mini|Narges Rashidi Narges Rashidi (* 21. März 1980 in Khorramabad, Iran) ist eine iranischstämmige Schauspielerin.
Leben Narges Rashidi wurde im Iran geboren, ihr Vater war Oberst in der Armee, sie hat drei ältere Brüder. 1987 flüchtete die Familie über die Türkei nach DeutschlandKeine Lust auf „Migrationshintergrund“ in Die Welt vom 23. März 2015.
Sie wuchs in Bad Hersfeld auf und besuchte dort das Gymnasium der Modellschule Obersberg. Nach dem Abitur zog sie nach Berlin und begann 2001 ihre dreijährige Schauspielausbildung an der Etage – Schule für Darstellende Künste, abgerufen am 16. Februar 2022. Bereits während dieser Zeit drehte sie einige Independent-Filme, unter anderem A2Z von Daryush Shokof, für den sie 2007 den Preis als Beste Nachwuchsschauspielerin beim gewann. Auch spielte sie die Rolle der Isabel in der Horrorkomödie von Andreas Schaap. Ihren Durchbruch erreichte sie mit dem Hollywood-Blockbuster u. a. mit Charlize Theron und Jonny Lee Miller. Nach ihrem Abschluss stand sie für den Regisseur Oliver Rihs in Schwarze Schafe vor der Kamera, der sie später auch für die weibliche Hauptrolle in besetzte. Beide Filme liefen erfolgreich auf den Hofer Filmtagen.
Im Jahr 2007 spielte Narges Rashidi in der Comic-Verfilmung der Wachowski-Geschwister zum zweiten Mal in einer amerikanischen Produktion mit.
In Thomas Jauchs Schimanski: Schicht im Schacht trat sie 2008 in der Rolle der Laura auf. Franziska Meyer Price besetzte sie in dem Sat.1-Weihnachtsmärchen als Aysun u. a. neben Fahri Yardım und Max von Thun. Es folgten Rollen wie im Kinofilm von Jorgo Papavasilou, Mein Prinz – mein König von Ciril Braem und Nos von Soleen Yusef.
Mit dem Fernsehfilm Geisterfahrer, in dem Rashidi die Rolle der im sozial kritischen Milieu lebenden Ehefrau spielt, stand sie zum ersten Mal für den Regisseur Lars Becker vor der Kamera, seither besetzte er sie für weitere Rollen. 2012 übernahm sie die Episodenhauptrolle der Dalida in Nachtschicht – Geld regiert die Welt u. a. neben Sophie Rois, Ben Becker und Fahri Yardım. 2014 folgte der Fernsehfilm Zum Sterben zu Früh u. a. mit Fritz Karl und Nicholas Ofczarek.
In der Sat.1-Fernsehserie Auf Herz und Nieren übernahm Narges Rashidi 2012 eine Hauptrolle an der Seite von Stefanie Stappenbeck und Max von Pufendorf. Auch besetzte sie Til Schweiger 2012 für seinen Kinofilm Kokowääh 2.
2013 drehte sie den Kinofilm Von glücklichen Schafen von Kadir Sözen. Dort übernahm Rashidi die Hauptrolle der Elmas, einer alleinerziehenden Mutter mit zwei Kindern, die den Lebensunterhalt durch Prostitution finanzieren muss. In weiteren Rollen sind u. a. Benno Fürmann, Vedat Erincin und Anna Thalbach zu sehen.
2015 spielte sie die Hauptrolle der Shide im Kinofilm von Babak Anvari. Der Film feierte auf dem 2016 seine Weltpremiere. Der Film erzählt die Geschichte einer nach Westen gerichteten, selbstbestimmten Frau, die im Iran der späten 1980er verzweifelt. Die British Academy of Film and Television Arts hat den Film als Nominierung für den besten fremdsprachigen Film bei den Oscars 2017 vorgeschlagen. Die Branchenzeitschrift Variety setzte Rashidi auf die Liste und beim in Porto Alegre gewann sie den Jury Award für die beste Schauspielerin.
Seit 2011 lebt sie überwiegend in Los Angeles, wo ihr Mann Christian Straka als Tennis-Coach arbeitet.
Filmografie Kinofilme 2005: Aeon Flux 2007: Breathful 2007: A2Z 2007: Asudem 2008: Speed Racer 2011: Mein Prinz. Mein König 2011: Dating Lanzelot 2012: Slave 2013: Kokowääh 2 2015: Von glücklichen Schafen 2016: Under the Shadow 2017: Tigermilch 2022: I Came By 2025: Havoc
Fernsehfilme und Serien 2006: Die Geschichte Mitteldeutschlands – Ehe zu dritt – Die Frauen des Grafen von Gleichen 2008: Schimanski – Schicht im Schacht 2009: Engel sucht Liebe 2012: Geisterfahrer 2012: Auf Herz und Nieren (4 Episoden) 2012: Nachtschicht – Geld regiert die Welt 2012: Ein Fall für zwei (Fernsehserie) – Mord im Callcenter 2014–2015: Löwenzahn (4 Episoden) 2015: Sibel & Max – Schief gewickelt 2015: Zum Sterben zu früh 2016–2018: Die Spezialisten – Im Namen der Opfer (22 Episoden) 2017: Reich oder tot 2017: The Girlfriend Experience (5 Episoden) 2019: Hanna (2 Episoden) 2019: Spuren des Bösen – Sehnsucht 2020–2022: Gangs of London (14 Episoden) 2021: Eisland 2021: Alles auf Rot 2021: Ferdinand von Schirach – Glauben (7 Episoden) 2023: Am Ende – Die Macht der Kränkung (Fernsehserie) 2024: Wäldern (Fernsehreihe, 2 Folgen) 2025: Prisoner 951 (Mehrteiler)
Weblinks
Narges Rashidi bei der Agentur Hoestermann
Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Iraner Kategorie:Geboren 1980 Kategorie:Frau Kategorie:Iranischer Emigrant in Deutschland