Franz Josef Krings (vollständig Franz Joseph Lothar Krings; * 22. Juli 1886 in KönigswinterEcho des Siebengebirges, 14. August 1886, S. 3 (zeitpunkt.nrw)Echo des Siebengebirges, 7. Oktober 1915, S. 3 (zeitpunkt.nrw); † 16. Januar 1968 in AschaffenburgAngelika Schyma: Schlag auf Schlag – Der Eiserne Siegfried von Königswinter: Ein Beitrag zum Ersten Weltkrieg. In: Denkmalpflege im Rheinland, , 31. Jahrgang 2014, Nr. 3, S. 101–105 (hierzu S. 105).Standesamt Aschaffenburg, Sterbeurkunde Nr. 46/1968) war ein deutscher Architekt und Bildhauer, der insbesondere in seiner Heimatstadt Königswinter wirkte.
Leben und Wirken Während des Ersten Weltkriegs war Krings Leiter einer Beschäftigungsschule für Verwundete des Vereinslazaretts in Königswinter.Echo des Siebengebirges, 21. Juni 1917, S. 3 (zeitpunkt.nrw) Für die vom örtlichen Verkehrsverein aufgrund der Hyperinflation nach dem Krieg ab 1921 ausgegebenen Notgeld-Gutscheine steuerte er Entwürfe zur künstlerischen Gestaltung bei.Ansgar Sebastian Klein: Königswinterer Notgeld, 1999 (Erstdruck in Manfred van Rey, Ansgar Sebastian Klein [Hrsg.]: Königswinter in Zeit und Bild, Band II, 12. Teillieferung, Königswinter 2000) 1925 organisierte er als Leiter eines Festausschusses der Ortsvereine den örtlichen Festumzug zur Jahrtausendfeier der Rheinlande. In der im Jahr darauf von den Initiatoren dieser Feier gegründeten „Arbeitsgemeinschaft zur Pflege der Heimat“ (heute „Heimatverein Siebengebirge e. V.“) wirkte Krings als Vorstandsmitglied und Kunstwart.Heimatverein Siebengebirge e. V. – Archiv Geheimnisse einer alten Rheinvilla – ein Film von Gabriele Rose, Westdeutscher Rundfunk, 2014 (ab Minute 23:57) In der Zeit des Nationalsozialismus war Krings, der auch der NSDAP beitrat, ab 1933 künstlerischer Beirat der Stadt und später städtischer Propagandaleiter.Echo des Siebengebirges, 13. Juli 1933, S. 3 (zeitpunkt.nrw)Echo des Siebengebirges, 27. Januar 1938, S. 2 (zeitpunkt.nrw)
Krings war mit Nelly geb. Reck (1899–1985) verheiratet und hatte mindestens eine Tochter.Echo des Siebengebirges, 4. November 1926, S. 3 (zeitpunkt.nrw) Seine Grabstätte befindet sich auf dem Friedhof Oberweingartenweg in Königswinter.Grab von Franz Josef Krings auf dem Friedhof Oberweingartenweg, Wikimedia Commons
Werk (Auswahl) 1913: Königswinter, Drachenfelsstraße 107, Nibelungenhalle, bildhauerische Arbeiten (u. a. Halbreliefs von Göttern und Riesen) 1915: Königswinter, Drachenfelsstraße 5–7, Rathaus, Siegfried-Denkmal (Stifter: Vaterländischer Frauenverein) 1920: Königswinter, Hotel Union, Drachenskulptur (heute im Siebengebirgsmuseum)Weitaus mehr als ein Tag der offenen Tür, General-Anzeiger, 6. Juli 2009 1926: Königswinter, Hauptstraße 410, katholische Pfarrkirche St. Remigius, KirchenbänkeEcho des Siebengebirges, 23. September 1926, S. 2 (zeitpunkt.nrw) 1928: Königswinter, Hauptstraße (früher Nr. 92), Hotel Wenzel (vormals Lommerzheim), UmbauHerbert Menden: Königswinter in alten Ansichten. Band 3, Europäische Bibliothek, Zaltbommel 1995, Abb. 48. 