Der Artikel beinhaltet eine ausführliche Darstellung der griechischen Fußballnationalmannschaft bei Weltmeisterschaften:

Überblick

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner ErgebnisDie Platzierungen ab Platz 5 wurden von der FIFA festgelegt, ohne dass es dafür Platzierungsspiele gab. Siehe: (PDF; 200 kB) Trainer Bemerkungen und Besonderheiten1930Uruguay nicht teilgenommen 1934 Italien nicht qualifiziert In der Qualifikation an Italien gescheitert (Heimrecht verkauft) 1938Frankreich nicht qualifiziert In der Qualifikation an Ungarn gescheitert 1950Brasilien nicht teilgenommen 1954Schweiz nicht qualifiziert In der Qualifikation an Jugoslawien gescheitert 1958Schweden nicht qualifiziert In der Qualifikation an Jugoslawien gescheitert 1962 Chile nicht qualifiziert In der Qualifikation an Deutschland gescheitert 1966 England nicht qualifiziert In der Qualifikation an der UdSSR gescheitert 1970 Mexiko nicht qualifiziert In der Qualifikation an Rumänien gescheitert 1974 Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation an Jugoslawien gescheitert 1978 Argentinien nicht qualifiziert In der Qualifikation an Ungarn gescheitert 1982 Spanien nicht qualifiziert In der Qualifikation an Jugoslawien und Italien gescheitert 1986 Mexiko nicht qualifiziert In der Qualifikation an Polen und Belgien gescheitert 1990 Italien nicht qualifiziert In der Qualifikation an Rumänien gescheitert 1994 USA Vorrunde Argentinien, Bulgarien, Nigeria 24. mit 0:10 Toren als Gruppenletzter ausgeschieden 1998 Frankreichnicht qualifiziert In der Qualifikation an Dänemark und Kroatien gescheitert 2002 Südkorea/Japannicht qualifiziert In der Qualifikation an England und Deutschland gescheitert 2006 Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation an der Ukraine und der Türkei gescheitert, die Türkei scheiterte dann in den Play-offs. 2010 Südafrika Vorrunde Südkorea, Argentinien, Nigeria 25. Otto Rehhagel ältester Trainer bei einer WM 2014 Brasilien Achtelfinale Costa Rica 13. Griechenland konnte sich in den Play-offs gegen Rumänien durchsetzen. In der Gruppenphase traf Griechenland erstmals auf die Elfenbeinküste sowie auf Japan und Kolumbien. Mit 4 Punkten erreichte Griechenland dabei erstmals die Runde der besten 16. Dort traf die Mannschaft auf Costa Rica und schied durch Elfmeterschießen aus. 2018 Russland nicht qualifiziert In der Qualifikation belegte die Mannschaft in einer Gruppe mit Belgien, Bosnien und Herzegowina, Estland und Zypern den zweiten Platz und konnte sich in den Playoffspielen der Gruppenzweiten nicht gegen Kroatien durchsetzten. 2022 Katar nicht qualifiziert In der Qualifikation an Spanien und Schweden gescheitert. 2026 Kanada/Mexiko/USA nicht qualifiziert In der Qualifikation an Dänemark und Schottland gescheitert. mini|Platzierung der griechischen Mannschaft in der ewigen WM-Tabelle Statistik (Angaben inkl. 2026: 23 Weltmeisterschaften; Prozentangaben sind gerundet)

Nicht teilgenommen: 2× (8,7 %; 1930, 1950) Nicht qualifiziert: 18× (78,3 %; 1934, 1938, 1954, 1958, 1962, 1966, 1970, 1974, 1978, 1982, 1986, 1990, 1998, 2002, 2006, 2018, 2022 und 2026) Sportliche Qualifikation: 3× (13,0 % bzw. bei 14,3 % der Versuche) Vorrunde: 2× (8,7 %; 1994 und 2010) Achtelfinale: 1× (4,3 %; 2014)

WM-Turniere Turniere mit maximal 16 Teilnehmern 1930 in Uruguay Griechenland hatte zwar bereits 1920 bei den Olympischen Spielen in Antwerpen erstmals ein Länderspiel ausgetragen, nahm wie viele europäische Länder an der ersten Weltmeisterschaft aber nicht teil.

