KrassowaKrasowa Basisdaten Staat: Polen Woiwodschaft: Opole Powiat: Strzelce Opolskie Gmina (Gemeinde): Leschnitz Koordinaten: Fläche: 2,16 km² Höhe: Zeitzone: UTC+1 Einwohner:185 (2020)Raport o stant gmnie Leśnica S. 6 (polnisch) Bevölkerungsdichte:95 Einwohner/km² Telefonvorwahl: (+48) 77 Postleitzahl: 47-150 Kfz-Kennzeichen: OST SIMC: 0497992270px
Krassowa [kraˈsɔva] (, 1936–1945 Klein Walden) ist ein Ort in der zweisprachigen Stadt- und Landgemeinde Leschnitz (Leśnica) im Powiat Strzelecki der Woiwodschaft Opole in Polen.
Geographie Das Straßendorf Krassowa liegt vier Kilometer südwestlich von Leschnitz, 18 Kilometer südwestlich von Strzelce Opolskie (Groß Strehlitz) und 43 Kilometer südöstlich von Opole (Oppeln) in der Schlesischen Tiefebene (Schlesische Tiefebene) innerhalb der Kotlina Raciborska (Ratiborer Becken) hin zur Chełm (Chelm). Das Dorf ist umgeben von zahlreichen Teichen und Waldgebieten.
Durch das Dorf fließt der Bach Padól, der in der Nähe von St. Annaberg bei Poremba entspringt und bei der Schleuse Janszkowice in die Oder fließt.
Nachbarorte Das Dorf ist umgeben von folgenden Dörfern und Städten:
Klima Krassowa hat ein gemäßigtes Klima. Die jährlichen Niederschlagsmengen von rund 580 mm schwanken in den Monatswerten zwischen 27 mm im Februar und 81 mm im Juli. Die durchschnittlichen Temperaturen haben eine Bandbreite von −4 Grad im Januar und 25 Grad im August bei einem Jahresmittelwert von 13,6 Grad.
Luftqualität Die Luftqualität in Bezug auf die Feinstaubbelastung (PM10 [µg / m 3]) im Umkreis von Krassowahttp://powietrze.gios.gov.pl/pjp/current/station_details/archive/600 hat laut polnischen Luftqualitätsindexhttp://powietrze.gios.gov.pl/pjp/current in den letzten 5 Jahren eine gute Qualität.
+ Mittelwert Feinstaubbelastung 2016–2020 PM10 [µg/m³] Monat Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember GesamtPM10 [µg/m³] 60,4 52,8 41,1 34,3 25,7 19,7 19,8 23,2 27,7 35,5 42,7 40,5 35,3
Luftqualitätsindex PM10 [µg / m 3 ] Sehr gut 0 Gut => 20,1 Mäßig => 50,1 Ausreichend => 80,1 Schlecht => 110,1 Sehr schlecht => 150,1 900px|Luftqualität Krassowa 2016–2020http://powietrze.gios.gov.pl/pjp/current/station_details/archive/600
Geschichte mini|Kapelle Krassowa (2021) mini|Ortspartie Das Dorf Krassowa wurde im Jahre 1679 als Kraszowa durch die leschnitzer Pfarrei erwähnt. Da Krassowa 1679 zur Pfarrei Leschnitz gehörte, war wie damals üblich, der Pfarrer von Leschnitz Besitzer des Dorfes.
Im Jahr 1720 zählte man 82 Einwohner. Nach dem Ersten Schlesischen Krieg fiel Krassowa 1742 mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen. Die Statistik von 1783 nennt 6 Bauern, 9 Landbauern, 1 Heimarbeiter, eine Wassermühle und insgesamt 75 Einwohner.
