz für Irland holen konnte, was der fünfte Sieg für das Land darstellte. Mit 187 Punkten holte sie zu dem eine neue Höchstpunktzahl. Auch 1994 richtete Irland den Song Contest aus und erreichte mit Paul Harrington & Charlie McGettigan und dem Lied Rock‘n’Roll Kids erneut Platz 1, was Irlands sechsten Sieg darstellte und somit zwei neue Rekorde im Wettbewerb darstellte. Noch nie zuvor konnte ein Land den Wettbewerb dreimal in Folge gewinnen. Bis heute konnte auch kein Land diese Siegesserie wiederholen. Hinzu kam, dass Irland bis dahin das Land mit den meisten Siegen war. Mit 226 Punkten toppten Paul Harrington & Charlie McGettigan sogar noch die neue Höchstpunktzahl vom Vorjahr. Bis heute erreichte Irland nie wieder eine so hohe Punktzahl im Wettbewerb, so dass die 226 Punkte bis heute Irlands Höchstpunktzahl darstellen. Auch 1995 richtete Irland den Wettbewerb aus, womit Irland einen weiteren Rekord aufstellte. Noch nie richtete ein Land in Folge drei Wettbewerbe aus. Allerdings war Irland 1995 im Gegensatz zu den Vorjahren wenig erfolgreich und holte mit Platz 14 die schlechteste Platzierung seit sechs Jahren. Umso erfolgreicher war die Teilnahme 1996. Um allerdings teilnehmen zu können, musste Irland durch die Qualifikationsrunde der EBU. Mit Platz 2 dort war Irlands Teilnahme 1996 auch gesichert. Und so belegte Eimear Quinn 1996 mit dem Lied The Voice Platz 1, was Irlands siebter Sieg im Wettbewerb war. Damit war Irland, bis zum Sieg Schwedens im Jahr 2023, bis heute das Land mit den meisten Siegen. Seither teilt man diesen Rekord. Außerdem konnte kein Land zuvor in einem Zeitraum von fünf Jahren viermal den Wettbewerb gewinnen. Somit richtete Irland auch den Wettbewerb 1997 aus und landete dort auf Platz 2, was Irlands vierten zweiten Platz darstellte. Auch 1998 war Irland erfolgreich und holte mit Platz 8 eine weitere Platzierung unter den besten Zehn. 1999 hingegen holte das Land lediglich Platz 17, was die schlechteste Platzierung in zehn Jahren darstellte. Im Jahre 2000 war das Land aber wieder erfolgreich und belegte Platz 6. Ab 2001 ging es aber dann steil bergab für das Land.
So belegte Irland 2001 lediglich Platz 21, was Irlands bis dahin schlechteste Platzierung im Wettbewerb darstellte. Durch die damalige Regelung musste Irland so 2002 aussetzen, womit Irland erstmals seit 1983 nicht im Finale vertreten war. Auch die Rückkehr 2003 konnte nicht an die vorherigen Erfolge anknüpfen, denn Irland verpasste mit Platz 11 knapp eine Platzierung unter den besten Zehn. 2004 belegte der Sänger Chris Doran dann Platz 22 von 24, was erneut ein sehr schlechtes Abschneiden Irlands darstellte. Durch diese Platzierung musste Irland erstmals in den 2004 eingeführten Halbfinals 2005 teilnehmen. Allerdings konnte Irland sich nicht für das Finale qualifizieren und schied somit erstmals im Halbfinale aus. Auch im Folgejahr musste Irland sich erstmal im Halbfinale beweisen, konnte mit Platz 9 dort aber das Finale erreichen. Mit Platz 10 dort konnte Irland erstmals an alte Erfolge anknüpfen und holte somit die beste Platzierung seit sechs Jahren. Umso schlechter lief es im Jahre 2007, als Irland nicht im Halbfinale antreten musste. Die Band Dervish landete auf dem letzten Platz im Finale mit lediglich fünf Punkten, was bis dahin Irlands schlechteste Platzierung im Wettbewerb darstellte und bis heute die niedrigste Punktzahl ist, die Irland je erhalten hat. 2008 und 2009 schied Irland dann wieder im Halbfinale aus und setzte damit seine Negativserie fort. Erst 2010 erreichte Irland wieder das Finale.
