Brand-Laaben ist eine Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Bezirk St. Pölten in Niederösterreich. mini|Blick auf die Orte Laaben im Vordergrund und Brand im Hintergrund.

Geografie Brand-Laaben liegt im Tal des Laabenbaches im Mostviertel, etwa gleich weit entfernt von Neulengbach im Norden und Hainfeld im Süden.

Die Fläche der Gemeinde umfasst 34,59 km². 54,09 Prozent der Fläche sind bewaldet. Die höchste Erhebung stellt der Schöpfl () dar.

Gliederung Das Gemeindegebiet gliedert sich in neun Ortschaften bzw. besteht aus gleichnamigen Katastralgemeinden (in Klammern Einwohnerzahl Stand , Fläche: Stand 31. Dezember 2023Regionalinformation, bev.gv.at (1099 KB); abgerufen am 10. Jänner 2024.): Brand (; 1,48 km²) samt Brambach Eck (; 3,98 km²) Gern (; 2,28 km²) Gföhl (; 1,33 km²) Klamm (; 4,40 km²) Laaben (; 5,11 km²) Pyrat (; 4,28 km²) Stollberg (; 5,10 km²) Wöllersdorf (; 6,62 km²)

Nachbargemeinden Je zwei der acht Nachbargemeinden liegen im Bezirk Baden (BN) bzw. im Bezirk Lilienfeld (LF).

Geschichte Im Römischen Reich war das Gebiet Teil der Provinz Noricum.

Die erste urkundlich belegte Grundherrschaft im Gebiet von Laaben wurde im Jahr 1200 vom Kloster Klein-Mariazell ausgeübt. Der Ort selbst wurde 1334 erstmals als „Lawben“ erwähnt.

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Brand-Laaben ein Arzt, ein Taxiunternehmer, ein Binder, ein Fleischer, zehn Gastwirte, ein Holzhändler, ein Maler, ein Obsthändler, ein Sägewerk, drei Schmiede, ein Schuster, zwei Tischler, ein Wagner, ein Zimmermeister und mehrere Landwirte ansässig.Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 215

Einwohnerentwicklung Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 1155 Einwohner. 1991 hatte die Gemeinde 1123 Einwohner, 1047 Einwohner im Jahr 1981 und 1119 Einwohner im Jahr 1971.

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Pfarrkirche Brand-Laaben

Katholische Pfarrkirche Brand-Laaben (Patrozinium: hl. Johannes der Täufer)

Weitere Sehenswürdigkeiten sind das im 16. Jahrhundert zu einem schlossartigen Ansitz umgestaltete, heute in Privatbesitz befindliche Schloss Stollberg sowie der Türkenstein in der Ortschaft Klamm, ein Gedenkstein an die Verteidigung der Bevölkerung während der Zweiten Wiener Türkenbelagerung 1683. Am Gipfel des Schöpfl stehen die Matraswarte, eine 1897/98 von der Sektion Wienerwald des Österreichischen Touristenklubs errichtete, 17 Meter hohe Aussichtswarte, sowie das benachbarte Schöpfl-Schutzhaus.

Wirtschaft und Infrastruktur 2001 gab es 52 nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten und laut einer 1999 durchgeführten Erhebung 132 land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Die Volkszählung 2001 ergab 542 Erwerbstätige am Wohnort und eine Erwerbsquote von 48,74 Prozent. Brand-Laaben ist Mitglied der Wienerwald Initiativ Region sowie der LEADER- und Klima- und Energiemodellregion Elsbeere Wienerwald, der 13 Gemeinden der Region angehören.

Durch die Gemeinde verläuft der Voralpen-Weitwanderweg.

Zu den ansässigen Betrieben zählen mehrere Gasthäuser, darunter das seit 1910 bestehende Gasthaus Kari in Brand, sowie eine Bisonzucht am Kogelhof.

Öffentliche Einrichtungen In der Gemeinde befinden sich eine Volksschule und ein Kindergarten, beide in Laaben. Der Landeskindergarten wurde 1976 eingerichtet, 1996 generalsaniert und 2012 in einem Neubau neben der Volksschule untergebracht; 2024 kam eine dritte Gruppe hinzu. Eine weiterführende Schule gibt es in der Gemeinde nicht; die nächstgelegene Mittelschule, die Mittelschule Laabental, befindet sich in der Nachbargemeinde Altlengbach.

Politik Hermann Katzensteiner (ÖVP) wurde 2019 zum Bürgermeister gewählt und in der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates am 25. Februar 2025 im Amt bestätigt. Vizebürgermeister ist seither Armin Kotlaba (ÖVP); Gerhard Leidinger, der das Amt zuvor seit 2019 innehatte, ist nun geschäftsführender Gemeinderat.

Im Gemeinderat gibt es bei insgesamt 19 Sitzen nach der Gemeinderatswahl vom 26. Jänner 2025 folgende Mandatsverteilung: ÖVP 11, SPÖ 5 und FPÖ 3. Die ÖVP erzielte dabei 54,93 Prozent der Stimmen (−15,14 Prozentpunkte gegenüber 2020), die SPÖ 28,40 Prozent (+8,67) und die FPÖ 16,67 Prozent (+6,47).

Bisherige Bürgermeister

Persönlichkeiten Ehrenbürger 1909: Josef Scheicher (1842–1924), Priester und Politiker, Verleihung des Ehrenbürgerrechts am 10. Jänner 1909Prälat Dr. Josef Scheicher – ein großer St. Stefaner. In: Wochenzeitung Weststeirische Rundschau. 94. Jahrgang, Nr. 13 vom 2. April 2021. S. 12. 1989: Michael Mörth, Bürgermeister von Brand-Laaben in der Zeit von 1975 bis 1989 2007: Geistl. Rat Pfarrer Anton Waser, Pfarrer der Pfarrkirche Brand in der Zeit von 1970 bis 2010 2020: Helmut Lintner, Bürgermeister von Brand-Laaben 2004–2019Kristina Veraszto: Lintner ist Ehrenbürger in Brand-Laaben. In: noen.at. 26. Dezember 2020, abgerufen am 26. Dezember 2020.

Söhne und Töchter der Stadt Franz Kaindl (1932–2026), Maler Anna Maria Laber (1809–1868), Mutter des Komponisten Carl Millöcker Franz Schmatz (* 11. Mai 1870 in Laaben; † 14. Oktober 1953 in Neulengbach), Politiker (CSP) und Gastwirt, Abgeordneter zum Landtag von Niederösterreich 1919–1934

Weblinks

Gemeinde Brand-Laaben Homepage der Gemeinde

Einzelnachweise