Martinsberg ist eine Marktgemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk Zwettl in Niederösterreich.

Geografie Martinsberg liegt im südwestlichen Teil des Waldviertel am Ostende des Weinsberger Waldes. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 34 Quadratkilometer. Mehr als die Hälfte der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, 43 Prozent sind bewaldet.

Gemeindegliederung Das Gemeindegebiet umfasst folgende 17 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand ):

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Edlesberg, Kleingerungs, Kleinpertholz, Loitzenreith, Martinsberg, Mitterndorf, Oed, Reitzendorf, Thumling, Walpersdorf, Weixelberg und Wiehalm.

Zum Ort/zur Katastralgemeinde selbst werden die Rotte Holzwiese sowie die Einzellage/Säge Wiesmühle gezählt.

Nachbargemeinden

Geschichte Die Gemeinde wurde 1135 zum ersten Mal schriftlich im Zuge der Schenkung des Gebiets von Gräfin Adelheid von Wildberg an das Stift Kremsmünster als Prumste erwähnt, die dem Heiligen Martin geweihte Kirche wurde 1140 durch den Passauer Bischof Reginbert geweiht und zur Pfarrkirche erhoben. Der Ort erhielt 1299 das Marktrecht und hatte zur gleichen Zeit auch einen Schulmeister namens Magister Leo. 1503 wurde der Markt und die umliegenden Dörfer an die Herrschaft Pöggstall verkauft, während der Reformationszeit war der Ort stark protestantisch geprägt und wurde erst 1784 wieder eine eigene Pfarre. 1906 wird der Ort an das Eisenbahnnetz angeschlossen, der Eisenbahnverkehr aber 1986 wieder eingestellt.Franz Eppel: Das Waldviertel. Seine Kunstwerke, historischen Lebens- und Siedlungsformen. Wien 1963, ISBN 3-900173-01-X.

Im Zuge der NÖ. Kommunalstrukturverbesserung wurden am 1. Jänner 1967 die Gemeinden Oed und Weixelberg eingegliedertLGBL. NÖ. Nr. 532/1966, S. 332.. Die Gemeinde Ulrichschlag wurde am 1. Jänner 1970 eingemeindetLGBL. NÖ. Nr. 047/1970, S. 84., wechselte später jedoch zur Gemeinde Gutenbrunn., abgerufen am 3. Mai 2024.

Einwohnerentwicklung 2026 lebten hier nur noch 1039 Einwohner.

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Pfarrkirche Martinsberg mini|hochkant|Ortskapelle Kleingerungs

Katholische Pfarrkirche Martinsberg hl. Martin Pranger Martinsberg Ortskapelle Kleingerungs hl. Anna Meteorstation Martinsberg des Österreichischen Astrovereins bei Oed Sternwarte Orion Edlesbergersee: Westlich von Martinsberg im Gemeindeteil Edlesberg befindet sich der Edlesbergersee (seltener auch Edlesbergerteich genannt). Dieser stellt ein Naherholungsgebiet und Fischreservat dar. Zusammen mit dem Hanslteich, dem Kampleitenteich und Reitzendorferteich wurde der 13,67 Hektar große Teich unter Anton Freiherr von Seldern Mitte des 18. Jahrhunderts angelegt, um als Wasserspeicher für die Holzschwemme im Weitenbach zu fungieren.

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaftssektoren Von den landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden sechzig im Haupt- und vierzig im Nebenerwerb geführt. Im Produktionssektor waren fast drei Viertel der Beschäftigten im Baugewerbe tätig. Die größten Arbeitgeber im Dienstleistungssektor waren der Handel mit 56 Erwerbstätigen und die sozialen und öffentlichen Dienste mit 41 Erwerbstätigen (Stand 2011). WirtschaftssektorAnzahl BetriebeErwerbstätige2011200120112001Land- und Forstwirtschaft 1)106132114115Produktion1612144166Dienstleistung3933128124 1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Verkehr mini|Bhf. Martinsberg-Gutenbrunn mit Dieseltriebwagen ÖBB 5042.14 Bahn: Der Ort bildete den Endpunkt der Lokalbahn Schwarzenau–Zwettl–Martinsberg, welche bis 1986 auch den Personenverkehr bediente. Danach wurde sie nur mehr für Gütertransporte (insbes. Holz, Abfallentsorgung sowie Heizöl) genutzt, 2014 wurden die Gleise endgültig abgetragen. Industriebahn: Zwischen 1922 und 1933 existierte die Industriebahn Gutenbrunn–Martinsberg, diese führte vom Bahnhof Martinsberg zur Säge in Gutenbrunn. Straße: Durch den Osten des Gemeindegebietes verläuft die Zwettler Straße B36, die von Ybbs nach Dobersberg führt.

Öffentliche Einrichtungen In der Gemeinde gibt es einen Kindergarten, eine Volksschule, eine Mittelschule und eine Musikschule.

Politik

Gemeinderat Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP und 6 SPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP, 5 Unabhängige Wahlgemeinschaft – Liste Franz Ledermüller und 3 SPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP, 5 Unabhängige Wahlgemeinschaft – Liste Franz Ledermüller und 3 SPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP, 5 SPÖ und 3 Unabhängige Wahlgemeinschaft – Liste Gernot Mader. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, 4 SPÖ und 3 Unabhängige Wahlgemeinschaft – Liste Gernot Mader. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP und 5 SPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2020 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 16 ÖVP und 3 SPÖ. Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2025 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 16 ÖVP und 3 SPÖ.

Bürgermeister

bis 2010 Johann Höllrigl (ÖVP) seit 2010 Friedrich Fürst (ÖVP)

Persönlichkeiten Ehrenbürger der Gemeinde 2015: Josef Rehberger

Weblinks

Offizielle Website der Gemeinde Martinsberg Topothek der Gemeinde Martinsberg http://www.sternwarte.coolinfo.de/

Einzelnachweise