1934 in Italien Für die erste WM in Europa sollten sich die Griechen durch Spiele gegen den Gastgeber Italien qualifizieren. Nachdem die von Apostolos Nikolaidis trainierten Griechen in Mailand mit 0:4 verloren hatten, verzichteten sie auf das Rückspiel und erhielten dafür 700.000 Drachmen vom italienischen Verband.IFFHS Fußball-Weltzeitschrift No. 28, IV. Quartal 1995: Weltmeisterschafts-Qualifikation 1933/34 (Teil I), S. 39

1938 in Frankreich Für die erste WM in Frankreich mussten die nun von Kostas Negrepontis trainierten Griechen zunächst gegen Palästina antreten. Am 22. Januar 1938 gewannen sie in Tel Aviv das erste Qualifikationsspiel gegen eine mit jüdischen Einwanderern besetzte Mannschaft mit 3:1eu-football.info: Israel – Greece 1:3. Dabei erzielte Kleanthis Vikelidis die ersten beiden Qualifikationstore für die Griechen. Mit einem 1:0, das wieder Vikelidis erzielte, im Rückspiel in Athen wurde die zweite Runde erreicht. In dieser verloren sie – nur bei diesem Spiel vom Engländer Jack Baggett trainiert – in Budapest gegen Ungarn mit 1:11, der bis heute höchsten Niederlage der griechischen Mannschaft.

1950 in Brasilien Griechenland hatte zwar nach der Unterbrechung des Länderspielbetrieb aufgrund des Zweiten Weltkriegs und des darauf folgenden Griechischen Bürgerkriegs bereits 1948 wieder Länderspiele ausgetragen, an der 1949 begonnenen Qualifikation zur zweiten WM in Südamerika nahmen die Griechen aber nicht teil.

1954 in der Schweiz In der Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 1954 trafen die Griechen auf Jugoslawien sowie Israel. Beide Spiele gegen Israel wurden gewonnen, aber die Spiele gegen Jugoslawien jeweils mit 0:1 verloren, so dass nur der zweite Platz in der Gruppe erreicht wurde. Dabei waren drei Trainer verantwortlich: Kostas Negrepontis beim Heimspiel gegen Israel, Ioannis Chelmis beim Rückspiel in Israel und Heimspiel gegen Jugoslawien sowie Antonis Migiakis beim Hinspiel in Jugoslawien.

1958 in Schweden Für die Fußball-Weltmeisterschaft 1958 konnte sich Griechenland, nun vom Italiener Rino Martini trainiert, wieder nicht qualifizieren. Erneut war Jugoslawien stärker und auch Rumänien, das sich als Gruppenzweiter nicht qualifizieren konnte, gewann zweimal gegen die Griechen.

1962 in Chile Für die dritte WM in Südamerika konnte sich Griechenland auch nicht qualifizieren. Gegner waren die BR Deutschland und Nordirland. Gegen Deutschland wurden beide Spiele verloren, gegen Nordirland das Heimspiel gewonnen und das Auswärtsspiel verloren. Punktgleich mit den Nordiren schieden die Griechen damit aus. Je zweimal wurden sie da von Tryfonas Tzanetis und Antonis Migiakis gecoacht.

1966 in England In der Qualifikation zur WM in England trafen die nun von Lakis Petropoulos trainierten Griechen erstmals in einer Vierergruppe auf die UdSSR, Wales und Dänemark. Die Griechen starteten mit zwei Heimsiegen gegen die Waliser und Dänen, verloren dann aber die nächsten drei Spiele und konnten nur zum Abschluss in Kopenhagen noch ein 1:1 gegen die Dänen erreichen. Damit schieden die Griechen als Gruppendritter aus.

1970 in Mexiko Auch für die erste WM in Mittelamerika konnte sich Griechenland nicht qualifizieren. In einer Gruppe mit Rumänien, der Schweiz und dem WM-Dritten Portugal hatten die Griechen zwar am Ende die beste Tordifferenz und die meisten Tore erzielt, aber einen Punkt weniger als die Rumänen, den sie im letzten Spiel in Rumänien beim 1:1 verloren hatten. Trainer waren nun zunächst Kostas Karapatis für das erste Spiel gegen die Schweiz, dann für drei Spiele Dan Georgiadis und für die letzten beiden wieder Lakis Petropoulos.

1974 in der Bundesrepublik Deutschland In der Qualifikation zur ersten WM in Deutschland verloren die Griechen alle Spiele in einer Gruppe mit Jugoslawien und Spanien. Diesmal starteten sie in die Qualifikation unter dem Nordiren Billy Bingham, der aber nach drei Spielen von seinem Co-Trainer Alketas Panagoulias abgelöst wurde.

1978 in Argentinien Für die WM in Argentinien konnte sich Griechenland – nun wieder von Lakis Petropoulos trainiert – ebenfalls nicht qualifizieren. Diesmal waren Ungarn und die Sowjetunion stärker. Immerhin gelang am 10. Mai 1977 in Thessaloniki mit einem 1:0 der erste Sieg gegen die UdSSR.

