Transformers (jap. , Toransufōmā, dt. „Transformer“) ist ein amerikanisch-japanisches Medien-Franchise, welches 1984 von den Spielzeug-Unternehmen Takara (Japan) und Hasbro (USA) begründet wurde. Das Franchise umfasst seit Beginn an Action-Figuren, Comics, Bücher und Zeichentrickserien, wenig später auch Computerspiele, einen Zeichentrickfilm und seit 2007 auch Spielfilme, welche weltweit erfolgreich waren.

Die Transformers stellen dabei außerirdische, lebende Roboter dar. Sie entstammen dem Planeten Cybertron und befinden sich in einem dauerhaften Krieg untereinander. Dabei bekämpfen die Autobots die wesentlich aggressiveren Decepticons.

Überblick Die Spielzeugfiguren Bei den Transformers-Action-Figuren handelt es sich um Spielzeugroboter, die sich mit einigen Handgriffen in Fahr- oder Flugzeuge, Alltagsgegenstände oder Tiere und zurück verwandeln lassen. Der Schwierigkeitsgrad dieser Verwandlungen variiert je nach Serie und Kostenpunkt der Figur. Im alltäglichen Sprachgebrauch wird der Begriff „Transformer“ dabei häufig synonym für die Gattung „verwandelbarer Spielzeugroboter“ verwendet; tatsächlich handelt es sich dabei jedoch um einen Markennamen des US-amerikanischen Herstellers Hasbro, der als offizielle Bezeichnung neben verschiedenen Lizenznehmern ansonsten nur von der japanischen Spielzeugfirma Takara (seit 2006 TakaraTomy), einem Partnerunternehmen Hasbros, benutzt wird.

Die Roboterformen der „Transformers“ sind in der Regel menschlichen Körperproportionen nachempfunden, doch auch Tierformen sowie Mischformen mit Fahrzeugelementen können vorkommen. Die Köpfe der Roboter folgen ebenfalls häufig dem menschlichen Vorbild, wobei Helme, Augenvisiere und Gesichtsplatten jedoch keine Seltenheit sind. Auch Tierköpfe dienen häufig als Inspiration.

Die Verwandlungsformen der „Transformers“ sind häufig mal mehr, mal weniger realistisch gestaltete Autos, Lastwagen, Flugzeuge, Hubschrauber, Raumschiffe, Militärfahrzeuge oder Wasserfahrzeuge. Andere wiederkehrende Verwandlungsformen sind Alltagsgegenstände wie Radios, Mikroskope, Waffen, Mobiltelefone oder Armbanduhren. Eine dritte Kategorie häufig vorkommender Verwandlungsformen sind Tiere, die entweder „realistisch“ gestaltet sind oder aber mechanische Nachbildungen der jeweiligen Tierformen darstellen. Es gibt zudem aber auch noch Figuren, die sich in die Planeten transformieren, wie den Planetenfresser Unicron und den Planeten Cybertron, welcher sich zum „absoluten Schöpfer Primus“ transformieren kann.

mini|Transformers auf der BotCon 2006 Neben der Verwandlungsfunktion an sich verfügen viele Transformers-Spielzeuge auch über weitere Zusatzfunktionen. Beispielsweise sind viele der mit den Figuren erhältlichen Waffen mit einem Federmechanismus ausgestattet, über den mitgelieferte Plastikraketen abgefeuert werden können. Ferner verfügen einige Figuren gleich über mehrere verschiedene Verwandlungsformen, während sich wiederum andere Figuren zu größeren Robotern oder Fahrzeugen verbinden lassen. Im Laufe der Jahre kamen viele weitere Varianten und Sonderfunktionen hinzu, darunter winzige, verwandelbare Figuren, die sich zum Teil mit größeren Transformers-Robotern verbinden lassen und auf diese Weise bei letzteren manchmal weitere Funktionen auslösen können. Größere Figuren verwenden auch häufig batteriebetriebene elektronische Licht- und Soundeffekte. Die neuste Generation der Figuren ist mittlerweile sogar interaktiv geworden, mit Bewegungssensor und Mechaniken, welche diese dann tanzen lassen, wie z. B. die Ultimate Bumblebee-Figur aus den Kinofilmen.

