Klaus Killisch (geboren am 11. September 1959 in Wurzen) ist ein zeitgenössischer bildender Künstler. In nationalen und internationalen Ausstellungen wurden seine Werke u. a. auf der Biennale di Venezia, dem Museum Folkwang und der Neuen Nationalgalerie in Berlin gezeigt.

Leben Klaus Killisch studierte von 1981 bis 1986 Malerei bei Heinrich Tessmar und Dieter Goltzsche an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee., abgerufen am 10. September 2014. Seitdem arbeitet er als freischaffender Künstler. Er war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR und hatte in der Zeit der DDR Einzelausstellungen und Beteiligungen an Gruppenausstellungen im In- und Ausland, u. a. 1987/1988 an der X. Kunstausstellung der DDR in Dresden (mit dem Kleines gelbes Konzert, 1986; Öl, 60 × 80 cm) und 1989 in Havanna an „Junge Künstler der DDR und Cubas“ und in West-Berlin im Künstlerhaus Bethanien an „Zwischenspiele“.

Durch Stipendien oder im Rahmen von Projekten lebte und arbeitete Killisch nach der deutschen Wiedervereinigung für längere Zeit in Frankreich, Italien, Irland, Japan und den USA.Christoph Tannert: Blicke zurück nach vorn. Druckerei Conrad, Berlin 2009, S. 38. Er nahm 1990 an der Gruppenausstellung L’autre Allemagne hors les murs in der Grande Halle de la Villette in Paris teil. Noch im selben Jahr stellte er mit anderen Berliner Künstlern im deutschen Pavillon auf der Biennale in Venedig aus. Mit der Wanderausstellung „Berlin Art Scene“ war Killisch 1991 im Sezon Museum of Art in Tokio, und zwei Jahre später in der National Museum Art Gallery in Singapur und im Hong Kong Museum of Art. Die Ausstellungen fanden in Kooperation und mit Unterstützung des Goethe-Instituts statt.Berlin Art Scene – A Double Mentality. Katalog. Goethe-Institut, 1993, S. 20. In den späten 1990ern hatte er viele Ausstellungen in Galerien und Museen in Berlin, Leipzig, Frankfurt am Main und Bonn.

2001 war Klaus Killisch in einer Ausstellung der German House Gallery in New York zu sehen, zum ersten Mal in den USA. Im Jahr darauf zeigte ihn das Goethe-Institut in Washington, D.C. In San Antonio war er 2004 in der Galerie der SAPL Foundation im Rahmen der Ausstellung „Art in Berlin“ vertreten. Das im Jahre 2006 gestartete internationale Kunstprojekt „Collective Task“ vereint über 25 Künstler aus verschiedenen Ländern in einem gemeinsamen Aufgabenzirkel. Killisch war Gründungsmitglied der Gruppe. 2012 präsentierte die „Collective Task“-Gruppe im Museum of Modern Art in New York ihr Projekt.Internetpräsenz Collective Task Im Juni 2014 organisierte die Literaturwerkstatt das Poesiefestival Berlin und Killisch und andere „Collective Task“-Künstler traten auf.Programm Literaturwerkstatt, abgerufen am 10. September 2014.

Bedeutende Einzelausstellungen Killischs waren 1999 in der Tokioer „Plaza Gallery“, sowie „A Long Strange Trip“, eine Hommage an die Band Grateful Dead im Museum Junge Kunst in Frankfurt Oder u. v. a.Biographie auf der Seite des Museum Junge Kunst, abgerufen am 10. September 2014.

Arbeiten Killichs befinden sich u. a. in der Stiftung Kunstforum der Berliner Volksbank.

Klaus Killisch lebt und arbeitet in Berlin.

Werk Laut dem Berliner Kunstkritiker Christoph TannertBiographie, abgerufen am 11. September 2014. ist Killischs Werk von unterschiedlichen kulturellen Strömungen beeinflusst. So verbinden viele seiner Werke Einflüsse aus der Literatur, Popmusik, Modefotografie und moderner Malerei zu einem Gesamtkunstwerk. Dieses geschehe beispielsweise mit dem Verbinden von Acrylfarben, Öl, Collagen und LPs auf der großformatigen Leinwand., abgerufen am 10. September 2014. Wie groß seine Bewunderung für Bands wie Grateful Dead, aber auch Can waren, zeigte Killisch in Großprojekten und Ausstellungen. So war er Teil der Ausstellung „HALLELUHWAH! Homage à CAN“ in Berlin und Stuttgart.Christoph Tannert (Hrsg.): Halleluhwah! Hommage à Can. modo, 2011, S. 64/65.