Turniere mit 24 Teilnehmern 1982 in Spanien Für die WM in Spanien wurde zwar das Teilnehmerfeld vergrößert, die nun wieder von Alketas Panagoulias trainierten Griechen, die sich zuvor erstmals unter ihm für die EM 1980 qualifiziert hatten, konnten sich aber erneut nicht qualifizieren. Jugoslawien, Italien und Dänemark waren stärker. Lediglich ein Spiel gegen Dänemark und beide Spiele gegen Luxemburg wurden gewonnen.

1986 in Mexiko Für die zweite WM in Mexiko konnte sich Griechenland, nun von Miltos Papapostolou trainiert, wieder nicht qualifizieren. Hinter den punktgleichen Polen und Belgiern wurde punktgleich mit Albanien, gegen das der einzige Sieg gelang, aber mit der schlechteren Tordifferenz nur der letzte Gruppenplatz belegt.

1990 in Italien Die zweite WM Italien verpasste Griechenland dann ebenfalls. In einer Gruppe mit Rumänien, Dänemark und Bulgarien wurde nur der vorletzte Platz belegt und nur das Heimspiel gegen Bulgarien gewonnen. In die Qualifikation waren sie noch unter Miltos Papapostolou gestartet, der aber nach zwei Spielen von Antonis Georgiadis abgelöst wurde.

1994 in den Vereinigten Staaten Für die WM in den USA konnten sich die Griechen dann endlich qualifizierten. In einer Sechsergruppe zusammen mit Russland, Island, Ungarn, Luxemburg und den später aufgrund der UN-Sanktionen suspendierten Jugoslawen wurde überraschend der erste Platz belegt. Dabei konnten sich die Griechen vorwiegend auf ihre Abwehr verlassen und kassierten nur zwei Gegentore, gewannen aber vier Spiele nur mit 1:0. In die Qualifikation waren sie noch mit Antonis Georgiadis gestartet, nach dem 1:0 im ersten Spiel gegen Island übernahm aber wieder Alketas Panagoulias das Kommando.

In den USA trafen die Griechen zunächst auf Vizeweltmeister Argentinien und bereits in der zweiten Spielminute knackte Gabriel Batistuta das griechische Abwehrbollwerk. Es folgten drei weitere Tore, zwei davon ebenfalls durch Batistuta und somit verloren die Griechen ihr erstes WM-Spiel mit 0:4. Im zweiten Spiel gegen Bulgarien verloren sie ebenfalls mit 0:4, womit den Bulgaren der erste WM-Sieg gelang, und anschließend wurde auch gegen WM-Neuling Nigeria mit 0:2 verloren. Als Gruppenletzter und ohne Torerfolg verabschiedeten sich die Griechen dann wieder für 16 Jahre von der WM-Bühne. In die ewige Rangliste stiegen sie als schlechtester Turnierneuling auf Platz 58 ein – nur Haiti, Zaire und El Salvador lagen noch hinter ihnen. Das Spiel gegen Nigeria war für Alketas Panagoulias das letzte Spiel als Nationaltrainer, der dann noch als Vereinstrainer in Griechenland arbeitete und dann Politiker wurde.

Turniere mit 32 Teilnehmern 1998 in Frankreich Für die zweite WM in Frankreich konnten sich die nun von Konstantinos Polichroniou trainierten Griechen noch wieder nicht qualifizieren. In einer Gruppe mit Dänemark sowie Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Slowenien, die erstmals teilnahmen, wurde mit einem Punkt Rückstand hinter Kroatien nur der dritte Platz belegt. Zwar kassierten die Griechen mit vier Toren die wenigsten Gegentore, erzielten selber aber nur 11 und verpassten die Qualifikation am letzten Spieltag durch ein 0:0 in Marousi gegen Dänemark. Konstantinos Polichroniou blieb noch für zwei Freundschaftsspiele im Amt und wurde dann vom Rumänen Anghel Iordănescu abgelöst, der aber nach der verpassten Qualifikation für die EM 2000 entlassen wurde.

2002 in Japan und Südkorea Vier Jahre später misslang auch die Qualifikation für die erste WM in Asien. England und Deutschland, das sich in den Play-offs der Gruppenzweiten gegen die Ukraine durchsetzte, und Finnland waren stärker. Nur Albanien hatte am Ende weniger Punkte als die Griechen. Entscheidend für das Verpassen der Qualifikation war diesmal die Abwehrschwäche, denn 17 Gegentore wurden zugelassen, mehr musste keine Mannschaft in dieser Gruppe hinnehmen. Selber erzielten die Griechen nur sieben Tore. In die Qualifikation waren die Griechen unter Vassilis Daniil gegangen, der aber vor den beiden letzten Spielen vom deutschen Trainer Otto Rehhagel abgelöst wurde.

2006 in Deutschland