mini|Hans-Georg Ullrich, 2014 Hans-Georg Ullrich (* 1942 in Magdeburg) ist ein deutscher Filmemacher und Kameramann.Hans-Georg Ullrich. In: Bilder, die wir uns nehmen: Aufsätze zur dokumentarischen Filmarbeit und Dokumentation : 5. Duisburger Filmwoche '81., Filmforum der Volkshochschule, 1983, S. 247.
Leben Ullrich siedelte kurz vor dem Mauerbau 1961 nach West-Berlin über. Dort besuchte er die Fachschule für Fotografie und verbrachte eine Assistenzzeit bei der US-Fernsehgesellschaft CBS. Er schuf einen Film für den deutschen Pavillon auf der Weltausstellung in Osaka 1969, mehrere Industriefilme, darunter eine auf dem Industriefestival von Paris, 1970 preisgekrönte Produktion.
Seit 1972 arbeitet Ullrich mit Detlef Gumm zusammen. Die ersten Kinderfilme der beiden entstanden für die „Sendung mit der Maus“ (WDR). Die Sendereihe „Alltag – Bilder von unterwegs“ des WDR folgte. Die 1973 gegründete Firma Känguruh Film GmbH produziert vorwiegend Dokumentarfilme. In den Filmen von Hans-Georg Ullrich geht es um alltägliche Geschichten. Im Mittelpunkt stehen die „kleinen Leute“. Auf Augenhöhe erzählen die Dokumentarfilme von Menschen unserer Zeit. Ein Meilenstein der dokumentarischen Arbeit von Hans-Georg Ullrich und Detlef Gumm ist die Langzeitbeobachtung „Berlin – Ecke Bundesplatz“ (1986–2012). Dieses Großprojekt dokumentiert Menschen und deren Leben am Berliner Bundesplatz, 2013 wurde es ausgezeichnet mit dem Deutschen Fernsehpreis für „Besondere Leistungen“. Etwa 120 Produktionen hat der Dokumentarfilmer und Kameramann Hans-Georg Ullrich seit 1972 realisiert. Er lebt in Berlin-Wilmersdorf.
Filmografie (Auswahl) 1979: Deutschlandgeschichten 1979: Tomayer fährt weiter 1981: Breker oder nichts gelernt 1981: Vom Überstehen der Stürme 1982: Keine Panik auf Hannibal 1983: Drei Wochen Nordost 1985: Der Katalog 1986: Ein Zirkus voller Abenteuer 1986–2012: Berlin – Ecke Bundesplatz 1988: Brasilianische Protokolle 1991: Von Straßenkindern und grünen Hühnern 1992: Friede, Freude, Katzenjammer 1993/94: Das Fremde 1995/96: Fotos für die Ewigkeit 1997/98: Noch mal davongekommen 1999: So alt wie das Jahrhundert
Preise und Auszeichnungen Preis des Zweiten Europäischen Umweltfestivals Rotterdam (Keine Panik auf Hannibal) Preis der Film- und Fernsehschaffenden der DDR, Leipzig (Breker oder nichts gelernt) Preis beim Filmfest Tomar (Drei Wochen Nordost) Adolf-Grimme-Preis mit Bronze 1987 (Zirkus voller Abenteuer, zusammen mit Detlef Gumm) Deutscher Videopreis 1990 (Zirkus voller Abenteuer) Goldener Spatz beim Kinderfilmfestival, Gera (Von Straßenkindern und grünen Hühnern) Stern des Jahres AZ, München (Berlin – Ecke Bundesplatz) Bürgermedaille Berlin (Berlin – Ecke Bundesplatz) Deutscher Fernsehpreis (Berlin – Ecke Bundesplatz)
Festivalbeteiligungen Nyon, Berlin, Duisburg, Tokyo, Leipzig, Washington D.C., Tomar, Gera.
Veröffentlichungen (Auswahl) Biographie und Alltagsleben in der dokumentarischen Langzeitbeobachtung „Berlin – Ecke Bundesplatz“ (1989/1991) – Beschreibung und Analyse einer Versuchsanordnung, Magisterarbeit 1992, Claudia Dufke Berlin – Ecke Bundesplatz oder wie das Leben so spielt – Das Buch zur TV-Reihe „Berlin – Ecke Bundesplatz“, Henschel Verlag 1999, Peter-Paul Kubitz Berlin – Ecke Bundesplatz. Das Buch, Bebra Verlag 2013, Claudia Lenssen
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Einzelnachweise
Kategorie:Kameramann Kategorie:Dokumentarfilmer Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1942 Kategorie:Mann Kategorie:Grimme-Preisträger