So schickte Irland 2010 die Siegerin von 1993 Niamh Kavanagh, die Platz 9 im Halbfinale holte und somit Irland erstmals seit drei Jahren wieder im Finale vertreten war. Aber auch dort war das Land wenig erfolgreich und landete nur auf dem drittletzten Platz. 2011 hingegen schickte Irland das Zwillings-Duo Jedward, welches ebenfalls das Finale erreichten und mit Platz 8 Irlands beste Platzierung seit elf Jahren holten. Nach diesem Erfolg traten Jedward auch 2012 wieder an. Dort konnten sie ihren Erfolg aber nicht wiederholen und landeten im Mittelfeld auf Platz 19. 2013 erreichte Irland dann zwar erneut das Finale, landete dort aber, wie bereits 2007, auf dem letzten Platz mit fünf Punkten. Ab 2014 begann dann Irlands schwächste Phase im Wettbewerb, so schied das Land schließlich 2014 erstmals seit 2009 wieder im Halbfinale aus, da es lediglich Platz 12 dort erreichte. Auch 2015 wurde dieser Platz im Halbfinale belegt, so dass Irland erneut nicht im Finale vertreten war. Auch 2016 und 2017 konnte Irland nicht das Finale erreichen. Erst 2018 erreichte das Land wieder das Finale, da der Sänger Ryan O’Shaughnessy Platz 6 im Halbfinale belegte. Im Finale landete sein Lied Together dann auf Platz 16, Irlands bestes Ergebnis seit 2011. Nach diesem kleinen Erfolg folgte 2019 ein neuer Tiefpunkt in der irischen Geschichte beim Eurovision Song Contest. Die Sängerin Sarah McTernan landete mit ihrem Lied 22 auf dem letzten Platz im Halbfinale und wurde auch im Gesamtergebnis Letzte bei 41 Teilnehmern. Dies ist Irlands schlechtestes Ergebnis im Wettbewerb bisher. Auch 2021 belegte die Sängerin Lesley Roy für Irland den letzten Platz im Halbfinale. 2022 scheiterte man mit Platz 15 von 18 ebenfalls im Halbfinale. 2023 gelang es Irland erneut nicht, ins Finale zu ziehen. 2024 holte die Sängerin Bambie Thug Platz 3 im Halbfinale, womit Irland zum ersten Mal seit sechs Jahren wieder am Finale teilnahm. Dort belegte man am Ende Platz 6, was das beste Ergebnis des Landes seit 2000 darstellt. Außerdem holte man mit 278 Punkten die bisher höchste Punktzahl im Wettbewerb. Nach dem Erfolg schied Irland dann jedoch 2025 wieder im Halbfinale aus. Aufgrund der Kontroverse um die Teilnahme Israels nahm Irland 2026 nicht teil und setzte erstmals seit 2002 aus.
Insgesamt landeten also 31 von den 58 Beiträgen in der linken Tabellenhälfte. Dazu landete das Land bisher zweimal auf dem letzten Platz. Außerdem verpasste das Land (mit Belgien und Nordmazedonien) insgesamt zwölfmal das Finale. Trotzdem hält das Land mit sieben Siegen zusammen mit Schweden den Rekord im Wettbewerb für die meisten Siege, holte viermal Platz 2 und einmal Platz 3. Mit vielen weiteren Platzierungen innerhalb der besten Zehn, gehört Irland, trotz der eher mäßigen Erfolge seit den 2000er Jahren und den zahlreichen Nichtqualifikationen seit 2014, zu den erfolgreichsten Ländern im Wettbewerb.
Liste der Beiträge Farblegende: