Nowinki (, , ) ist eine Siedlung in der russischen Oblast Kaliningrad. Sie gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Munizipalkreis Krasnosnamensk im Rajon Krasnosnamensk.

Geographische Lage Nowinki liegt 14 Kilometer westlich der früheren Kreisstadt Dobrowolsk (Pillkallen/Schloßberg) und 25 Kilometer südwestlich der Rajonstadt Krasnosnamensk (Lasdehnen/Haselberg) an einer Nebenstraße aus Wesnowo (Kussen). Eine Bahnanbindung besteht nicht.

Geschichte mini|Die Gemeinde Kögsten auf einem Messtischblatt von 1936 Im Jahre 1557 wurde der Ort als Keckstekeimenn erstmals erwähnt, und zwar als Abtrennung von der älteren Streusiedlung Eggleningken (1938 bis 1945: Kiefernberg),Kögsten (Kreis Pillkallen) deren Überbleibsel zuletzt ebenfalls zu Nowinki gehörten. Um 1780 war Kögsten, das auch als Szameitkehmen bezeichnet wurde, ein königliches Bauerndorf, das auch eine Windmühle besaß.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 73. 1874 wurde die Landgemeinde Kögsten in den neu gebildeten Amtsbezirk Spullen im Kreis Pillkallen eingegliedert.Rolf Jehke, Amtsbezirk Spullen 1938 wurde Kögsten in Michelfelde umbenannt.

Im Jahre 1947 erhielt der Ort die russische Bezeichnung Nowinki und wurde gleichzeitig in den Dorfsowjet Wesnowski selski Sowet im Rajon Krasnosnamensk eingeordnet.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte des Gebiets Kaliningrad" vom 17. November 1947) Von 2008 bis 2015 gehörte Nowinki zur Landgemeinde Wesnowskoje selskoje posselenije, von 2016 bis 2021 zum Stadtkreis Krasnosnamensk und seither zum Munizipalkreis Krasnosnamensk.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1867Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871, Berlin 1874 230 1871 214 1885Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 203 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 181 1910 179 1933Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939 167 1939 143 1984Sowjetische Topographische Karte 100k--n34-046 ~ 90 2002Allrussische Volkszählung von 2002 42 2010Allrussische Volkszählung von 2010 35 2021Allrussische Volkszählung von 2021 18

Kirche Die mehrheitlich evangelische Bevölkerung Kögstens resp. Michelfeldes war vor 1945 in das Kirchspiel der Kirche in Kussen (russisch: Wesnowo) eingepfarrt und gehörte zum Kirchenkreis Pillkallen (Schloßberg) innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Nowinki im Einzugsbereich der evangelisch-lutherischen Gemeinde der Salzburger Kirche in Gussew (Gumbinnen) innerhalb der Propstei Kaliningrad (Königsberg) der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

Bemerkenswert Ferdinand und Ernst Riedelsberger in Kögsten erfanden den Dreschkorb. Ihre Erfindung wurde am 3. Februar 1904 vom Kaiserlichen Patentamt unter der Nr. 162540 patentiert.

Weblinks Nowinki bei bankgorodov.ru Nowinki bei prussia39.ru Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Michelfelde

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Rajon Krasnosnamensk