Schoenobius gigantella ist ein Schmetterling aus der Familie der Crambiden (Crambidae).
Merkmale Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 27 bis 47 Millimeter (nach einer anderen Quelle von 25 bis 30 Millimeter bei den Männchen und 35 bis 43 Millimeter bei den Weibchen). Die Vorderflügel der Männchen sind ziemlich breit und haben einen stumpfen Apex. Sie sind grau bis ockerfarben und mit unterschiedlich stark entwickelten braunen Flecken gezeichnet, die die Querlinien andeuten. In der Zelle befinden sich zwei Flecke. All diese Flecke können auch weitgehend zusammenlaufen, sie bilden dann einen Längsstrich, der von der Basis bis zum Flügelaußenrand reicht. Die Hinterflügel sind gräulich und mit einer fast erloschenen grauen Submarginallinie und dunklen Flecken am Außenrand gezeichnet. Die Weibchen haben schlankere und schmalere Flügel, der Apex ist spitz. Die Vorderflügel sind ockerfarben und mit sehr variabel entwickelten dunkelbraunen Flecken gezeichnet. Sie können entweder fast fehlen oder auch gut entwickelt sein und im Mittelfeld und im Apikalfeld zu einem Längsstrich zusammenlaufen. Die Hinterflügel sind weiß. Die individuelle Variabilität ist sehr groß, während die geografische Variabilität gering ist. Die Form nigristriellus , 1972 besitzt gelblich ockerfarbene Vorderflügel mit einem breiten braunen Längsstrich. Diese Form ist bei den Weibchen häufig anzutreffen, während sie bei den Männchen selten ist. Bei der Form punctigerellus sind die Vorderflügel mit zahlreichen bräunlichen Flecken bedeckt. Diese Form ist ebenfalls bei den Weibchen häufiger.
Die Raupen sind gelblich weiß, haben einen braunen Kopf und einen braunen Thorakalschild.
Verbreitung Schoenobius gigantella ist in Europa weit verbreitet. Außerhalb von Europa findet man die Art auch in China, Russland, Transbaikalien, Kasachstan, Aserbaidschan, im Iran, in Turkmenistan, in der Türkei und in den Wüstenregionen Palästinas. Nachweise aus Nordafrika gibt es noch nicht.
Biologie Die Raupen fressen in jungen Schilfrohrtrieben (Phragmites australis) und an Wasser-Schwaden (Glyceria maxima). Sie verpuppen sich im Stängel unterhalb eines Ausfluglochs das mit einem Gespinst verschlossen wird. Die Falter fliegen von April bis August.
Systematik Die sehr ähnlichen Arten Schoenobius sasakii , 1982 und S. majoralis , 1896 wurden zu Unterarten von S. gigantella herabgestuft.
Aus der Literatur sind folgende Synonyme bekannt:
Tinea gigantella [], 1775 Palparia gigantea , 1811 Palparia fumea , 1811 Topeutis gigantalis , 1825 Chilo punctigerellus , 1829 Chilo punctigerellus , 1834 Chilo spurcatellus , 1863 Schoenobius gigantellus ab. punctivittellus , 1933 Schoenobius gigantellus f. nigristriellus , 1972
Belege
Weblinks
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