Margarete Koehler-Bittkow (auch Margarete Bittkow-Koehler), geborene Bittkow (* 22. April 1897 in Groß Lübars; † 1964 in Belmont, Massachusetts), war eine deutsche Textilkünstlerin und Malerin.

Leben Margarete Bittkow besuchte von 1919 bis 1923 die Textilklasse des Bauhauses in Weimar und studierte u. a. bei Lyonel Feininger, Paul Klee und Gunta Stölzl. 1920 heiratete sie den Kunsthistoriker und Direktor der Staatlichen Kunstsammlungen in Weimar Wilhelm Koehler. Mit diesem und ihren zwei Söhnen emigrierte sie 1934 in die USA, wo ihr Mann als Professor an der Harvard University lehrte. In ihrem Haus verkehrten zahlreiche der in die USA emigrierten Bauhaus-Künstler.

Fertigte sie am Bauhaus vor allem Webereien an, so war sie in den USA vor allem als Malerin tätig.

1937 wurde in der Nazi-Aktion „Entartete Kunst“ nachweislich ihre Mappe Suaheli. Märchen vom Sultan Darai mit sieben Zeichnungen (1917) aus dem Schlossmuseum Weimar beschlagnahmt und vernichtet.Datenbank zum Beschlagnahmeinventar der Aktion "Entartete Kunst", Forschungsstelle "Entartete Kunst", FU Berlin

Literatur Gunta Stölzl. Weberei am Bauhaus und aus eigener Werkstatt. Kupfergraben-Verlag, Berlin 1987, S. 157. Sigrid Wortmann Weltge: Bauhaus-Textilien : Kunst und Künstlerinnen der Webwerkstatt. Übersetzung aus dem Amerikanischen. Schaffhausen : Ed. Stemmle, 1993, S. 201bei Weltge abweichende Lebensdaten für Margarete Bittkow-Köhler

Weblinks Vita Online-Ausstellung mit zahlreichen Werkbeispielen Werke von Margarete Bittkow-Koehler in den Harvard Art Museums

Einzelnachweise

Kategorie:Bildwirker (Deutschland) Kategorie:Maler (Deutschland) Kategorie:Schüler am Bauhaus Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus Kategorie:Deutscher Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1897 Kategorie:Gestorben 1964 Kategorie:Frau