Die Gobiosomatini sind eine Tribus der Grundeln (Gobiidae). Fische aus dieser Gruppe, die im englischen wegen ihrer sieben Rückenflossenstacheln als „American seven-spined gobies“ bezeichnet werden, leben küstennah im Meer auf beiden Seiten des amerikanischen Doppelkontinents sowie in Süßgewässern. Das Verbreitungsgebiet reicht im Osten von Massachusetts bis Argentinien und im Westen vom Golf von Kalifornien bis Chile. Einige Gattungen kommen nur auf der atlantischen oder pazifischen Seite vor, die meisten aber auf beiden Seiten Amerikas. Besonders artenreich ist die Karibik. Viele der dort vorkommenden Arten sind hier endemisch. Insgesamt gehören über 130 Arten aus 28 Gattungen zu den Gobiosomatini. Sie stellen hiermit etwa 40 % der in der Neuen Welt vorkommenden Grundelgattungen und etwa 50 % der Grundelarten der Neuen Welt.

Die Gobiosomatini zeigen eine große Diversität bezüglich ihrer Farben, ihrer Ökologie und ihres Verhaltens. Einige kommen in flachen Süßgewässern vor, andere im Brackwasser von Flussmündungen. Im Meer kommen sie sowohl in Fels- und Korallenriffen als auch auf Schlamm-, Kies- oder von Muschelgrus bedeckten Böden sowie auf Hartböden mit oder ohne Algenbewuchs vor.

Merkmale Wie fast alle Grundeln sind die Gobiosomatini kleine langgestreckte Fische die nur wenige Zentimeter lang werden. Zu den Merkmalen, die genannt werden um die Gobiosomini zu diagnostizieren gehören sieben Rückenflossenstacheln, ein Rückenflossen-Pterygiophoren-Muster von 3-221110 (in allen Gattungen mit Ausnahme von Evermannichthys, Pariah und Risor), eine Wirbelzahl von 11+16-17 (in allen Gattungen mit Ausnahme von Evermannichthys und Pariah) und das Verschmelzen der Hypuralia 1+2 mit 3+4 (in allen Gattungen mit Ausnahme von Aboma, Akko, Bollmannia, Microgobius, Palatogobius und Parrella).

Gattungen

Gobiosoma-Gruppe Aboma Jordan & Starks, 1895 Aruma Ginsburg, 1933 Barbulifer Eigenmann & Eigenmann, 1888 Elacatinus Jordan, 1904 Enypnias Jordan & Evermann, 1898 Evermannichthys Metzelaar, 1920 Ginsburgellus Böhlke & Robins, 1968 Gobiosoma Girard, 1858 Ophiogobius Gill, 1863 Pariah Böhlke, 1969 Pycnomma Rutter, 1904 Risor Ginsburg, 1933 Robinsichthys Birdsong, 1988 Tigrigobius Fowler 1931 Microgobius-Gruppe Akko Birdsong & Robins, 1995 Bollmannia Jordan in Jordan & Bollmann, 1890 Microgobius Poey, 1876 Palatogobius Gilbert, 1971 Parrella Ginsburg, 1938 Nes-GruppeTornabene, L., Van Tassell, J.L., Gilmore, R.G., Robertson, D.R., Young, F. & Baldwin, C.C. (2016): Molecular phylogeny, analysis of character evolution, and submersible collections enable a new classification of a diverse group of gobies (Teleostei: Gobiidae: Nes subgroup), including nine new species and four new genera. Zoological Journal of the Linnean Society, Mai 2016. Carrigobius Van Tassell, Tornabene & Gilmore, 2016 Chriolepis Gilbert, 1892 Cryptopsilotris Van Tassell, Tornabene & Gilmore, 2016 Eleotrica Ginsburg, 1933 Gobulus Ginsburg, 1933 Gymneleotris Bleeker, 1874 Nes Ginsburg, 1933 Paedovaricus Van Tassell, Tornabene & Gilmore, 2016 Pinnichthys Van Tassell, Tornabene & Gilmore, 2016 Psilotris Ginsburg, 1953 Varicus Robins & Böhlke, 1961

Literatur Lukas Rüber, James L. Van Tassell, Rafael Zardoya: Rapid speciation and ecological divergence in the American seven-spined gobies (Gobiidae, Gobiosomatini) inferred from a molecular phylogeny. Evolution 57(7):1584-1598. 2003, doi: 10.1554/02-668

Weblinks James Van Tassell: The Tribe Gobiosomatini

Einzelnachweise

Kategorie:Grundeln Kategorie:Gobiidae