Der New Yorker Dichter Robert Fitterman schrieb über Killisch und sein Werk: „One of the many contributions that Klaus Killisch’s artwork brings to the conversation about recombining, freestlye collage is the absolute joy he takes in recovering the iconic markers of our shared cultural history.“

Ausstellungen (unvollständig) Einzelausstellungen 1987 und 1989: Leipzig, Galerie EIGEN+ARTMuseum für Junge Kunst Bio, abgerufen am 11. September 2014. 1988: Berlin, Galerie Passage (mit Beate Palucka-Alvarez, Suse Rast und Sabine Herrmann) 1991: Leipzig, Galerie im Kraftwerk, „Das Gewitter“, Adaption zu Jakob Becker (mit Neo Rauch) 1993: Frankfurt am Main, Dresdner Bank (mit Sabine Herrmann) 1993: Berlin, Dogenhaus Galerie / Galerie im Kabinett, „Verlorenes Paradies“ 1995: Jyväskylä, Finnische Bank, Winter Festival 1998: Berlin, Kulturbrauerei, „Antike Welten“ 1999: Tokyo, Plaza Gallery 2000: Malmö, Galerie PingPong, „Perfect World“ 2001: Berlin, Village Cinemas, „7Bilder 7Western“ 2004: Rheinsberg, Hotel am See 2005: Berlin, raum5, „HAIR“ 2007: Berlin, Guardini Galerie, PANDORA MOTEL (mit Mikael Eriksson) 2007: Berlin, Galerie Pankow, „DONT LOOK BACK“2008: Berlin, Kulturpark Kladow, „FROM HAIR TO ETERNITY“ 2009: Frankfurt/O, Museum Junge Kunst, „A LONG STRANGE TRIP“ 2011: Heringsdorf, Kunstpavillon, „Im Zeitstrom verschollen – Hommage à Ciurlionis“ 2012: Berlin / New York, „Lividity“, Projekt mit Kim Rosenfield 2015: Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus, „Bonjour Tristesse“ 2015: Berlin, Galerie Jochen Hempel, „this is not a love song“ 2016: Potsdam, Galerie KUNST-KONTOR, „ICH und ICH“, Sabine Herrmann und Klaus Killisch 2018: Chemnitz, Weltecho, „endless rhythm“ 2018: Berlin, Galerie Tore Suessbier 2018: San Antonio, USA, Mexican Cultural Institute, „Kunst | Arte: A Dialogue“ (mit Alejandro Colunga) 2019: Berlin, Lage Egal, „MÄDCHEN MIT SCHALLPLATTE“ 2020: Berlin, Paul-Gerhardt-Kirche, „Glaube.Liebe.Revolution.“ 2 2022: Berlin, Stadtmuseum / Nikolaikirche, „fragments“

