Karl Friedrich Tröltsch, auch Carl Friedrich Tröltsch (* 11. Juni 1729 in Weißenburg in Nordgau; † 27. Dezember 1804 in Erlangen), war ein deutscher Jurist und Autor.

Leben Tröltsch studierte Rechtswissenschaften und war danach als Rechtsgelehrter in Erlangen tätig. Obwohl er als Ratskonsulent bestimmt war, nahm er nie ein öffentliches Amt oder einen Titel an.

Karl Friedrich Tröltsch studierte die Geschichte Frankens und Brandenburgs, ließ seine gesammelten Kenntnisse und Bemerkungen jedoch nicht drucken. Er hat teilweise sogar seine eigenen Manuskripte, an welchen er über Jahren gearbeitet hatte, selbst vernichtet. Er hatte ein großes Allgemeinwissen und kannte sich mit den alten und den neuen Sprachen gut aus. Die meisten Werke veröffentlichte er anonym.

Tröltsch pflegte eine grundsätzlich wohlwollende Haltung gegenüber seinen Mitbürgern, hegte jedoch eine tief verwurzelte Furcht vor zwischenmenschlichen Kontakten und sozialen Verbindungen. Diese soziale Zurückhaltung führte dazu, dass er gesellschaftliche Anlässe konsequent mied, sich in der Öffentlichkeit kaum zeigte und weder Besuche empfing noch selbst welche machte. Über einen Zeitraum von mehr als dreißig Jahren lebte er auf diese Weise in Erlangen, wo er als der größte Sonderling und als eine Art Einsiedler galt. Die meiste Zeit verbrachte er als Bedürftiger, aber auch dies verbarg er gegenüber der Außenwelt bewusst.

Karl Friedrich Tröltsch verstarb 1804 im Alter von 75 Jahren.

Werke

Weblinks Karl Friedrich Tröltsch auf der Website der Bayerischen Staatsbibliothek

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