Der Caddy (14D) ist ein Nutzfahrzeug von Volkswagen Nutzfahrzeuge. Er wurde von 1979 bis 2007 gebaut. Nachfolger sind die Modelle VW Caddy (9KV) und VW Caddy (9U).

Geschichte mini|VW Caddy Typ 14D der Deutschen Bundespost im Museumsdepot des Museums für Kommunikation in Heusenstamm mini|VW Caddy I als Wohnmobil mini|US-Version des VW Caddy Der erste Caddy wurde ursprünglich für den nordamerikanischen Markt als Rabbit Pick-up konzipiert. Der zweisitzige Pritschenwagen war abgeleitet vom VW Rabbit, der im Westmoreland County (Pennsylvania) gebauten US-Variante des VW Golf I. 1978 vorgestellt, wurde er von 1979 bis 1993 gebaut.

In Europa tauchte der Name Caddy 1983 zum ersten Mal auf, als er bei TAS in Sarajevo fast baugleich mit dem amerikanischen Vorbild gefertigt wurde. Er basierte somit wie der Golf I auf der Plattform PQ31/A1, wurde jedoch hinten mit einer Starrachse an Längs-Blattfedern ausgestattet. Dies ermöglichte eine ebene Ladefläche ohne störende Federdome und eine höhere zulässige Achslast. Für das Fahrerhaus wurden die kürzeren Türen des viertürigen Golf verwendet. Damit endete die Kabine dort, wo sich beim Golf Viertürer die B-Säule befindet, was das Fahrerhaus für größere Fahrer etwas eng erscheinen ließ. Um dieses Manko etwas auszugleichen, war gegen Aufpreis eine nach hinten gewölbte Kunststoff-Heckscheibe erhältlich, die eine flachere Neigung der Rückenlehnen ermöglichte.

Markante Unterschiede im Erscheinungsbild waren die Scheinwerfer: Waren sie beim amerikanischen Modell eckig, so präsentierte sich das europäische Modell mit den typischen runden Scheinwerfern des Golf I. Der Bosnienkrieg beendete diese Produktion 1992. Bis zum Modelljahr 2006/2007 wurde der Caddy I mit modifizierter Front, Einspritzmotoren und Rechtslenkung noch von Volkswagen of South Africa gefertigt.

Technische Daten 1.5 1.6 1.8 1.6 D Motorbauform R4 Otto R4 Diesel Hubraum (cm³) 1457 1595 1781 1588 Bohrung × Hub (mm) 79,5 × 73,4 81 × 77,4 81 × 86,4 76,5 × 86,4 Leistung in kW (PS) bei min−1 51 (70) bei 5600 55 (75) bei 5500 70 (95) bei 5200 40 (54) bei 4800 Drehmoment (Nm) bei min−1 107,9 bei 2500 122,6 bei 2500 139,3 bei 3000 98,1 bei 2300 Ventiltrieb obenliegende Nockenwelle, Antrieb über Zahnriemen, Zweiventiltechnik Gemischaufbereitung Fallstromvergaser FallstromvergaserK-Jetronic Verteiler-Einspritzpumpe Getriebe 4-Gang-Schaltgetriebe / Automatikgetriebe Antrieb Frontantrieb Bereifung 165 SR 13 auf 5 J x 13 Bremsanlage Scheiben vorne, Trommeln hinten Spurweite v/h (mm) 1390/1375 Radstand (mm) 2625 L × B × H (mm) 4370 × 1640 × 1430 L × B × H (mm) mit Hardtop 4370 × 1640 × 1905 Leergewicht (kg) 1000–1080 Nutzlast (kg) 545–625 Beschleunigung 0–100 km/h (s) 16–23,9 Höchstgeschwindigkeit (km/h) 131–155 Ladefläche (m²) 2,4Jonas Kiefer: VW Typenatlas. Delius Klasing, Bielefeld 2001, ISBN 3-7688-1271-5, S. 101.

Produktionszahlen Caddy Gesamtproduktion 94.659 Fahrzeuge von 1982 bis 1992

Jahr 1982 1983 1984 1985 1986 1987 1988 1989 1990 1991 1992 Summe Benzin 1.040 3.801 3.767 3.781 3.850 3.482 4.452 Diesel 1.896 6.856 5.949 8.081 9.499 6.176 6.452 Summe 2.936 10.657 9.716 11.862 13.349 9.658 10.904 9.179 8.357 6.396 1.645 94.659

Umbauten Der Caddy ist ein beliebtes Umbauobjekt, da bis zur B-Säule die meisten Teile des Golf I verwendbar und gebrauchte Teile aus verschrotteten Golfs günstig zu bekommen waren. Tieferlegungen, Verbreiterungen und Motorumbauten bis hin zum GTI-Motor waren daher keine Seltenheit.

Weblinks

Offizieller Volkswagen-Steckbrief zum Caddy I

Einzelnachweise

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