mini|Habsburger Wappen am Historischen Kaufhaus in Freiburg im Breisgau Diese Liste der Territorien in Vorderösterreich enthält Territorien, die zwischen dem 13. Jahrhundert und 1805 zu Vorderösterreich, einem Sammelnamen für die früheren Besitzungen der Habsburger westlich von Tirol, gehört haben. Zum ursprünglichen Hausgut der Grafen von Habsburg im Elsass, im Sundgau und im Aargau erwarben sie 1368 Freiburg und die Landgrafschaft Breisgau, 1381 die Landvogtei in Schwaben und die Gebiete der Grafen von Hohenberg, 1403 von der Nebenlinie Habsburg-Laufenburg die Vogteien Laufenburg und Säckingen, 1504/05 die Landvogtei Hagenau im Elsass und die später oft weiter verpfändete Ortenau. Seit 1536 umfasste Vorderösterreich die Landgrafschaft Oberelsass mit Sitz in Ensisheim und die Reichslandvogtei im Elsass mit der Schutzvogtei über 40 Reichsdörfer und die Reichsstädte der Dekapolis, weiterhin im Breisgau die Grafschaft Hauenstein und die Herrschaft Laufenburg sowie die Herrschaften Kastelberg und Schwarzenberg, Kirnberg, Rheinfelden und Triberg.

Schwäbisch Österreich war der Sammelbegriff für die Markgrafschaft Burgau, die Reichsgrafschaft Hohenberg, die Landgrafschaft Nellenburg und die Landvogtei in Schwaben. Zu Vorderösterreich wurden seit 1548 auch die Stadt Konstanz, die Grafschaft Feldkirch und weitere Güter „vor dem Arl gelegen“, dem heutigen Vorarlberg, gezählt. Im Westfälischen Frieden 1648 verlor Österreich den Sundgau und die Landvogtei Elsass; die Regierung zog von Ensisheim nach Freiburg im Breisgau um. In der letzten Epoche des Alten Reiches wurde aus der lothringischen Heirat Maria Theresias mit Franz Stephan die Reichsgrafschaft Falkenstein (1731) in der Pfalz zu Vorderösterreich geschlagen und schließlich gelang dem Erzhaus Habsburg noch der Erwerb der Herrschaft Hohenems (1765), der Landvogtei Ortenau (1771) und der Reichsgrafschaft Montfort (1780).

A Aach, Stadt in Nellenburg Achern, Gericht in der Ortenau Achstetten, Standesherrschaft im Schwäbischen Kreis der Reichsritterschaft unter schwäbisch-österreichischer Landeshoheit Adelhausen zu Freiburg, Kloster im Breisgau Ahldorf, Standesherrschaft im Schwäbischen Kreis der Reichsritterschaft unter schwäbisch-österreichischer Landeshoheit Alberschwende, Gericht in der Grafschaft Bregenz in Vorarlberg Allmayer, Physikus Dr. und wegen des Hofs → Neuhaus bei Radolfzell Stand in Nellenburg Allmendingen, Herrschaft in Schwäbisch Österreich Alsace → Elsass Alspach, Kloster in der Landgrafschaft Oberelsass Altdorf, Flecken in der Oberen Landvogtei Schwaben und Malstatt (Gerichtsort) des Freien Landgerichts in Oberschwaben Altdorf, Oberamt für die Landvogtei Schwaben Altenburg, Gericht in der Grafschaft Bregenz in Vorarlberg Altensumerau → Vogt von Altensumerau und Prasberg Altheim, Herrschaft in Schwäbisch Österreich Altkirch, Stadt und Herrschaft im Sundgau Altnau, Vogtei der Stadt Konstanz unter eidgenössischer Landeshoheit Altshausen, Komtur der Kommende des Deutschen Ritterordens und wegen der Burgvogtei → Illerrieden Stand in Burgau, wegen des Ortes → Boms Stand in der Landvogtei Schwaben sowie wegen des Ortes → Ellhofen Stand in Vorarlberg Altstetten, Breisgauische Ritterschaft Ambringen, Breisgauische Ritterschaft Amtzell, Ort im Schwäbischen Kreis der Reichsritterschaft unter schwäbisch-österreichischer Landeshoheit Andlau, Standesherr im Sundgau Andlaw, Breisgauische Ritterschaft Angeot, Vogtei im Sundgau Appenweier, Gericht in der Ortenau Argen, Herrschaft in der Grafschaft Montfort Aspach, Meierei im Sundgau Assise, Große Meierei im Sundgau Attems, Graf und wegen der Herrschaft → Hirrlingen Stand in Hohenberg Au, Standesherrschaft im Breisgau Auersperg, Fürst und wegen der gefürsteten Reichsgrafschaft → Tengen Stand in Schwäbisch Österreich Augsburg, Domkapitel und wegen des Ortes → Oeffingen Stand in Burgau Augsburg, Hochstift und wegen des Ortes → Zusmarshausen Stand in Burgau Augsburg, Jakobsspital der Reichsstadt wegen des Ortes → Deisenhausen Stand in Schwäbisch Österreich Autenried, Pflege in Burgau

