Johann (Hans) Georg von Geismar (auch Gaißmar, Hans Georg von Geismar; * 15. August 1682; † 1749 in Guthmannshausen) war ein thüringisch-sächsischer Hofbeamter, Staatsmann und Gesandter für Sachsen-Gotha-Altenburg am Immerwährenden Reichstag in Regensburg.

Herkunft Johann Georg von Geismar war ein Sohn des Sachsen-Weißenfelsischen Kammerrats, Oberjägermeisters und Oberforstmeisters Hans Dietrich von Geismar (1649–1702) und dessen Ehefrau, einer Tochter des Sachsen-Gothaer Haushofmeisters Georg von Wangenheim.

Leben Geismar trat in den Dienst des Herzogs Friedrich II. von Sachsen-Gotha-Altenburg und wurde Hofmeister der herzöglichen Söhne.Friedrich III. (1699–1772), Wilhelm (1701–1771), Johann August (1704–1767), Christian Wilhelm (1706–1748), Ludwig Ernst (1707–1763), Moritz (1711–1777) und Johann Adolf (1721–1799) In der Folge stieg er 1725 auf zum Kreishauptmann zu Eisenberg und zum Wirklichen Geheimen Rat. 1727 wurde er Präsident des Konsistoriums zu Altenburg., digitales archiv eisenberg

1731 wurde er von Herzog Friedrich II. als Nachfolger des verstorbenen Heinrich Hildebrand von Einsiedel (1658–1731) als Kanzler berufen,German States before 1918 R-Z, auf worldstatesmen.org und dieses Amt behielt er auch unter dem 1732 seinem Vater folgenden Herzog Friedrich III., dessen Hofmeister er einst gewesen war. 1738 wurde er als Kanzler durch Siegmund Ehrenfried von Oppel (1687–1757) ersetzt und wurde stattdessen von 1738 bis zu seinem Tod 1749 Gothaischer Komitialgesandter beim Immerwährenden Reichstag in Regensburg sowie 1741/42 Gothaischer Gesandter und Generalbevollmächtigter beim Fürstentag zu Offenbach.Des Neu-Eröfneten Historien-Saals Sechster Theil. Basel, 1746, S. 726Auch: Johann Christoph Adelung: Auserlesene Staatsbriefe hoher Potentaten, grosser Herren und andrer Standespersonen. Zweiter Theil. Gotha, 1764, S. 3–4

Ehe und Nachkommen mini|hochkant|Grabmal Anna Friederike von Geismar geb. von Wangenheim in Regensburg Geismar war verheiratet mit Anna Friederike geb. von Wangenheim (* 1668; † 1. Sept. 1740 in Regensburg). Das Ehepaar bewohnte ein Haus am Haidplatz an der heutigen Ludwigstraße Für seine Ehefrau existiert ein gut erhaltenes Grabdenkmal mit Schmuckgitter und noch lesbarer lateinischer Inschrift auf dem östlichen Abschnitt des Gesandtenfriedhofs bei der Dreieinigkeitskirche. Laut Inschrift wurde das Denkmal erbaut von Joa. Hin. Paeper aus Frankfurt. In der Inschrift wird die Ehefrau beschrieben als Dame eines alten Geschlechts mit dem Glanz alter Tugenden überaus geziert.Albrecht Klose und Klaus-Peter Rueß, Die Grabinschriften auf dem Gesandtenfriedhof in Regensburg. Regensburger Studien Bd. 22, Stadtarchiv Regensburg 2015, S. 104f, ISBN 978-3-943222-13-5. Der Ehe entstammte mindestens eine Tochter: Johanna Augusta († 24. Februar 1737 in Altenburg), digitales archiv eisenberg

Das Begräbnis der Ehefrau ist im Begräbnisverzeichnis eingetragen., (Klaus-Peter Ruess, Begräbnisverzeichnis für den Friedhof der protestantischen Gesandten am Immerwährenden Reichstag (Gesandtenfriedhof) für den Zeitraum 1641 bis 1787, PDF, 608 kB), abgerufen am 23. Okt. 2020

Fußnoten

Einzelnachweise

Kategorie:Person (Gotha) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1682 Kategorie:Gestorben 1749 Kategorie:Mann