mini|hochkant=0.9|Wappen der hessischen von Uffeln Uffeln, historisch auch Uffel oder Offeln, die Reichsfreiherrliche Bastard-Linie aber Ufflen, ist der Name eines alten hessischen Adelsgeschlechts mit dem Stammhaus Burguffeln bei Grebenstein.

Drei weitere wappen- und stammesverschiedene jedoch namensgleiche westfälische Geschlechter Uffeln sind bekannt, jedoch bis zum 17. Jahrhundert erloschen. Die 1707 in den schwedischen Adel aufgenommenen Uffeln gehen auf den schwedischen Hofgerichtsassessor und Justizrat in Bremen, Dr. jur. Hermann Johann Uffelmann zurück und sind ebenfalls mit dem nachstehend ausgeführten Geschlecht nicht verwandt.GHdA, Adelslexikon Band XV, 2004, S. 107Leopold von Ledebur: Adelslexikon der preußischen Monarchie. Band 3, Berlin 1858, S. 42–43 Eine bei Antwerpen ihren Ursprung nehmende Familie van Uffelen trat in Hamburg und im Lauenburgischen um 1700 herum ebenfalls unter dem Namen Uffeln auf.Peter von Kobbe: Geschichte und Landesbeschreibung des Herzogthums Lauenburg, Band 3, Altona 1837, S. 342 Mit dem Hamburger Bankier und Erbherrn auf Basthorst, Johann Dominicus von Uffeln († 1721)Gut Basthorst ist auch dieses Geschlecht in Deutschland im Mannesstamm erloschen.Filiation van UffelenDie Reisen des Herrn Johann Arnold von Uffele und dessen Anverwandte, In: Zeitschrift des Vereins für hamburgische Geschichte, Band 3, Hamburg 1851, S. 272–280 XVI

Noch weiterhin kam es in der Literatur häufiger zu Verwechslungen und Vermischungen mit den lippischen von Offen, welche neben dem ähnlichen Familiennamen ebenfalls nach dem Herzogtum Braunschweig-Lüneburg Offiziere und Hofbeamte stellten, worin wohl die Ursachen der Fehlschlüsse zu suchen sind.

Geschichte Das Geschlecht gehörte wohl im 13. Jahrhundert zur Stadtritterschaft von Hofgeismar. Es erscheint urkundlich erstmals am 3. Februar 1234 mit dem Ritter Arnoldus de UflonCarl Bernhard Nicolaus Falkenheiner: Geschichte hessischer Städte und Stifter, Band 2, Kassel 1842 und beginnt seine sichere Stammreihe mit dem landgräflich hessischen Rat Hermann von Uffeln († nach 1368), urkundlich 1356, auf Uffeln und Immenhausen.

Hermann von Uffeln, dessen Familie ihren Stammsitz in Burguffeln hat und bereits im 13. Jahrhundert als "Burgmänner" in Grebenstein und Immenhausen genannt wurde, erwarb umfangreichen Landbesitz in Helpoldessen und Oberhaldessen. Ihren umfangreichen Güterbesitz, der sich dann bis ins 18. Jahrhundert kaum veränderte, können die Uffeln vor allem auf Belehnungen der Landgrafen von Hessen zurückführen. Insbesondere vom 16. bis um das 17. Jahrhundert haben die von Uffeln einige Persönlichkeiten hervorgebracht, die durch ihr Tätigkeitsfeld bei Hofe oder im Felde sowohl in ihrer Gegenwart als auch vor der Nachwelt Beachtung fanden.

