Der Hengstberg, auch Hengst, ist ein hoher Berg im Hauptkamm des Hausruck-und-Kobernaußerwald-Zuges zwischen Innviertel und Hausruckviertel in Oberösterreich. Im Profil des Kammes zeichnet er sich nur wenig ab.
Lage und Landschaft Der Gipfel befindet sich im Gemeindegebiet von Schildorn (Bezirk Ried, Nordseite), dessen höchste Erhebung er darstellt. Sonst haben WaldzellWaldzell nördlich des Hausruck-und-Kobernaußerwald-Zuges hat am Hengstberg Gemeindegebiet südlich der Wasserscheide. Dort entspringt der Redlbach. und Frankenburg Anteile an seinen Hängen. Die Zuordnung zu Hausruck (Ostteil des Zugs) oder Kobernaußerwald (Westteil) ist weitgehend beliebig, deren Abgrenzung wird irgendwo hier im Raum gesehen, teils direkt am Hengstberg selbst.Etwa die der Gebirgsgruppengliederung nach Trimmel Hundstalbach – Kammhöhe am Hamberg östlich Kote 722 – Ertlmoos; als die Wasserscheide Ager/Traun (Donau unterhalb Jochenstein) zu Inn (Donau oberhalb J.) zwischen Schwemmbach und Redl und dann weiter über den Hengstberg ostwärts; oder landschaftlich Frankenburg – Kobernaußerwaldwarte – Kobernaußen.
Den Norden entwässert die Antiesen (Kronawittbach bei Sankt Kollmann über Oberach) im Einzugsgebiet des unteren Inn, den Südosten der Frankenburger Redlbach (Edter Bach bei Oberedt), der über Vöckla – Ager der Traun zufließt.
Geschichte und Erschließung mini|links|Frankenburg, hinten der Hausrugg mit Hengstberg links und Guggenberg rechts (Vischer, Topographia Austriae superioris, 1674)
Hengst ist ein altes oberdeutsches Wort für ‚Wald‘.
Hier stand am alten Frankenburger Fahrweg die Weiße-Kreuz-Säule, eine Grenzmarke der churbayerischen Gerichte Friedburg und Ried gegen das österreichisch-obderennsische Gericht Frankenburg – das Innviertel kam erst mit dem Frieden von Teschen 1779 an Österreich. Am Hengstberg verlief auch eine Landwehr (Grenzbefestigung).
Südöstlich am Gipfel vorbei verläuft heute die Waldzeller Straße (L 1064), eine der weniger wichtigen Querungen des Höhenrückens, zwischen Waldzell (Nordseite) und Frankenburg am Hausruck (Bezirk Vöklabruck, Südseite; zur Frankenburger Straße L509 bei Dorf). Die Passhöhe wird ebenfalls schlicht Hengst genannt. mini|Der Wegweiser zum Hengst an der Straße von Waldzell nach Frankenburg mini|Der Wegweiser im Osten des Hengst an der Forststraße Der Berg liegt am Hausruck-Höhenweg (Hausruck-Kobernaußerwald-Weitwanderweg HKWW/10HK Haag – Mattighofen, Teil des Rupertiweg/E10), der auch eine gute Mountainbikestrecke darstellt.Hausruckrunde über Göblberg (801 m) / Mountainbike Tour, hofchri auf alpintouren.com, 2. Juli 2009.
Einzelnachweise Julius Strnadt: Grenzbeschreibungen von Landgerichten des Inviertels. Sonderabdruck aus dem Österreichischen Archiv für Geschichte, 102. Band, II. Hälfte (= Abhandlungen zum Historischen Atlas XII), Kommiss. Alfred Hölder, Wien 1913, Kapitel VII. Landgericht Friedburg c) Neue Grenzbeschreibung des Churbayrischen Pfleggerichts Friedburg gegen das Land ob der Ens (1770), S. 709 (Beginn des Abschnitts vorherige Seite; (); vergl. Anm. 28 (): ;der Kobernaußerwald wurde seinerzeit Höhnhart-Forst genannt, und am Hengst der Flurname Reischmos/-moß und Liechtenberg für die Gegend;der Landgraben und das Reischmoos sind auch 1582 genannt: ebd., Kapitel III. Grenzbeschreibung des Landgerichtes Ried a) Beschreibung der stritparen und unstritbaren Greniz des Gerichtes Ried (1582), S. 671 (), zitiert: Hochstift Passau Nr. 337 [Neuburg], Band 8, Bl. 1–11.der bei Strnadt aus 1770 geschilderte Grenzverlauf findet sich in der Karte S. Schütz, F. Müller: Mappa von dem Land ob der Enns. Im Jahr 1781 reducirt und gestochen von C. S. Schütz und geschrieben von F. Müller 1787 (Thema Erste Landesaufnahmen, Layer Schütz Müller 1787 online bei DORIS) Strnadt: Grenzbeschreibungen. 1913, S. 709 , Zeile 3 ().
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