Die Trishuli (; ) ist der linke Quellfluss des Gandak (Narayani) in Zentral- und Süd-Nepal. Der Fluss hat eine Länge von 163 km. Von der Quelle des Kyirong Tsangpo in Tibet aus gerechnet beträgt die Gesamtlänge 309 km.
Flusslauf Der Fluss trägt unterhalb der Einmündung des Langtang Khola auf einer Höhe von etwa von links die Bezeichnung „Trishuli“. Der Oberlauf der Trishuli in Tibet (Volksrepublik China), der Kyirong Tsangpo, entspringt im Hochland von Tibet nördlich von Dzongkar und durchfließt den Kreis Kyirong in südlicher Richtung. Auf einem etwa 5 km langen Grenzabschnitt zwischen Tibet und Nepal trägt der Fluss die Bezeichnung „Kerun Khola“. Von der tibetischen Grenze bis zur Einmündung des Langtang Khola heißt der 14 km lange Flussabschnitt „Bhote Koshi“.
Die Trishuli durchschneidet den Himalaya-Hauptkamm. Das Durchbruchstal verläuft zwischen den Gebirgsmassiven Langtang Himal im Osten und Ganesh Himal im Westen. Die Trishuli fließt entlang der westlichen Grenze des Langtang-Nationalparks. Bei Bidur wendet sie sich allmählich nach Westen. Sie nimmt die größeren Nebenflüsse Budhigandaki, Marsyangdi und Seti Gandaki von rechts auf. Nördlich von Bharatpur vereinigt sie sich schließlich mit dem von Westen heranströmenden Fluss Kali Gandaki zum Narayani (in Indien als Gandak bezeichnet), ein wichtiger linker Nebenfluss des Ganges.
Nutzung Die Trishuli ist eines der beliebtesten Raftinggewässer Nepals.Trishuli River bei riverguide.org.np
Nach Meinung der Anwohner war die Wasserqualität des Trishuli bis zum Beginn des 3. Jahrtausends so gut, dass man Wasser direkt aus dem Fluss trinken konnte. Durch die wirtschaftliche Entwicklung Nepals habe sich die Wasserqualität aber erheblich verschlechtert.
Wasserkraftwerke
Laufwasserkraftwerk oberhalb von Trisuli (24 MW, 7 Einheiten, 1967–1970 errichtet) () Nepal Upper Trishuli-1 mit 216 MW nahe Dhunche (in Planung) Galchh mit 75 MW nahe Dhodbesi (in Planung)
Hochwasserereignisse Im Tal des Bhotekoshi kommt es immer wieder zu Sturzfluten, häufig in Verbindung mit zahlreichen Todesopfern.
Ende August 2026 wurden nach einer Sturzflut mehr als 1300 Personen vermisst. Besonders betroffen waren die Orte Timure und Syapru Besi im Distrikt Rasuwa.
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