thumb|Josef Anton Rhomberg Joseph Anton Rhomberg (auch: Josef Anton, geboren am 24. September 1786 in Dornbirn; gestorben am 3. Dezember 1853Das Sterbejahr wird in verschiedenen Quellen mit "1853" oder mit "1855" angegeben. Der Grabstein weist als Sterbejahr "1953" auf. Im "Österreichischen Biographischen Lexikon 1815–1950" wird "1855" als Sterbejahr angegeben. in München) war ein österreichisch-deutscher Maler, Zeichner und Grafiker.

Leben und Wirken Joseph Anton Rhomberg entstammte einer Dornbirner Unternehmerfamilie (Textilbranche) mit dem Hausnamen „Färbers“. Seine Eltern waren der Porträtmaler Johannes Rhomberg (1733–1795) und Katharina, geb. Rhomberg. Joseph Anton war der jüngste Sohn von insgesamt zehn Kindern. Das Geburtshaus steht in Dornbirn in der Eisengasse 11.

Rhomberg studierte als erst Sechzehnjähriger seit 1802 im Fach „Historienmalerei“ an der Akademie der Bildenden Künste Wien,Hildetraut Mathis: Die Malerfamilien Rhomberg und Rick. In: Dornbirner Schriften, Beiträge zur Stadtkunde, Nr. V, Dornbirn 1988, S. 72–74. (Digitalisat auf stadtarchiv.dornbirn.at, abgerufen am 19. Mai 2026) 1809–1816 bei Robert Langer, Joseph Hauber, Andreas Seidl und Moritz Kellerhoven sowie in München an der Königlichen Kunstakademie. 1817 bis 1822 lebte er in Wien. Nach seiner Heirat mit Franziska Tiesch siedelte er sich 1823 wieder in München an und wurde dort 1827 an der Polytechnischen Schule Professor für Zeichenkunst.

Joseph Anton Rhomberg starb 1853Das Sterbejahr wird in verschiedenen Quellen mit "1853" oder mit "1855" angegeben. Der Grabstein weist als Sterbejahr "1953" auf. Im "Österreichischen Biographischen Lexikon 1815–1950" wird "1855" als Sterbejahr angegeben. im Alter von 67 Jahren in München.

Grabstätte mini|Grab von Joseph Rhomberg auf dem Alten Südlichen Friedhof in München

Die Grabstätte von Joseph Anton Rhomberg befindet sich auf dem Alten Südlichen Friedhof in München (Gräberfeld 12 – Reihe 1 – Platz 1) .

In dem Grab liegt auch Joseph Rhombergs Sohn Hanno Rhomberg.

Nachkommen Joseph Anton Rhomberg ist der Vater des Malers Hanno Rhomberg. Weiter Kinder sind die Söhne Edmund Rhomberg und Ernst Rhomberg.

mini|Jäger und Sennerin in den Bergen, 1834 Werke Bilder Rhombergs wesentliche Themengebiete waren historische Darstellungen, Genreszenen und Bildnisse. Er schuf etwa 140 Porträts und 75 Historienbilder, insgesamt soll er etwa 500 Werke in verschiedene Genren geschaffen haben. Auswahl: „Anbetung der Hirten“ in der Münchner Frauenkirche. Bayerisches Militär im Lager 1814, 1814 Vier ländliche Szenen, 1818 Landsleute halten Mittag-Mahl auf dem Felde, 1818 Eine mittelalterliche Sage, 1823 Damenporträt, 1825 Porträt einer Dame mit Straussenfedern, 1825 Rosenkranzmadonna mit Hl. Katharina v. Siena und Dominikus, 1826 (Stadtpfarrkirche Dornbirn) Altarbilder schuf Rhomberg er u. a. auch für die Pfarrkirche Rosenheim. Betendes Mädchen am Wegkreuz, 1827 Heilige Dorothea und Heilige Agnes, 1827 Brustporträt einer vornehmen Dame mit aufgestecktem Haar, 1831 Bildnis des Münchener Schneidermeisters Ludwig Gampenrieder, 1832 Bildnis des Bürgers Ludwig Gampenrieder, 1832 Maria mit dem Christuskind beim Beten, 1833 Harfenspielerin, 1842 Hl. Maria mit Kind mit Hl. Aloysius und Ignatius von Loyola, 1851 (Stadtpfarrkirche, Dornbirn)Bereits der Vater von Joseph Anton Rhomberg hat die vorherige Stadtpfarrkirche in Dornbirn ausgestaltet. Brustporträt einer Frau mit Goldhaube Porträts eines Ehepaares in Münchner Festtagstracht Brustporträt Franziska Rhombergs, der Ehegattin des Malers Beweinung des toten Abel Gämsenjäger und Sennerin

Bildergalerie Auswahl von Bildern Josef Anton Rhombergs:

Lehrbuch Vollständiger Unterricht in der Figurenzeichnung, zum Gebrauche für Schulen und zur Selbstunterweisung. Aus berühmten Kunstwerken großer Maler und Bildhauer, wie auch aus eigenen Compositionen zusammengestellt, in 36 Blättern Umrisse enthaltend, nebst beigefügter Muskel- und Knochenlehre. München (ohne Jahr)

Bekannte Schüler (Auswahl) Franz Xaver Bobleter (1800–1869) Gebhard Flatz (1800–1881). Theodor Horschelt (1829–1871) Friedrich Salzer (1827–1876) Alexander Strähuber (1814–1882)

Literatur J. Bär: Joseph Anton Rhomberg, Maler und Lithograph. In: XXVIII. Jahres-Bericht des Vorarlberger Museums-Vereins über das Jahr 1889 (1890), S. 42 ff. (Digitalisat auf anno.onb.ac.at, abgerufen am 19. Mai 2026) Claudia Helbok: Die Malerfamilie Rhomberg. Verlag Franz M. Rhomberg, Dornbirn 1952. Claudia Helbok: Bedeutende Vorarlberger. 30 Lebensbilder aus einer Sendereihe (= Dornbirner Studiohefte. 2). ORF-Landesstudio Vorarlberg, Dornbirn 1967, S. 31 f. Heinrich Fuchs: Die österreichischen Maler des neunzehnten und 20. Jahrhunderts, 1973. Rudolf Hämmerle: Geschichte der Familie Rhomberg. Familien-Archiv Rhomberg, Dornbirn 1974, S. 110 ff. Hildetraut Mathis: Die Malerfamilien Rhomberg und Rick. In: Dornbirner Schriften, Beiträge zur Stadtkunde, Nr. V, Dornbirn 1988, S. 72–74. (Digitalisat auf stadtarchiv.dornbirn.at, abgerufen am 19. Mai 2026) Adolph Schaden: Artistisches München (...). München 1836, S. 126 ff. (Google Books) Georg Kaspar Nagler: Neues allgemeines Künstler-Lexicon oder Nachrichten von dem Leben und den Werken der Maler, Bildhauer, Baumeister, Kupferstecher, Formschneider, Lithographen, Zeichner, Medailleure, Elfenbeinarbeiter, etc. Verlag Fleischmann, München 1843, Bd. 13, S. 92 f. (online Google Books). Johann Michael Söltl: Die bildende Kunst in München, München 1842. S. 251.

Weblinks

NDB - Josef Anton Rhomberg Rhomberg Josef Anton, auf lexikon.dornbirn.at

Einzelnachweise

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