1929: Königswinter, Friedhof Am Palastweiher, Kriegerdenkmal (in Folge des Zweiten Weltkriegs ergänzt) (zugleich Dissertation Universität Bonn, 2007)Angelika Schyma: Stadt Königswinter. (= Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmäler im Rheinland, Band 23.5.) Rheinland-Verlag, Köln 1992, ISBN 3-7927-1200-8, S. 111. 1930: Königswinter, Drachenfelsstraße 9, Verkehrsamt und Säulenhalle am RathausEcho des Siebengebirges, 25. Februar 1930, S. 2 (zeitpunkt.nrw)Echo des Siebengebirges, 14. Juni 1930, S. 2 (zeitpunkt.nrw) 1933: Königswinter, Drachenfelsstraße 107, Nibelungenhalle, DrachenhöhleNibelungenhalle, Drachenhöhle und Reptilienzoo 1934: Königswinter, Von-Claer-Straße 15–17, DoppelwohnhausEcho des Siebengebirges, 6. Januar 1934, S. 2 (zeitpunkt.nrw)Greven’s Adressbuch des Siegkreises, 7. Jahrgang (1940), Greven’s Adressbuch-Verlag, Köln 1940, S. 231. 1934: Königswinter, Drachenfelsstraße 12, Wohn- und Geschäftshaus, Umbau für die Zweigstelle Königswinter der Kreissparkasse SiegburgEcho des Siebengebirges, 21. August 1934, S. 3 (zeitpunkt.nrw)Echo des Siebengebirges, 18. August 1934, S. 4 (zeitpunkt.nrw) um 1935: Honnef, Insel Grafenwerth, Entwurf für einen Ehrenhof für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges (nicht ausgeführt)Frieder Berres: Die Regulierung des Rheins auf dem Stromabschnitt Bad Honnef–Königswinter. In: Jahrbuch des Rhein-Sieg-Kreises 1996, , Rheinlandia Verlag Klaus Walterscheid, Siegburg 1995, ISBN 3-925551-94-8, S. 60–74 (hier: S. 65) 1936: Duisburg, Stadtteil Hüttenheim, KriegerdenkmalDuisburger General-Anzeiger, 12. Oktober 1936, S. 9 (zeitpunkt.nrw)Echo des Siebengebirges, 17. Oktober 1936, S. 2 (zeitpunkt.nrw) 1937: Königswinter, Entwurf für ein Landerholungsheim der NS-Gemeinschaft Kraft durch Freude (nicht ausgeführt) (zugleich Dissertation Universität Bonn, 2007) 1937–1938: Bad Godesberg, Ortsteil Mehlem, Am Glückshaus 18–20, Villa mit Pförtnerhaus, Translozierung von Königswinter (Bauherr: Deutsche Arbeitsfront)Olga Sonntag: Villen am Bonner Rheinufer: 1819–1914, Bouvier Verlag, Bonn 1998, ISBN 3-416-02618-7, Band 2, Katalog (1), S. 86–88. (zugleich Dissertation Universität Bonn, 1994) 1937–1938: Königswinter, Hauptstraße 330, Villa Leonhart, Umbau und Erweiterung (Bauherr: Deutsche Arbeitsfront) 1938: Königswinter, Drachenfelsstraße, Weinbrunnen 1939–1941: Königswinter, Kurfürstenstraße/Von-Boltenstern-Platz/Gengerstraße, Wohnsiedlung (nach Kriegsbeschädigungen 1944 wiederhergestellt)Echo des Siebengebirges, 17. Oktober 1939, S. 2 (zeitpunkt.nrw)Holger A. Dux: Königswinter und seine bauliche Entwicklung. 26. Städtischer Wohnungsbau zwischen den Weltkriegen. In: Siebengebirgs-Zeitung, , 38. Jahrgang, Nr. 27, 5. Juli 2001, S. 2–4.Heimatverein Siebengebirge, Heinrich Blumenthal (Hrsg.): Aufbruch: Der Siebengebirgsraum 1945 bis 1955. Rheinlandia Verlag, Siegburg 2001, ISBN 3-935005-13-X, S. 11 (mit Abbildung). nach 1945: Königswinter, Hauptstraße 357, Hotel „Haus Hindenburg“, UmbauErst Krone, dann Kaiser und schließlich Präsident, General-Anzeiger, 31. Dezember 2004 1949: Königswinter, Nachtigallental, Willi-Ostermann-Denkmal (künstlerische Gestaltung), Tourismus Siebengebirge GmbH
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Einzelnachweise
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