Neugrub (fränkisch ebenfalls NeugrubW. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld, S. 63. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „nǫígrūb“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Geiselwind im unterfränkischen Landkreis Kitzingen. Neugrub liegt in der Gemarkung Burggrub.
Geografische Lage Der Weiler liegt am Wachberg (), einer Erhebung des Steigerwaldes. Im Ort steht östlich des Weihers eine Linde, die als Naturdenkmal ausgezeichnet ist. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Kreisstraße KT 47 (0,6 km nördlich) bzw. nach Burggrub zur Kreisstraße KT 49 (1 km östlich).
Geschichte Der Ortsname verweist, ähnlich wie bei Burggrub, auf die natürlichen Begebenheiten in der Umgebung des Dorfes. Das Grundwort -grub entstammt dem mittelhochdeutschen Wort gruobe, das Grube oder Steinbruch bedeutet. Wahrscheinlich lag der alte Ort Burggrub in einer Geländemulde. Der Name wurde für die Ausbausiedlung übernommen. Neugrub wäre danach die neue Siedlung bei der Geländegrube oder beim Steinbruch. Der Ort Neugrub ist eine Neugründung des 17. Jahrhunderts. Siedler, wahrscheinlich aus Altengrub, besiedelten den Ort. 1618 wurde Neugrub als Besitz des Hans Sigmund von Crailsheim erstmals urkundlich erwähnt.W. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld, S. 63.
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Neugrub dem Steuerdistrikt Füttersee zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Neugrub der Ruralgemeinde Ilmenau zugewiesen.H. Weiß: Stadt- und Landkreis Bamberg, S. 249. Am 20. Februar 1823 erfolgte die Umgemeindung nach Wasserberndorf.H. Weiß: Stadt- und Landkreis Bamberg, S. 222. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Neugrub am 1. Januar 1972 nach Geiselwind eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Jahr 1819 1836 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2025Einwohner 39 42 51 46 56 46 50 39 55 34 35 29 45HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1840 werden diese als Häuser bezeichnet und 1836 und von 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 9 9 8 8 8 6 7 8 Quelle
Bildung Neugrub liegt heute im Sprengel der Drei-Franken-Grundschule im Hauptort Geiselwind. Ab der 5. Klasse besuchen die Kinder die Nikolaus-Fey-Mittelschule in Wiesentheid. Weiterführende Schulen können mit der Mädchenrealschule in Volkach, der Realschule in Ebrach und mit der Realschule in Dettelbach besucht werden. Gymnasien gibt es in Münsterschwarzach (Egbert-Gymnasium), Volkach-Gaibach (Franken-Landschulheim Schloss Gaibach), Wiesentheid (Steigerwald-Landschulheim) und Kitzingen (Armin-Knab-Gymnasium). Bereits in Mittelfranken liegt das Gymnasium Scheinfeld.
Religion Neugrub ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Laurentius (Füttersee) gepfarrt.
Literatur Hans Bauer: Landkreis Kitzingen, Ein Kunst- und Kulturführer. Marktbreit 1993. Helmut Haberkamm, Annalena Weber: Neugrub. In: dies.: Kleine Sammlung fränkischer Dörfer. ars vivendi Verlag, Cadolzburg 2018, ISBN 978-3-86913-990-6, S. 120–131.
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Weiler im Landkreis Kitzingen Kategorie:Gemeindeteil von Geiselwind Kategorie:Gegründet im 17. Jahrhundert Kategorie:Ersterwähnung 1618