rechts|120px In der Liste der Baudenkmale in Clenze sind alle Baudenkmale der niedersächsischen Gemeinde Clenze aufgelistet. Die Quelle der Baudenkmale, der ID`s und der Beschreibungen ist der Denkmalatlas Niedersachsen.Denkmalatlas Niedersachsen Der Stand der Liste ist der 5. Dezember 2025.
Allgemein
Clenze Clenze gilt als der am frühesten urkundlich bezeugte Ort im Hannoverschen Wendland (Jahr 956). Auf dem heutigen Kirchberg dürfte eine einfache Burganlage existiert haben. Im Mittelalter profitierte der Siedlungsplatz davon, dass sich Bauern aus den wüstgefallenen Dörfern Schwendel, Prilop und Böhlenbrück an der heutigen Langen Straße niederließen. Erst ab dem ausgehenden 19. Jh. nahm der Ort einen erheblichen weiteren Aufschwung, verbunden mit Siedlungserweiterungen im Norden und im Süden. Bei einem Brand am 22. September 1827 wurde ein Teil des alten Siedlungskerns (17 Häuser) einschließlich der damaligen Kirche stark beschädigt bzw. vernichtet. Großzügige Gebäude aus der Wiederaufbauphase (oft traufständig, mit Quererschließung und zweigeschossig) unterscheiden sich stilistisch deutlich von der älteren Bausubstanz (giebelständig ausgerichtet, längserschlossen, eingeschossig). Durch zusätzliche Um-, Erweiterungs- und Neubauten ergibt sich heute ein uneinheitliches („gestörtes“) historisches Ortsbild.
Kirchberg ID 30825632 Der historische Kern um die erhöht auf dem ehemaligen Burgberg liegende Kirche St. Bartholomäus und umfasst auch die Bebauung der südlich und östlich davon liegenden Kirchstraße. Die Häuser entstammen einheitlich der Wiederaufbauphase nach dem Brand von 1827, die jüngsten Bauten wurden um 1900 errichtet.
Lange Straße ID 30825642 Die Lange Straße ist die Erweiterung des ursprünglichen Siedlungskerns um den Burgberg (Kirchberg) und die Kirchstraße und damit der zweite wichtige Bereich des Siedlungskerns. Auch die Häuser der Langen Straße fielen teilweise dem großen Stadtbrand von 1827 zum Opfer. Während die davor errichteten Häuser eingeschossig sind und giebelständig zur Straße stehen, wurde nach 1827 das zweigeschossige traufständige Fachwerkhaus üblich.
Bausen
Bausen Nr. 6 ID 30825652 Die Hofanlage umfasst eine der ehemals acht sektorförmigen Parzellen des Rundlings Bausen. Erhalten haben sich das giebelständig zum Dorfplatz stehende Wohn-/Wirtschaftsgebäude des 18. Jh. mit dem um 1900 erneuerten Wohnteil, ein Stall aus der zweiten Hälfte des 19. Jh. und eine Scheune von 1914.
Bausen Nr. 7 ID 30825662 Die Hofanlage umfasst eine der ehemals acht sektorförmigen Parzellen des Rundlings Bausen. Erhalten haben sich das giebelständig zum Dorfplatz stehende Wohn-/Wirtschaftsgebäude des 18. Jh. mit dem um 1900 erneuerten Wohnteil, ein Stall aus der zweiten Hälfte des 19. Jh. und eine Scheune von 1914.
Beseland
Beseland Nr. 3 ID 30825672 Die für die Kulturlandschaft typische Hofanlage besteht aus einem Vierständerhaus des Jahres 1877, einer Querscheune aus dem beginnenden 20. Jh. sowie einem massiven Stallgebäude von 1887 an der nördlichen und einem weiteren Stall von 1910 an der südlichen Grundstücksgrenze. Zwei alte Bäume flankieren das Dielentor des Wohn-/ Wirtschaftsgebäudes.
