mini|Luftbild von Dauchingen (1983) Dauchingen ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg im Schwarzwald-Baar-Kreis.
Geografie Geografische Lage Dauchingen liegt auf der flach-welligen, nach Osten abflachenden Baarhochfläche, die im Osten steil ins Tal des oberen Neckars, der im Südosten wenige hundert Meter die Gemarkung durchfließt, abfällt. Die Entfernung zur Kreisstadt Villingen-Schwenningen beträgt vier Kilometer, zu Niedereschach fünf und zu Trossingen sechs Kilometer.
Flächennutzung Die Ortslage ist umgeben von landwirtschaftlich intensiv genutzten Flächen. Schützenswerte Biotope sind nicht mehr erhalten. Eine Ausnahme bilden die am östlichen und zum Teil am südlichen Ortsrand gelegenen Obstbaumflächen und wegbegleitenden Vogelschutzgehölze.
Das Neckartal im Osten Dauchingens ist als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Die Johann-Linde ist Naturdenkmal.
Nachbargemeinden Die Gemeinde grenzt im Norden an Niedereschach, im Osten an Deißlingen im Landkreis Rottweil und im Süden und Westen an Villingen-Schwenningen.
Gemeindegliederung Zur Gemeinde Dauchingen gehören das Dorf Dauchingen, Haus und Gehöft Längetalhof, das Gehöft Neckartalmühle und das Haus Auf Firsten. Im Gemeindegebiet liegen die abgegangenen Ortschaften Hinterhöfen, Riesenburg, Turm ze Tochingen und Zaunstetten.Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg. Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2, S. 599–600.
Schutzgebiete
In Dauchingen liegt das Landschaftsschutzgebiet Neckartäle, das ebenso wie das Schopfelestal zum FFH-Gebiet Baar, Eschach und Südostschwarzwald gehört. Daneben hat Dauchingen Anteile am Vogelschutzgebiet Baar.Daten- und Kartendienst der LUBW
Geschichte Dass Römer im Gebiet Dauchingens gesiedelt haben, ist durch Funde nachweisbar. Im 3. Jahrhundert siedelten sich dann hier Alemannen an. Eine erste urkundliche Erwähnung gibt es in den Gründungsberichten des Klosters Sankt Georgen im Schwarzwald unter den Namen Taichingen und Töchingen. Nach wechselnden Herrschaftsverhältnissen vom 11. bis 15. Jahrhundert – Zähringer, Fürstenberger und Hohenzollern – kam Dauchingen 1479 bis 1803 an die Stadt Rottweil und wurde damit württembergisch. Durch den Pariser Vertrag von 1810 wurde Dauchingen dann aber dem Großherzogtum Baden zugesprochen.
Politik Verwaltungsgemeinschaft Die Gemeinde gehört der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Villingen-Schwenningen an.
Gemeinderat mini|Das Rathaus Dauchingens Der Gemeinderat in Dauchingen besteht aus den zwölf gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte zu folgendem Endergebnis (mit Vergleichszahlen voriger Wahlen):Gemeinde Dauchingen, Gemeinderatswahl 2024
Parteien und Wählergemeinschaften %2024 Sitze2024 %2019 Sitze2019 %2014 Sitze2014 FW Freie Wähler 18,5 2 34,8 4 36,35 4 UB Unabhängige Bürger für Dauchingen 38,1 5 29,6 4 32,49 4 CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 43.4 5 35,6 4 32,16 4Gesamt 100 12 100 1210012Wahlbeteiligung 63,6 % 61,8 % 57,9 %
Bürgermeister Torben Dorn (parteilos) ist seit dem 1. Januar 2012 Bürgermeister Dauchingens. Am 13. Oktober 2019 wurde er mit 97,0 Prozent der gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit von acht Jahren gewählt.Staatsanzeiger BW: Torben Dorn Frühere Bürgermeister waren von 1965 bis 1992 Elmar Österreicher und von 1992 bis 2011 Anton Bruder.
Wappen
Gemeindepartnerschaft Dauchingen pflegt seit 2000 eine Partnerschaft mit der Gemeinde Huttendorf im Elsass.
Wirtschaft und Infrastruktur Verkehr Der ÖPNV in Dauchingen wird vom Verkehrsverbund Schwarzwald-Baar gewährleistet. Etwa drei Kilometer östlich Dauchingens besteht am Bahnhof Trossingen Anschluss an die Bahnstrecke Rottweil–Villingen.
Durch den Ort führt die Landesstraße 423. Am Südrand des Gemeindegebietes trifft sie auf die Bundesstraße 523, über die die Bundesstraße 27 und die Autobahn 81 in etwa vier Kilometern erreichbar sind. mini|hochkant=1.1|Katholische Kirche St. Cäcilia mini|hochkant=0.9|In Dauchingen geboren: Der Uhrmacher Lorenz Bob
Ansässige Unternehmen In Dauchingen besteht mit der Spar- und Kreditbank Dauchingen eG eine Genossenschaftsbank. Diese fusionierte 2018 mit der Volksbank Schwarzwald Baar Hegau.Roland Sprich: Dauchinger Spar- und Kreditbank fusioniert mit Volksbank, in: suedkurier.de, 14. Juni 2018, abgerufen am 31. Dezember 2023.
Bildung Dauchingen verfügt über eine eigene Grundschule – die Astrid-Lindgren-Schule.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt Franz Joseph Bob (1733–1802), Philologe, Kameralist und Hochschullehrer Lorenz Bob (1805–1878), Uhrmacher Balthasar Burkart (1896–1960), Politiker (BCSV/CDU), MdL Baden
Persönlichkeiten mit Verbindung zur Gemeinde Marco Caligiuri (* 1984), Fußballspieler, lange hier wohnhaft Daniel Caligiuri (* 1988), Fußballspieler, lange hier wohnhaft
Literatur Joachim Sturm: Dauchingen – Ein Gang durch die Geschichte. 1094–1994. Dauchingen 1994, ISBN 3-925221-11-5.
Einzelnachweise
Weblinks
Kategorie:Ort im Schwarzwald-Baar-Kreis