Florian Kehrmann (* 26. Juni 1977 in Neuss) ist ein deutscher Handballtrainer und ehemaliger Handballspieler. Er spielte in der Handball-Bundesliga 15 Jahre beim TBV Lemgo.
Karriere als Spieler Seit 1997 spielte Kehrmann in der A-Nationalmannschaft und nahm als Linkshänder die Position Rechtsaußen, selten rechter Rückraum ein. Sein erstes Länderspiel bestritt er am 6. April 1997 in Erlangen. Kehrmann war an allen großen Erfolgen beteiligt. 2004 wurde er Europameister und gewann Silber bei den Olympischen Spielen in Athen. Bei der Weltmeisterschaft 2007 in Deutschland holte er den Titel. Für diesen Triumph wurde er mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet. Focus online, 4. Juni 2007, abgerufen am 5. April 2014.
Zu den Vereinen, in denen er spielte, zählen HG Büttgen (1983–1994), TUSEM Essen (1994–1995), Sportring Solingen (1995–1999) und ab 1999 TBV Lemgo. In den Jahren 2003, 2005 und 2006 wurde der gelernte Bankkaufmann zum Handballer des Jahres gewählt. Bei der heimischen WM 2007 gewann er mit Deutschland den Titel. In Absprache mit Bundestrainer Heiner Brand nahm er nicht an der WM 2009 teil.Kehrmann für den Notfall bereit RP.online, 21. Januar 2009, abgerufen am 20. März 2013.
Am 25. Mai 2014 beendete Kehrmann mit einem Abschiedsspiel seine Spielerkarriere nach 460 Bundesliga-Spielen und 1846 Toren.Florian Kehrmann macht Schluss RP.online, 23. Mai 2014, abgerufen am 25. Mai 2014.
Karriere als Trainer Ab der Spielzeit 2011/12 war er bei Handball Lemgo in der Nachwuchsarbeit tätig.Handballer Kehrmann: „Rauf und runter mit dem Krückstock“ Spiegel online, 24. August 2012, abgerufen am 20. März 2013. Handballmagazin, 1. August 2012, abgerufen am 20. März 2013 Ab der Saison 2013/14 betreute er die „Lemgo Youngsters“ in der 3. Liga. vom 25. Februar 2013, abgerufen am 10. April 2018.
Am 12. Dezember 2014 wurde er als Nachfolger des freigestellten Niels Pfannenschmidt Cheftrainer des Bundesligateams des TBV.handball-world.news: TBV Lemgo bestätigt Freistellung von Pfannenschmidt - Kehrmann wird Nachfolger vom 12. Dezember 2014, abgerufen am 10. April 2018. Die von ihm als Vorletzter übernommene Mannschaft erreichte noch einen Nichtabstiegsplatz. Der bislang größte Erfolg in seiner Amtszeit ist der DHB-Pokalsieg 2020. vom 4. Juni 2021, abgerufen am 4. Juni 2021 Beim DHB-Pokal 2025/26 belegte er mit dem TBV Lemgo Lippe den dritten Platz und gewann so die Bronzemedaille.
Privates Kehrmann wuchs in Kaarst auf.
Am 7. Juli 2006 heiratete Kehrmann seine langjährige Freundin Diana Wöstenfeld in der Lemgoer St.-Nicolai-Kirche. Seine Frau ist selbst aktive Handballspielerin. Am 25. März 2007 kam ihr Sohn auf die Welt, am 1. Dezember 2008 folgte eine Tochter. Der Sohn Len Kehrmann gab 2026 sein Debüt für den TBV Lemgo in der Handball-Bundesliga.https://www.handball-world.news/artikel/das-ist-an-der-lemgoer-nachwuchsarbeit-einmalig-in-deutschland-1210041
Ehrungen 2003, 2005 und 2006 wurde Florian Kehrmann Deutschlands Handballer des Jahres. Bei der Wahl zum Welthandballer des Jahres 2006 wurde er mit nur 1,3 % Rückstand Zweiter hinter Ivano Balić. 2007 wurde er als „Sportler des Jahres“ von Nordrhein-Westfalen mit dem „Felix“ ausgezeichnet, NRW-Sportler des Jahres. 2021 folgte die Auszeichnung „Trainer des Jahres“ von Nordrhein-Westfalen.
Erfolge Als Spieler mini|hochkant|Florian Kehrmann am 13. Oktober 2007 beim Spiel gegen den Wilhelmshavener HV Weltmeister 2007 Vize-Weltmeister 2003 Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen 5. Platz bei den Olympischen Spielen 2000 Europameister 2004 Vize-Europameister 2002 4. Platz bei der Handball-Europameisterschaft der Männer 2008 in Norwegen und Wahl in das All-Star-Team als bester Rechtsaußen EHF-Pokal-Sieger 2006 und 2010 Deutscher Meister 2003 DHB-Pokalsieger 2002 Deutscher A-Jugend Meister 1994
Als Trainer DHB-Pokalsieger 2020 Dritter Platz DHB-Pokal 2025/26
Bundesligabilanz Saison Verein Spielklasse Spiele Tore 7-Meter Feldtore 1999 … 2002 TBV Lemgo Bundesliga 92 334 62 272 2002/03 TBV Lemgo Bundesliga 31 183 9 174 2003/04 TBV Lemgo Bundesliga 32 152 0 152 2004/05 TBV Lemgo Bundesliga 31 164 2 162 2005/06 TBV Lemgo Bundesliga 27 174 24 150 2006/07 TBV Lemgo Bundesliga 26 155 1 154 2007/08 TBV Lemgo Bundesliga 33 143 7 136 2008/09 TBV Lemgo Bundesliga 32 91 6 85 2009/10 TBV Lemgo Bundesliga 34 99 0 99 2010/11 TBV Lemgo Bundesliga 29 83 1 84 2011/12 TBV Lemgo Bundesliga 30 104 0 104 2012/13 TBV Lemgo Bundesliga 31 83 0 83 2013/14 TBV Lemgo Bundesliga 32 80 0 80 gesamt Bundesliga 460 1846 112 1734
Weblinks
Profil beim TBV Lemgo
Einzelnachweise
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