B Baden (Freiherr), Breisgauische Ritterschaft Baden-Baden, PrinzessinDie Enkeltochter des Türkenlouis erhielt 1765 das Riegeler Schloss und einen Teil der Herrschaft Lichteneck mit Forchheim und Schelingen als Standesherrschaft Prinzessin Elisabeth von Baden-Baden, 1789 an Fürst von Schwarzenberg. und wegen der Herrschaft → Lichteneck sowie als Teilherrin von → Riegel Mitglied Breisgauische Ritterschaft Baienfurt, Amt in der Oberen Landvogtei Schwaben Baindt, Reichsabtei und Geistlicher Vasall in der Landvogtei Schwaben Balgheim, Reichsunmittelbarer NiederadelsbesitzDie Herrschaft Balgheim steuerte zum Schwäbischen Reichskreis, 1792 an Truchsess von Waldburg-Zeil-Zeil und Trauchburg. unter hohenbergischer Landeshoheit Ballersdorf, Meierei im Sundgau Balschwiller, Meierei im Sundgau Balzheim, Herrschaft im Schwäbischen Reichskreis unter burgauischer Landeshoheit Bamlach, Herrschaft im Breisgau Bas-Landser, Herrschaft im Sundgau Baustetten, Ort unter burgauischer Landeshoheit Behrenfels, Standesherr im Sundgau Belfort, Grafschaft und Propstei im Sundgau Bellingen, Standesherrschaft im Breisgau Berg, Herrschaft in der Unteren Landvogtei Schwaben Bergatreute, Amt in der Oberen Landvogtei Schwaben Bernau, Vogtei bei Leibstadt Bernstein, Kloster in Hohenberg Beroldingen, Breisgauische Ritterschaft Bettendorf, Meierei im Sundgau Beuggen, Kommende des Deutschen Ritterordens und Prälat im Breisgau Beuren, Geistliche Herrschaft unter schwäbisch-österreichischer Landeshoheit Beyer, Breisgauische Ritterschaft Biberach, Reichsstadt und wegen des mit der Reichsabtei Heggbach gemeinsam besessenen Ortes → Baustetten Stand in Burgau Biberbach, Markt und Herrschaft in Burgau Biburg, Vogtei in Burgau Biengen, Standesherrschaft im Breisgau Bierlingen, Standesherrschaft in der Reichsritterschaft unter schwäbisch-österreichischer Landeshoheit Bierstetten, AmtBierstetten wurde 1299 österreichisch und bildete anfänglich mit Saulgau das Amt Bierstetten, das von Truchseß Karl von Waldburg 1588 an die Freiherren von Zimmern verliehen wurde und 1601 durch Erbschaft an die Königsegg kam. Das Amt war auf den Landtagen von Schwäbisch Österreich in Ehingen vertreten. 1746 wurde dieses Amt dem Kloster Schussenried überlassen und 1750 durch Allmannsweiler und Renhardsweiler vergrößert. Im Vertrag von 1788 erhielt Stift Buchau von den Königsegg-Aulendorf deren Amtsteil. unter schwäbisch-österreichischer Landeshoheit Binningen, Herrschaft in Nellenburg Binsdorf, Stadt und Justizamt in Hohenberg Birndorf, Einung im Schwarzwald Bissingen-Nippenburg, Graf und wegen der Herrschaften → Schramberg und → Dotternhausen Standesherr in Hohenberg sowie als Personalist Mitglied Breisgauische Ritterschaft Blasiwald, Vogtei im Schwarzwald Bludenz, Stadt und Grafschaft in Vorarlberg Blumenberg → Florimont Blumeneck, Breisgauische Ritterschaft Blumenfeld, Herrschaft in Schwäbisch Österreich Bodman, Reichsritter und Freiherrlicher Vasall in Schwäbisch Österreich Bodnegg, Amt in der Oberen Landvogtei Schwaben Bollingen, Amt in Burgau Bollschweil, Breisgauische Ritterschaft und Standesherrschaft im Breisgau Bollwiller, Herrschaft im Sundgau Bömelburg, Reichsritter und wegen der Herrschaft → Erolzheim Freiherrlicher Vasall in Schwäbisch Österreich Boms, Ort unter schwäbisch-österreichischer Landeshoheit Boos-Atzenberg, Amt in der Oberen Landvogtei Schwaben Boschen, Amt in der Oberen Landvogtei Schwaben Böttingen, OrtAbtei Söflingen und Kaplanei Klingenstein waren sowohl Teil Vorderösterreichs als auch in der Reichsritterschaft, Schwäbischer Ritterkreis, Kanton an der Donau für Böttingen immatrikuliert. Der Weiler Böttingen gehörte bis 1825 kirchlich zu Tomerdingen, verwaltungsmäßig aber zum Deutschordensamt Bollingen. Die Grundherrschaft teilten sich der Deutsche Orden, die Kaplanei Klingenstein und das