Bussau Rundling Bussau ID 30825683 Authentischer Rundling mit sieben Hofstellen und einem Kossater, zwei Ersatzbauten auf alter Parzelle, Kirche, Dorfplatz, Zufahrt, Hofwiesen und Großgrün im Süden, Mühlenbach und Mühle. Zugehörig auch zwei ausgelagerte Hofstellen im Osten.
Corvin
Gut Corvin ID 30825745 Das ehemalige von Knesebecksche Gut Korvin besteht aus dem Herrenhaus, das um 1860 errichtet wurde, und zwei älteren Nebengebäuden, einem ehemaligen Schafstall aus dem späten 18. Jh. und einem vermutlich als Wohngebäude genutzten Fachwerkbau, der im Kern noch dem 16. Jh. entstammt.
Mützen 7 ID 30825755 Bestehend aus den traditionellen drei Gebäuden der Hofanlagen des Wendlands: Wohn-/Wirtschaftsgebäude, Querscheune und massives Stallgebäude.
Dalitz
Dalitz 2 ID 30825694 Auf der Hofanlage haben sich mehrere für die Kulturlandschaft des Wendlands charakteristische Gebäude erhalten. Hierzu gehört das Wohn-/ Wirtschaftsgebäude von 1794, das giebelständig ausgerichtet ist, sowie eine Scheune und ein Stall des 19. Jh.
Gistenbeck Kapelle St. Andreas ID 30825715 Die kleine Kapelle St. Andreas am nordöstlichen Ortseingang aus dem 17. Jh. wird umgeben vom Dorffriedhof Gistenbeck.
Rundlingsdorf ID 49841504
Granstedt
Groß Sachau Groß Sachau 15 ID 30825725 Die Hofanlage ist die letzte, nahezu vollständig mit dem historischen Gebäudebestand erhaltene Hofanlage des großen Rundlingsdorfes. Das Haupthaus entstand im Jahr 1842 in Vierständerbauweise und steht mit seinem Wirtschaftsgiebel traditionell zum Dorfplatz ausgerichtet. Die Scheune und die drei Ställe im rückwärtigen Parzellenbereich stammen sämtlich aus dem 19. und frühen 20. Jh. und umschließen einen tw. gepflasterten Hof.
Kassau
Klein Sachau Klein Sachau 4 ID 30825735 Die Hofanlage besteht aus vier erhaltenen Gebäuden, die sich um einen gepflasterten Hof gruppieren. Die sektorförmige Parzelle des ehemaligen Rundlingsdorfes ist erhalten. Das ehemalige Wohn-/ Wirtschaftsgebäude aus der Mitte des 19. Jh. wurde 1894 im Süden durch den Anbau eines zweigeschossigen Wohnhauses ergänzt. Stall und Scheune stammen ebenfalls noch aus der Mitte des 19. Jh.
Meußließen
Prießeck
Schlannau
Schlannau 1 ID 30825765 Die Hofanlage besteht aus einem Wohn-/ Wirtschaftsgebäude von 1831 und zwei etwas jüngeren Nebengebäuden, einer Querdurchfahrtsscheune aus der Mitte des 19. Jh. und einem langgestreckten massiven Stallgebäude des ausgehenden 19. Jh.
Seelwig
Ehemalige Baudenkmale
Literatur Niedersächsisches Landesverwaltungsamt, Institut für Denkmalpflege (Hrsg.): Verzeichnis der Baudenkmale gem. § 4 (NDSchG). Landkreis Lüchow-Dannenberg. Stand: 1. Oktober 1986. In: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Baudenkmale in Niedersachsen. Band 21, Friedrich Vieweg & Sohn, Braunschweig 1986, ISBN 3-528-06206-1, S. 4–6. Falk-Reimar Sänger: Landkreis Lüchow-Dannenberg. In: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Baudenkmale in Niedersachsen. Band 21, Friedrich Vieweg & Sohn, Braunschweig 1986, ISBN 3-528-06206-1, S. 34, 50, 72–77.
Weblinks
Einzelnachweise
Clenze !