Gruppenausstellungen seit der deutschen Wiedervereinigung

1990: Venedig, Biennale, „Ambiente Berlin“ 1990: Paris, La Grande Halle de la Villette, „L’autre Allemagne hors les murs“ 1991: Tokyo, Sezon Museum of Art, „Berlin Art Scene“ 1991: Graz, Landesmuseum Joanneum, „Trigon 8×2 aus 7“ 1991: Dublin, The Hugh Lane Municipal Gallery, „Berlin!“ 1992: Sunderland, Northern Centre for Contemporary Art, „Turning Points“ 1992: Hiroshima, City Museum of Contemporary Art, „Berlin Art Scene“ 1993: Singapore, Museum of Art, „Berlin Art Scene“ 1993: Hong Kong Museum of Art, „Berlin Art Scene“ 1994: Leipzig, Kunsthalle Elsterpark, „THE PRESENT ORDER“ 1995: Leipzig, Galerie Dogenhaus, „Von Killisch bis Kirchner“ 1995: Frankfurt am Main, Schirn Kunsthalle Frankfurt, „Auf Papier-Kunst des 20. Jahrhunderts aus der Deutschen Bank“ 1996: Frankfurt/O, Museum Junge Kunst, „Kunst der 80er und 90er Jahre“ 1996: Bonn, Kunstmuseum, „Deutscher Kunstpreis“ der Volks-& Raiffeisenbanken 1997: Strasbourg, La Laiterie, „Regards sur le Prenzlauer Berg“ 1997: Frankfurt am Main, Galerie Rothe, „SCENEausschnitte Berlin“ 1998: Bonn, Kunst- und Ausstellungshalle der BRD, „100 Jahre Kunst im Aufbruch“ 1998: Berlin, Großer Wasserspeicher, „Sphinx im Magnetberg“ 1998: Athens, Ohio University, „Contemporary German Book Art“ 1999: Larissa/Griechenland, Museum für Moderne Kunst, „Allegorie der Materie“ 1999: Berlin, Adenauerstiftung, „89 X 98“ 2000: Tokyo, Plaza Gallery, „Shadows of Desire“ 2000: Budapest, Kunsthalle, „Sammlung der Berlinischen Galerie“ 2000: Berlin, Kulturbrauerei, „Shadows of Desire“ 2001: Philadelphia, Berman Museum 2001: New York, German House Gallery 2002: Washington, Goethe-Institut 2002: Leipzig, Museum der bildenden Künste Leipzig, „Wahnzimmer“ 2002: Essen, Folkwang Museum, „Klopfzeichen, Kunst und Kultur der 80er Jahre in Deutschland“ 2003: Berlin, Neue Nationalgalerie, „Kunst in der DDR“ 2004: San Antonio/USA, SAPL Foundation, „Art in Berlin“ 2007: Berlin, Landesmuseum Berlinische Galerie, „NEUERWERBUNGEN“ 2008: Frankfurt/O, Museum Junge Kunst, „Standpunkte II“ 2008: Lübben, aquamediale 4 2009: Berlin, Stadtmuseum, Ephraim-Palais, „FALLMAUERFALL“ 2009: Berlin, Galerie Pankow, „blick zurück nach vorn“ 2009: Rheinsberg, Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum, „POESIE DES UNTERGRUNDS“ 2010: New York, German House, „Enticing Ephemera from the literary & art scene in East Berlin“ 2010: Syke, Vorwerk, „Von Narrenschiffern und anderen Utopisten“ 2010: Jena, Stadtmuseum, „POESIE DES UNTERGRUNDS“ 2011: Berlin, Künstlerhaus Bethanien, „Halleluhwah! Hommage à CAN“ 2011: Stuttgart, Abtart Galerie, „Halleluhwah! Hommage à CAN“ 2011: Tokyo, Tokyo Art Museum, „Passion“ 2012: Berlin, Galerie Pankow, „Apokalypse & Utopie“ 2012: Frankfurt (Oder), Museum Junge Kunst, „Neuerwerbungen“ 2012: Jena, Städtisches Museum, „Wunschbilder“, Neuerwerbungen 2012: New York, Museum of Modern Art, „Modern Poets: Collective Task“ 2013: Annaberg-Buchholz, Kunstkeller Annaberg, „Vogelfrühling“ 2014: Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus, „WELTENWECHSEL“ 2015: Berlin, Künstlerhaus Bethanien, „PASSION. Fanverhalten und Kunst“ 2015: Frankfurt (Oder), Museum Junge Kunst, „DDR Expressiv – Die 80er Jahre“ 2015: Reutlingen, Kunstverein Reutlingen, „WELTENWECHSEL“ 2 023: Berlin, Hamburger Bahnhof, „Nationalgalerie. Eine Sammlung für das 21. Jahrhundert“ 2026: Berlin, Haus. Kunst. Mitte, "The Art of Two. Between Autonomy and Collaboration"

Literatur Dimensione Futuro. Katalog. Edizioni La Biennale di Venezia, 1990, ISBN 88-208-0356-9. Ursula Müller: 100 Zeichnungen. Katalog. Berlinische Galerie, 1996, ISBN 3-927873-44-6. 100 Jahre Kunst im Aufbruch. Wienand Verlag, 1998, ISBN 3-87909-622-8. DIN ART 4. 560 Künstler und 1 Formular – Sammlung Klaus Hömberg 1985 bis 1997. Museumsstiftung Post und Telekommunikation. Edition Braus, Heidelberg 2001, ISBN 978-3-926318-94-7 Lothar Lang: Malerei und Grafik in Ostdeutschland. Verlag Faber und Faber, Leipzig 2002, ISBN 978-3-932545-97-9. Karin Thomas in: Kunst in Deutschland seit 1945. Dumont Verlag, Köln 2004, ISBN 978-3-8321-7452-1. Ricardo von Brasch: Künstler treffen in Berlin. Verlag Prestel, Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3-7913-4046-3. Killisch, Klaus. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 436 Thomas Günther: Poesie des Untergrundes. Katalog. Edition Galerie auf Zeit, Berlin und New York 2011, ISBN 978-3-00-033875-5. Kuhrmann, Liebermann, Dogerloh: Die Berliner Mauer in der Kunst. Ch. Links, Berlin 2011, ISBN 978-3-86153-652-9, S. 132–135. Uwe Warnke in: brennzeiten, Die Keramikwerkstatt Wilfriede Maaß 1980–1989–1998. Lukas Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-86732-195-2. Annette Tietz, Paula Boettcher in: Weltenwechsel. Sammlung Siegfried Seiz: Figürliche Malerei aus dem letzten Jahrzehnt der DDR und heute. Oertel+Spörer Verlag, Reutlingen 2015, ISBN 978-3-88627-385-0. Christoph Tannert in: PASSION – FAN-VERHALTEN UND KUNST. Künstlerhaus Bethanien, Berlin 2015, ISBN 978-3-941230-45-3. Christoph Tannert in: Bonjour Tristesse. dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk / Brandenburgische Kulturstiftung, Cottbus 2015, ISBN 978-3-942798-61-7.

Weblinks Website des Künstlers Klaus Killisch – kulturwerk Killisch auf artfacts.net Auktionsranking auf artnet.de

Einzelnachweise

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