Zuerst zu nennen ist Arndt von Uffeln († um 1580), der als hessischer Feldmarschall zu Ansehen und Vermögen kam. Obwohl er selbst keine Kinder hinterließ, bestimmte er die Geschicke und Entwicklung der Familie nachhaltig. Des herzoglich braunschweigischen Rittmeistern und Drosten zu Lauenstein, Hermann von Uffeln († 1605), natürlicher Sohn Johann von Ufflen († 1665), landgräflich hessen-kasselischer Oberst, Geheimer Kriegsrat und Festungskommandant in Kassel wurde mit seinen Söhnen Heinrich von Ufflen (1615–1678), hessen-kasselischer, kurbrandenburgischer Generalmajor, braunschweig-lüneburgischer und dänischer General, und Johann Georg von Ufflen (1619–1690), braunschweig-lüneburgischer General, Erbherr auf Höxter und Borgentreich in Westfalen und Oberkommandant von Hamburg,Werner Wiegand: Drei Hamburgische Festungskommandanten aus der Zeit des 17. Jahrhunderts, In: VJH 18, 1890, S. 256–264Zeitschrift des Vereins für hamburgische Geschichte, Band 3, Hamburg 1851, S. 278 Uffeln, Johann Georg Frhr. v. In: Bernhard von Poten: Die Generale der Königlich Hannoverschen Armee und ihrer Stammtruppen (= Beiheft zum Militär-Wochenblatt, 1903, sechstes und siebentes Heft). Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1903, S. 243–334, insbesondere S. 253 in Wien 1664 in den Reichsfreiherrnstand gehoben.GHdA, Adelslexikon Band XV, 2004, S. 108 Heinrichs Sohn Johann Carl von Uffeln († 1716), war ebenfalls hessen-kasselischer General sowie Kommandant von Kassel. Bereits 1729 schieden die Uffeln mit dem Tod von Carl Friedrich von Uffeln aus der Hessischen Ritterschaft aus. Georg Ludwig von Uffeln († 1733) stand als kaiserlicher Feldmarschallleutnant im Reichsheer und war im Königreich Slawonien begütert. Seine postulierte Hebung in den Reichsfreiherrnstand in den 1730er Jahren ist nicht belegt.Nicht erwähnt bei: Karl Friedrich von Frank: Standeserhöhungen und Gnadenakte für das Deutsche Reich und die Österreichischen Erblande bis 1806. Schloss Senftenegg, 1973. 1736 ist dann der hessische Urstamm mit dem hessen-kasselischer Obrist, Chef des Regiments Graf Reuß und des Garnisonregiment Köhler, Johann Moritz von Ufflen (1657–1736), im Mannesstamm erloschen.

Bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts hat sich eine Linie nach Thüringen und Sachsen verpflanzt.Otto Titan von Hefner: Stammbuch des blühenden und abgestorbenen Adels in Deutschland, Band 4, Regensburg 1866, S. 106 Im Jahre 1748 vertauschen die sächsischen Uffeln dann ihre ererbten hessischen Güter mit Erbprinz Friedrich, den späteren Landgrafen Friedrich II. und lebten fort an auf ihren Gütern in Sachsen. Zum dortigen Lehnsbesitz gehörte Hainichen, Hardisleben, Hessberg, Kühdorf, Ottenhausen, Roschütz, Schönberg, Settendorf, Trünzig und Zangenberg. Mit dem sächsischen Hof- und Justizrat sowie Dompropst zu Meißen und Naumburg, Hermann Carl von Uffeln († 1853) sind die Uffeln im Mannesstamm endgültig erloschen.

Wappen Das Stammwappen zeigt in Gold einen Mohrenkopf in rotem Leibrock mit silbernem Kragen, goldenen Knöpfen und abfliegender silberner Kopfbinde. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken zwei wachsende rot gekleidete Arme.

Angehörige

Quellen Literatur Johann Friedrich Gauhe: Des Heiligen Römischen Reichs Genealogisch-Historisches Adels-Lexikon. Band 2, Leipzig 1740, Sp. 2652–2656. Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band XV, Band 134 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg an der Lahn 2004, ISBN 3-7980-0834-5, , S. 107–108. Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon. Bd. 9, Leipzig 1870, S. 326–327. Valentin König: Genealogischer Adelskalender - Genealogische Adels-Historie oder Geschlechts-Beschreibung derer im Chur-Sächsischen und angräntzenden Landen Adligen Geschlechter. Band 2, Leipzig 1729, S. 1187–1192. Christian Friedrich August von Meding: Nachrichten von adelichen Wapen, Band 1, Hamburg 1786, S. 624. Dietrich Christoph von Rommel: Geschichte von Hessen, Band 1, Kassel 1835, S. 442–443; Band 9, 1853, S. 226–227. Johann Seifert: Genealogie Hoch-Adelicher Eltern und Kinder, Band 1, Regensburg 1716, S. 209–211. Werner Wiegand: Die Herren von Uffeln - ein Burgmannengeschlecht des niederen Adels zwischen Diemel und Oberweser. Band 20 des Arbeitskreises für Heimatgeschichte der Stadt Immenhausen, Immenhausen 1997; Rezension von Gustaf Eichbaum In: Hessische Familienkunde. Band 24, Heft 6, Juli 1999, Sp. 426. Johann Heinrich Zedler: Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste. Band 48, Leipzig 1746, Sp. 419–424. Leopold von Zedlitz-Neukirch: Neues preussisches Adelslexicon. Band 4, Leipzig 1837 S. 286.

Weblinks Beiträge zur Geschichte des Dorfes Burguffeln Familie, Vor- und Nachfahren des Jobst Bernhard von Uffeln († 1654) und Familie und Nachfahren des Henric von Uffelen († 1541) auf Geneagraphie - Families all over the world Freihaus v. Uffeln im Kasselwiki Nachfahren des Johann von Uffeln u.w. und Genealogische Übersicht u. a. von Uffeln im Staatsarchiv Münster Familie van Uffelen

Einzelnachweise

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