Klarissenkloster Söflingen. in Burgau Bouxwiller, Meierei im Sundgau Brandenburg-Ansbach, Markgraf und wegen der Herrschaft → Unterknöringen Stand in Schwäbisch Österreich Bräunlingen, Stadt im Breisgau Bregenz, Oberamt für Vorarlberg Bregenz, Stadt und Grafschaft in Vorarlberg Bregenz und Hohenegg, Grafschaft in Vorarlberg Breisach, Stadt im Breisgau Breisgau, LandvogteiDie Breisgauischen Landstände setzten sich aus den drei Kurien des Prälatenstandes, des Ritterstandes und des Dritten Standes der Städte und Landschaften zusammen. Als wichtigstes Recht bewilligten die Stände neue Steuern, die Landesverteidigung bildete ihre vornehmste Aufgabe. Zur Landgrafschaft Breisgau gehörte die Landeshoheit über den Besitz der Breisgauischen Landstände in Freiburg. Ein großer Teil des Breisgaus wurde nicht direkt von der vorderösterreichischen Regierung verwaltet, sondern von den Vorstehern der Abteien und Stifter sowie insbesondere dem landsässigen Adel. Breisgauische Landstände, Dritter StandZum Dritten Stand, dem der Landschaften und Städte, zählten im 16. Jahrhundert 27 Mitglieder, davon 14 aus dem Elsass. Nach dem Westfälischen Frieden 1648 umfasste der Stand noch 13 Städte und sechs Herrschaften. Als Deputierte entsandten die Städte in der Regel einen Bürgermeister und den Stadtschreiber, die Landschaften zwei Schultheißen oder einen von ihnen mit einem „Gewaltbrief“ ausgestatteten Kameralbeamten. Breisgauische Landstände, PrälatenstandDer Prälatenstand galt als der vornehmste; in ihm waren der Großprior des Johanniterordens, der Fürstabt von St. Blasien, die Äbte und Äbtissinnen sowie die Komture der Deutschordenskommenden in Vorderösterreich vertreten. Das Direktorium des Prälatenstandes führte bis 1648 der Großprior des Johanniterordens zu Heitersheim. Schon seit 1612 unternahmen die Prioren Versuche, die österreichische Landeshoheit abzuschütteln und erschienen seit 1626, endgültig seit 1649, nicht mehr auf den vorderösterreichischen Landtagen. Das Präsidium ging auf den Abt von St. Blasien über, der zunächst als Vertreter Heitersheims, seit 1666 endgültig als Präses des Prälatenstandes fungierte. Breisgauische Landstände, RitterstandDer Ritterstand war der Zahl nach der größte unter den drei vorderösterreichischen Ständen. Der Landleutezettel von 1468 nennt 241 Namen, 172 für das Elsass, 69 für den Breisgau. Die Matrikel von 1628 verzeichnet noch 170 zum Ritterstand kontribuierende Mitglieder. Durch die Abtretung des Elsass ging der Ritterschaft ein wesentlicher Teil ihrer Standesmitglieder verloren. Mit einer großzügigen Immatrikulationspraxis hielt sie sich jedoch für Neuzugänge offen. Namentlich im 16. und frühen 17. Jahrhundert ergänzte sie sich durch Bürgerliche, denen durch Vermögen, Bildung als Juristen und Ärzte oder im landesfürstlichen Verwaltungsdienst ein Aufstieg geglückt war. Ebenso verpflichtete man sich wichtige kaiserliche Amtsträger durch eine Immatrikulation. Bretten, Meierei im Sundgau Brochenzell, Herrschaft in Schwäbisch Österreich Brunstatt, Lehensherrschaft im Sundgau Bubesheim, Gericht in Burgau Buch, Vogtei der Stadt Konstanz unter eidgenössischer Landeshoheit Buchau, Fürstäbtissin und wegen des mit Schussenried gemeinsam besessenen Amtes → Bierstetten Stand in Schwäbisch Österreich Buchheim, Standesherrschaft im Breisgau Buchholz, Standesherrschaft im Breisgau Bühl, Obervogtamt in Burgau Bühl, Herrschaft im Schwäbischen Reichskreis unter burgauischer Landeshoheit Burgau, MarkgrafschaftDie Markgrafschaft, bestehend aus zahlreichen verstreut liegenden Dörfern in der Gegend von Burgau und Günzburg, wurde 1303 habsburgisch, war jedoch sehr oft verpfändet. Burgau, Stadt, Vogtei und Gerichtsvogtei in Burgau Bürgeln, Propstei im Breisgau Burkheim, Stadt und Herrschaft im Breisgau Burnhaupt, Obere und Niedere Meierei sowie Propstei im Sundgau Büsingen, Standesherrschaft in Nellenburg Bussen, Herrschaft unter schwäbisch-österreichischer Landeshoheit