Peter Dürst (* 14. April 1936 in Gera) ist ein deutscher Requisiteur in Film und Fernsehen.Peter Dürst. In: Tim Heptner; Hans-Peter Reichmann Das Boot: auf der Suche nach der Crew der U 96. Deutsches Filmmuseum, 2006, S. 144 Er arbeitete unter anderem für namhafte Kinoproduktionen wie Das Boot, Enemy Mine – Geliebter Feind, Schtonk!, U-571 oder Buddenbrooks, sowie für die TV-Serien Anwalt Abel und München 7.

Leben und Karriere Peter Dürst, geboren 1936 in Gera, wollte ursprünglich Flugzeugbauer werden. Nach einem abgebrochenen Studium des Maschinenbaus arbeitete er unter anderem zunächst als Fremdenführer, Taxifahrer oder Butler, als Quereinsteiger kam er schließlich Mitte der 1970er Jahre zum Film und begann seine Laufbahn als Filmausstatter bei romantischen Dramen wie Das Schweigen im Walde von Alfred Vohrer oder Waldrausch von Horst Hächler. 1978 lernte er den Regisseur Wolfgang Petersen kennen der ihn für seinen Fernsehfilm Schwarz und weiß wie Tage und Nächte engagierte. Später in den 1980er Jahren arbeitete man auch gemeinsam an den erfolgreichen Kinoproduktionen Das Boot und Enemy Mine – Geliebter Feind. Es folgten weitere Aufträge in den 1980er Jahren, unter anderem für Frank Streckers Anna – Der Film oder für Klaus Maria Brandauers Georg Elser – Einer aus Deutschland. In den 1990er Jahren arbeitete Dürst für Kinofilme wie Die unendliche Geschichte II – Auf der Suche nach Phantásien für Go Trabi Go oder für Helmut Dietls prominent besetzte Komödie Schtonk!. In den 2000er Jahren folgten Produktionen wie Jonathan Mostows Actiondrama U-571 oder die aufwendige Literaturverfilmung Buddenbrooks nach dem Roman von Thomas Mann.

Als Außenrequisiteur arbeitete Dürst am Drehort eng mit dem Szenenbildner und dem Regisseur zusammen. Neben der Leinwand war Peter Dürst auch regelmäßig für das Fernsehen aktiv. So stattete er unter anderem als Requisiteur die Sets am Drehort für Fernsehminiserien wie Patrik Pacard oder Die Manns – Ein Jahrhundertroman aus. Darüber hinaus war er auch für verschiedene TV-Serien wie Morlock, Anwalt Abel oder München 7 tätig.

Peter Dürst lebt seit September 2012 in Rosenheim. Der Sohn von Peter Dürst ist der ehemalige deutsche Radsportler Thomas Dürst.

Filmografie (Auswahl) Kino 1976: Das Schweigen im Walde 1977: Waldrausch 1977: Hitler, ein Film aus Deutschland 1979: Der Durchdreher 1981: Das Boot 1982: Parsifal 1983: Die wilden Fünfziger 1985: Die Einsteiger 1985: Enemy Mine – Geliebter Feind (Enemy Mine) 1987: Der Unsichtbare 1988: Anna – Der Film 1989: Georg Elser – Einer aus Deutschland 1990: Café Europa 1990: Die unendliche Geschichte II – Auf der Suche nach Phantásien (The Neverending Story II: The Next Chapter) 1991: Go Trabi Go 1992: Schtonk! 1995: My Mother’s Courage 1997: Die drei Mädels von der Tankstelle 2000: U-571 2008: Buddenbrooks

Fernsehen 1978: Schwarz und weiß wie Tage und Nächte (Fernsehfilm) 1984: Patrik Pacard (Fernsehminiserie) 1993: Morlock (Fernsehserie, 1 Episode) 1995: Spur eines Zweifels (Fernsehfilm) 1996–1999: Anwalt Abel (Fernsehserie, 7 Episoden) 2000: Zimmer mit Frühstück (Fernsehfilm) 2001: Die Manns – Ein Jahrhundertroman (Fernsehminiserie) 2003: Trenck – Zwei Herzen gegen die Krone (Fernsehfilm) 2006: München 7 (Fernsehserie, 4 Episoden)

Literatur Peter Dürst. In: Hans Jürgen Syberberg Hitler, ein Film aus Deutschland., Rowohlt, 1978, S. 71

Weblinks

Peter Dürst Portrait in: Süddeutsche Zeitung

Einzelnachweise

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