Entwickelt wurden die Figuren ursprünglich von dem japanischen Unternehmen Takara, während Hasbro die Lizenz für den Vertrieb auf dem amerikanischen sowie dem internationalen Markt erwarb. In späteren Jahren gingen Hasbro und Takara dann dazu über, neue Figuren gemeinsam zu entwickeln, wobei die beiden Unternehmen sich die Entwicklungskosten teilen. Gelegentlich stellen die beiden Unternehmen auch jeweils speziell für den eigenen Markt gedachte Figuren ohne die Beteiligung des jeweils anderen her. Dabei handelt es sich aber meistens um Takara, da diese Firma die japanische ist und es dort mehr eingefleischte Fans gibt, die mehr für Japan-exklusiv-Figuren zahlen, teilweise auch auf 1000 Stück limitierte. Dabei handelt es sich zumeist um vollkommen glänzende und blitzende verchromte Figuren, durchsichtige Figuren oder schwarze Neuauflagen, wo aus einer Optimus-Prime-Figur zum Beispiel eine Nemesis-Prime-Figur wird.

Die Spielzeugfiguren bestehen zumeist aus Kunststoff, gelegentlich kommen jedoch auch Metallteile zum Einsatz, die im Druckgussverfahren hergestellt werden. Ferner verfügen einige Figuren mit Fahrzeugformen auch über Reifen aus Gummi. In einigen Fällen unterscheiden sich auch die Hasbro- und Takara-Versionen einer Figur, so kann beispielsweise eine Takara-Figur Metallteile verwenden, während das Hasbro-Gegenstück stattdessen Plastikteile verwendet. Ebenso kann eine Hasbro-Figur aus Sicherheitsgründen (andere Sicherheitsstandards als für den japanischen Markt) für einige Teile eine weichere, biegsamere Plastiksorte verwenden als das Takara-Gegenstück. Weitere Farbdetails und sonstige Verzierungen gab es in den Anfangsjahren der Reihe häufig in Form von Aufklebern, später gingen Hasbro und Takara dazu über, derartige Details nahezu ausschließlich über Tampondruck und Bemalungen zu erreichen. Auch die Bemalungen können sich, ebenso wie die Plastikfarben, zwischen der Hasbro- und der Takara-Version einer Figur unterscheiden.

In den ersten Jahren brachte Hasbro jedes Jahr vollends neu entwickelte Figuren mit neuen Namen und neuem Aussehen heraus. Erst nachdem sich herausgestellt hatte, welch große Bedeutung das Zielpublikum den aus der Transformers-Zeichentrickserie bekannten Charakteren beimaß, erschienen ab 1988 auch zunehmend häufiger neue Figuren, die älteren Charakteren nachempfunden waren und in der Regel auch denselben Namen wie diese trugen. Jede neue Transformers-Spielzeugreihe verfügt über eine Kerngruppe an Charakteren, die auch in der jeweiligen Fernsehserie bzw. dem zugehörigen Kinofilm im Mittelpunkt steht. Speziell seit der Jahrtausendwende handelt es sich bei dieser Kerngruppe in den meisten Fällen um neue Variationen bzw. Interpretationen bekannter Charaktere. Weitere Spielzeugfiguren werden in den jeweiligen Fernsehserien als Nebencharaktere eingesetzt bzw. haben dort zum Teil überhaupt keinen Auftritt, sondern existieren nur als Spielzeuge.

In jüngeren Jahren erschienen zudem auch immer häufiger mehrere verschiedene Spielzeugfiguren zu den jeweiligen „Kern“-Charakteren in unterschiedlichen Größen und Ausführungen. Hier sorgen insbesondere Nebencharaktere und Figuren, die nur als Spielzeuge existieren, für eine größere Heterogenität in der jeweiligen Spielzeugserie. Darüber hinaus veröffentlicht Hasbro auch häufig Farbvarianten und leichte Modifikationen bereits erschienener Figuren, die zum Teil als Sonderausführung derselben Charaktere, zum Teil aber auch als eigenständige Charaktere mit neuen Namen vermarktet werden. Dies geschieht vor allem aus Kostengründen, da die Wiederverwendung einer bereits entwickelten Figur in neuen Farben mit weniger Kosten verbunden ist als die Entwicklung einer von Grund auf neuen Figur.