Nach der Neuorganisation der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Krassowa ab 1816 zum Landkreis Groß Strehlitz im Regierungsbezirk Oppeln. 1817 wohnten in Krasowa 93 Personen. 1845 bestanden in Ort eine Wassermühle und 26 Häuser. Im gleichen Jahr zählte Krassowa 204 Einwohner, allesamt katholisch.Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 318. 1865 hatte der Ort 10 Bauern-, 4 Gärtner-, 16 Häuslerstellen und 5 Einlieger sowie einen Kretscham und eine Mühle. Eingepfarrt waren die Bewohner nach Leschnitz.Vgl. Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Breslau 1865 1874 wurde der Amtsbezirk Freivogtei Leschnitz gegründet, welcher die Landgemeinden Krassowa, Kzienzowiesch und Leschnitz, Freivogtei und den Gutsbezirken Krassowa Vorwerk und Leschnitz, Freivogtei umfasste.Territorial Amtsbezirk Freivogtei Leschnitz
Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921, die in der Gegend von bürgerkriegsähnlichen Zuständen begleitet wurde, stimmten in Krassowa 84 Personen für einen Verbleib bei Deutschland und 70 für Polen. Krassowa verblieb wie der gesamte Stimmkreis Groß-Strehlitz beim Deutschen Reich.Vgl. Ergebnisse der Volksabstimmung; abger. am 17. Oktober 2009 Ab 1933 führten die neuen nationalsozialistischen Machthabern groß angelegte Umbenennungen von Ortsnamen slawischen Ursprungs durch. Dadurch wurde am 3. Juli 1936 der Ortsname Krassowa in Klein Walden geändert. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Groß Strehlitz.
1945 kam der bisher deutsche Ort unter polnische Verwaltung und wurde in Krasowa umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 kam der Ort zur Woiwodschaft Oppeln und 1999 zum Powiat Krapkowicki. 2006 führte die Gmina Leśnica, der Krassowa angehört, Deutsch als Hilfssprache und im Jahr 2008 zweisprachige Ortsbezeichnungen ein.
Heute gehört Krasowa zur nahegelegenen Territorialpfarrei in Januszkowice (Januschkowitz).
Etymologie des Stadtnamens Der Name der des Dorfes Krassowa leitet sich ab vom polnischen Adjektiv „krasny“, was „schön“ bedeutet.http://lesnica.pl/5394/stadtgebiet-und-orte.html
Demografie Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1720 82 1783 75 1817 93 1845 204 1861 217 1910 265 1933 278 1939 293 1996 215 1998 220 2002 219 2009 199 2011 206
Einwohnerentwicklung nach Geschlecht https://www.polskawliczbach.pl/wies_Krasowa
Sprachen In Krassowa wird neben Polnisch und Schlesisch aufgrund seiner Geschichte von manchen Einwohnern auch Deutsch gesprochen.
Wappen mini|Altes Siegel der Gemeinde Altes Siegel und Stempel des Ortes zeigen drei Karpfen im Dreieck angeordnet. Das Wappen könnte auf eine örtliche Teichwirtschaft hinweisen.
Sehenswürdigkeiten Steinerne Glockenkapelle aus dem 19. Jahrhundert Steinerne Wegekapelle mit Nepomukstatue
Verkehr Straßenverkehr Durch das Dorf geht die Straße „Wiejska“, was mit „Dorfstraße“ übersetzt werden kann.
Die Auffahrt Krapkowice an der Autostrada A4 (polnisch für „Autobahn A4“) ist etwa 18 km entfernt. Mit 670 km ist sie die längste Autobahn Polens. Sie verläuft von der deutsch-polnischen bis zur polnisch-ukrainischen Grenze.
Busverkehr Krassowa besitzt zwei Haltestellen Krasowa I – Haltestellennummern 603 und 604 Krasowa II – Haltestellennummern 821 und 822 die das Dorf mit Kędzierzyn-Koźle und Leśnica verbinden.http://lesnica.pl/6862/rozklad-jazdy-autobusow.html
Bahnverkehr Der Bahnhof Kędzierzyn-Koźle ist etwa 7,5 km entfernt und ist ein Eisenbahnknoten mit der Ost-West-Verbindung von Gliwice nach Nysa, der Nordverbindung nach Opole und der Südverbindung nach Racibórz.
Flugverkehr Der internationale Flughafen Katowice ist etwa 85 km entfernt.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Gemeinde Leschnitz Kategorie:Ort in Schlesien Kategorie:Ort der Woiwodschaft Opole Kategorie:Ersterwähnung 1679