Reichenbach am Heuberg ist eine kleine Gemeinde im Landkreis Tuttlingen in Baden-Württemberg, Deutschland.
Geographie mini|links|Reichenbach Geographische Lage Reichenbach liegt auf dem Großen Heuberg im Südwesten der Schwäbischen Alb im Hochtal der Unteren Bära, die durch die Gemeinde fließt. Zusätzlich fließt ein kleiner Quellbach (Reichenbach oder auch Talbach genannt) durch die Gemeinde und mündet in die Bära.
Nachbargemeinden Die Gemeinde grenzt im Norden an Obernheim und im Osten an Nusplingen, beide im Zollernalbkreis; ferner grenzt sie im Südosten an Egesheim, im Südwesten an Bubsheim und im Nordwesten an Wehingen.
Gemeindegliederung Zur Gemeinde Reichenbach am Heuberg gehören das Dorf Reichenbach am Heuberg und der Weiler Holzwiesen (Martinsberg).Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2, S. 635.
Schutzgebiete
Die Landschaftsteile Aischwang und Bühl sind als Landschaftsschutzgebiet Schafweiden im Unteren Bäratal bei Reichenbach ausgewiesen. Die Bäraaue gehört zum FFH-Gebiet Großer Heuberg und Donautal, der südwestliche Teil der Gemeinde gehört zum Vogelschutzgebiet Südwestalb und Oberes Donautal. Reichenbach liegt zudem im Naturpark Obere Donau.Daten- und Kartendienst der LUBW
Geschichte mini|Ehemaliger Bahnhof (2008) Frühe Geschichte Reichenbach am Heuberg wurde im Jahre 793 erstmals urkundlich erwähnt. Während der Zeit der Stammesherzogtümer lag Reichenbach im Herzogtum Schwaben. Das Dorf gehörte zur Grafschaft Hohenberg. Mit dieser kam es 1391 an Vorderösterreich, wo es verblieb, bis es 1805 württembergisch wurde.
Geschichte seit dem 19. Jahrhundert Im Königreich Württemberg wurde die Gemeinde dem Oberamt Spaichingen zugeordnet. Im Zuge der Gebietsreform während der NS-Zeit in Württemberg gelangte das Dorf 1938 zum Landkreis Tuttlingen. Im Jahre 1945 wurde Reichenbach Teil der Französischen Besatzungszone und gelangte somit zum Nachkriegsland Württemberg-Hohenzollern, welches 1952 im Bundesland Baden-Württemberg aufging.
Reichenbach war von 1928 bis 1966 Endbahnhof der Heubergbahn.
Das ehemalige Bauerndorf ist zu einer Industrie- und Wohnsitzgemeinde geworden.
Religion Das katholisch geprägte Dorf gehört zu den sechs Kirchengemeinden der Seelsorgeeinheit Oberer Heuberg mit Pfarrsitz in Böttingen im Dekanat Tuttlingen-Spaichingen der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Die katholische Pfarrkirche St. Nikolaus am Ort wurde 1721 erbaut.
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Reichenbach am Heuberg besteht aus den acht ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt. Bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 wurde der Gemeinderat durch Mehrheitswahl gewählt. Mehrheitswahl findet statt, wenn kein oder nur ein Wahlvorschlag eingereicht wurde. Die Bewerber mit den höchsten Stimmenzahlen sind dann gewählt.
Verwaltungsverband Die Gemeinde ist Mitglied des Gemeindeverwaltungsverbandes Heuberg mit Sitz in Wehingen.
Bürgermeister 1988–2019: Josef Bär (CDU), zugleich Bürgermeister in Wehingen 1981–2016 und Egesheim 1982–2018 2019–2026: Hans Marquart (parteilos), zugleich Bürgermeister in Egesheim 2018–2026 seit 2026: Andreas Hummel (parteilos), zugleich Bürgermeister in Egesheim seit 2026
Kultur und Sehenswürdigkeiten Die Kommune ist dem Tourismusverband „Donaubergland“ angeschlossen.
Bauwerke In der katholischen Pfarrkirche St. Nikolaus (Rokokoausstattung) befindet sich eine der wenigen erhaltenen Werke des Orgelbaumeisters Hieronymus Spiegel.
Persönlichkeiten Josef Markwart (1864–1930), Orientalist und Historiker
Literatur
Kapellen auf dem Heuberg – Kleinode unserer Heimat. Josef Zisterer, Verlag Regionalkultur, 2025. ISBN 978-3-95505-489-2.
Weblinks
Offizielle Website der Gemeinde Reichenbach am Heuberg
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Tuttlingen
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