Vertrieb Während des ersten Jahrzehnts der Transformers-Spielzeugreihen, in der Originalserie sowie der Generation-2-Serie, veröffentlichte Hasbro die Figuren im Rahmen von Sortimenten, die jeweils an den Verwandlungsformen der Figuren bzw. an speziellen Sonderfunktionen und anderen gemeinsamen Elementen ausgerichtet waren. Da in jenen frühen Jahren eine große Anzahl verschiedener Sonderfunktionen für die Figuren zum Einsatz kam, beschränkten sich die einzelnen Sortimente in der Regel jeweils auf maximal ein halbes Dutzend verschiedener Figuren, die dafür etwa ein Jahr lang an den Handel ausgeliefert wurden. Die Händler mussten jedes Sortiment einzeln bestellen, und die Preise der Figuren wurden für jedes Sortiment einzeln festgelegt. Dasselbe Vertriebsmodell kam auch in Europa zum Einsatz, darunter auch in Deutschland.

Beginnend mit der Beast Wars-Serie, die 1996 in den Handel kam, änderte Hasbro (bzw. zunächst das Tochterunternehmen Kenner) das Vertriebsmodell der Transformers. Künftig wurden die Figuren in eine überschaubare Anzahl feststehender Größen- bzw. Preisklassen eingeteilt, die bereits bei der Entwicklung der einzelnen Figuren berücksichtigt werden mussten. Kriterien waren hier neben einem maximal zulässigen Gesamtgewicht unter anderem die Anzahl der verbauten Einzelteile, der Schwierigkeitsgrad der Verwandlung sowie eine maximal zulässige Anzahl an Einzelbemalungen. Die jeweiligen Sortimente wiederum wurden nunmehr in „Wellen“ an die Händler ausgeliefert, die sowohl neue Figuren als auch Figuren aus vorangegangenen „Wellen“ enthalten konnten. Lediglich große Einzelfiguren erschienen zunächst noch als Sonderveröffentlichungen, doch wurden in späteren Transformers-Reihen auch hierfür eigene Preissegmente eingeführt.

Die mit Beast Wars eingeführten Preisklassen wurden in ihren Grundzügen von den Nachfolgeserien bis heute übernommen, wobei sich die Bezeichnungen der einzelnen Sortimente sowie die Preisstaffelung im Laufe der Jahre mehrfach änderte. Ebenfalls mit der Beast Wars-Reihe begann Hasbro, verstärkt auch einzelne Figuren exklusiv über ausgewählte Handelsketten wie Wal-Mart, Target oder Toys'R'Us zu vertreiben. Bei diesen Exklusivfiguren handelt es sich bis heute in den meisten Fällen um Varianten von Figuren, die in anderer Form auch im regulären Handel erhältlich sind. Im Rahmen der Spielzeugreihen zu den Kinofilmen Transformers (2007) und Transformers – Die Rache (2009) veröffentlichte Hasbro neben den „regulären“ Figuren auch noch eine große Anzahl weiterer Spielzeuge mit speziellen Eigenschaften, darunter für Kleinkinder geeignete Figuren mit einfachen Verwandlungen, Rollenspiel-Zubehör oder nicht verwandelbare Modellautos und Sammlerfiguren. Diese wurden ähnlich wie im Falle der großen Vielfalt der Originalserie wieder jeweils als eigene Sortimente vertrieben.

In Europa bzw. Deutschland wendet Hasbro im Grunde dasselbe Vertriebssystem an, allerdings wird hier darauf verzichtet, Figuren aus einer früheren „Welle“ in der nachfolgenden „Welle“ noch einmal nachzuliefern. Stattdessen enthält jede „Welle“ eine klar getrennte Auswahl an Figuren. Auch sind die Abstände zwischen der Auslieferung der einzelnen „Wellen“ oftmals deutlich größer als in den USA. Dies resultiert häufig in einer sehr geringen Heterogenität in den Regalen der Händler. Häufig kommt es daher vor, dass in Europa nur die ersten zwei oder drei „Wellen“ einer Serie erscheinen und viele weitere Figuren, die in den USA erhältlich sind, in Europa überhaupt nicht veröffentlicht werden. Von den in den USA exklusiv in ausgewählten Läden erhältlichen Figuren erscheinen nur wenige in Deutschland, die Ausnahme stellen gerade in jüngeren Jahren die exklusiv bei Toys'R'Us erhältlichen Figuren dar.

In Japan ist das Vertriebssystem wiederum anders: Dort wird seit Beginn der Transformers-Reihe im Jahr 1985 jede Figur als eigenes Sortiment verschickt. Dies ermöglicht es den Händlern, gezielt einzelne Figuren zu bestellen, allerdings ist dies nur aufgrund der grundlegend anderen Marktsituation in Japan möglich.

Die Hintergrundgeschichte