Weißlenreuth ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Konradsreuth im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern). Weißlenreuth liegt in der Gemarkung Markersreuth.
Geografie Das Dorf liegt auf freier Flur. Es entspringt dort der Modlitzbach, ein linker Zufluss des Ulrichsbachs. Die Staatsstraße 2461 führt nach Konradsreuth (3,3 km nordöstlich) bzw. nach Reuthlas (1,8 km südlich). Auf dem Weg nach Konradsreuth befindet sich ein Kilometerstein und ein aufgelassener Gneis-Steinbruch, der als Geotop ausgezeichnet ist. Nördlich auf dem Steinbühl () steht ein Baum, der als Naturdenkmal geschützt ist.
Geschichte Weißlenreuth wurde 1373 urkundlich erwähnt, als der Nürnberger Burggraf Friedrich V. von den Brüdern Erich, Friedrich und Babo von Sparneck diesen Ort kaufte.O. Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland , Sp. 769.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Weißlenreuth aus 19 Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft stand dem bayreuthischen Stadtrichteramt Münchberg zu. Grundherren waren das Kastenamt Münchberg: 6 Halbhöfe, 1 Dreiviertelhof, 3 Viertelhöfe, 1 Viertelhof mit halbem Haus, 1 Haus, 3 Tropfhäuser; das Hospitalamt Hof: 2 Höfe; das Kloster- und Pfründeamt Kulmbach: 1 Halbhof; die Pfarrei Münchberg: 1 Halbhof.A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 442. Dort werden abweichend 18 Anwesen als Gesamtzahl angegeben.
Von 1797 bis 1810 unterstand Weißlenreuth dem Justiz- und Kammeramt Münchberg. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Grund dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Markersreuth und der zugleich entstandenen die Ruralgemeinde Markersreuth zugewiesen.A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 492. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Weißlenreuth am 1. Mai 1978 nach Konradsreuth eingemeindet.
Ehemalige Baudenkmäler Haus Nr. 3: Modern ausgebauter Wohnstallbau, der Sturz der Haustür am Scheitelstein bezeichnet „NR 1829“.T. Breuer: Landkreis Münchberg, S. 36. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Haus Nr. 6: Wohnstallbau mit Frackdach, der Türsturz am Scheitelstein bezeichnet „J. J. L. 1841“. Erdgeschoss massiv, Obergeschoss verschalt, Strohdeckung an der Südseite erhalten. Haus Nr. 7: Zweigeschossiger Wohnstallbau mit Halbwalmdach, der Türsturz am Scheitelstein bezeichnet „J. J. H. 1843“ (=Johann Julius Hahn).
Einwohnerentwicklung Jahr 1799 1812 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2021 2025Einwohner 124 135 153 215 211 215 200 166 243 182 174 153 89 88HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 22 27 34 32 31 33 34 35 Quelle J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 6, Sp. 145. Dort als Weislenreuth aufgelistet.
Religion Weißlenreuth ist bis heute nach St. Martin (Ahornberg) gepfarrt und seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt.A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 442.
Literatur
Hans Bucka, Oskar Heland: Grenzsteine – Flur- und Kleindenkmäler im Landkreis Hof. Hoermann, Hof 1991, ISBN 3-88267-040-1, S. 127.
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Konradsreuth) Kategorie:Ort im Landkreis Hof Kategorie:Ersterwähnung 1373