Dominik Raneburger (* 17. Februar 1989 in Lienz, Tirol) ist ein österreichischer Film- und Theaterschauspieler.
Leben Nach dem Besuch der Pflichtschule absolvierte Dominik Raneburger das Bundes-Oberstufenrealgymnasium Lienz, an welchem er im Jahr 2007 die Matura ablegte. Danach absolvierte er seinen Zivildienst am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien. Seit 2008 studierte Raneburger Schauspiel am renommierten Max Reinhardt Seminar, an welchem er 2012 sein Diplom erhielt., abgerufen am 13. Juli 2023
Seine erste Rolle bekam Raneburger im Alter von 14 Jahren in Jo Baiers Heimatfilm Schwabenkinder; der für den Deutschen Fernsehpreis und den Adolf-Grimme-Preis nominiert wurde und den Bayerischen Fernsehpreis sowie den Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste gewann. Danach sollte es fünf weitere Jahre dauern, bis er 2008 in Tatort: Granit erneut als Schauspieler vor der Kamera stand. Es folgten Gastauftritte in den Krimiserien Schnell ermittelt und SOKO Donau und SOKO Kitzbühel. Zudem war Raneburger zwei Staffeln lang im Cast der ORF-Serie „Vorstadtweiber“ als Marcello zu sehen.
Neben seiner Arbeit vor der Kamera steht Raneburger auch als Schauspieler auf Theaterbühnen, so im Schauspielhaus Wien und den Festspielen Reichenau. 2012 war er zudem in Trust von Falk Richter am Théâtre du Centaure in Luxemburg und in der Uraufführung „Die Lipizzanernummer“ von Jean-Paul Maes am Théatre National de Luxembourg zu sehen. Dominik Raneburger spricht neben seiner Muttersprache Deutsch nicht nur Englisch und Französisch, sondern auch Luxemburgisch.
Seit der Spielzeit 2014/15 ist er festes Ensemblemitglied des Düsseldorfer Schauspielhauses.
2021 wurde Raneburger für „Eine blassblaue Frauenschrift“ in der Kategorie Moderner Klassiker in Hamburg mit dem Monica-Bleibtreu-Preis ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde Das Mädchen aus dem Bergsee mit dem Fernsehpreis der Österreichischen Erwachsenenbildung in der Kategorie „Fiktion“ ausgezeichnet mit Raneburger in der Rolle des jungen Ermittlers Alexander-Yusuf Demir.
2023 gewann Der Quickie in der Regie von Eileen Byrne den Luxemburgischen Filmpreis in der Kategorie „Meilleure Série ou Production Transmedia“ in dem Raneburger den Burg-Schauspieler Andreas Burger spielt. Im Herbst 2023 übernahm er die Hauptrolle in der Uraufführung des Romans Der Mann der durch das Jahrhundert fiel basierend auf dem Bestseller von Moritz Rinke am Altonaer Theater in Hamburg.
Bei den 74. Internationalen Filmfestspielen Berlin feierte „Mit einem Tiger schlafen“ der Regisseurin Anja Salomonowitz seine Weltpremiere in der Sektion „Forum“, in dem Raneburger den Vater der Malerin Maria Lassnig, dargestellt von Birgit Minichmayr, spielt. Bei der Verleihung des Österreichischen Filmpreises 2025 gewann der Film bei neun Nominierungen in fünf Kategorien.
Nach Das Mädchen aus dem Bergsee feierte Der Tote in der Schlucht seine Premiere im März 2023 auf der Diagonale in Graz. Als dritter Teil der erfolgreichen Reihe erlebte Tod in Tirol seine Weltpremiere bei den Filmfestspielen Kitzbühel 2025 mit Raneburger als Kommissar Alexander-Yusuf Demir.
Im Jahr 2026 feierte "FLICK" seine Premiere als Web-Serie mit Raneburger in der Hauptrolle Lex Schmidt während im Sommer die Dreharbeiten zu dem Kinofilm "Mortal Beings" in der Rolle Bob stattfanden.
Filmografie 2003: Schwabenkinder 2008: Tatort – Granit 2012: Schnell ermittelt – Jana Solm 2013: Schon wieder Henriette 2014: Die Steintaler ...von wegen Homo sapiens (Fernsehserie, 12 Folgen) 2014: SOKO Donau (Fernsehserie, 1 Folge) 2015–2016: Vorstadtweiber (Fernsehserie, 10 Folgen) 2015: Die weiße Schlange 2016: Ghetto 2017: Die Nacht 2017: Von Oben 2018: Parallels 2019: SOKO Kitzbühel: Alleingelassen 2020: Landkrimi: Das Mädchen aus dem Bergsee 2021: Der Quickie (Kurzfilm) 2023: Landkrimi: Der Tote in der Schlucht (Fernsehreihe) 2024: Mit einem Tiger schlafen 2024: Marianengraben 2024: Kannerspill 2025: Landkrimi – Tod in Tirol (Fernsehreihe) 2025: Captain Truth 2026: FLICK 2026: Mortal Beings
Theater 2009: Der Mann des Zufalls Max Reinhardt Seminar, Regie: Jens Bluhm 2009: Der Heldenplatz-Skandal Theater in der Josefstadt – Probebühne, Regie: Steffen Jäger 2010: Was ihr wollt Schlosstheater Schönbrunn, Regie: Sylvie Rohrer 2011: Geheime Freunde Schlosstheater Schönbrunn, Regie: Karoline Kunz 2011: Zu Dia ziagt’s mi hin Max Reinhardt Seminar, Regie: Sarah Kors 2011: Ein Traumspiel Max Reinhardt Seminar, Regie: Jens Bluhm 2012: Wie es euch gefällt Shakespeare-Festspiele Rosenburg, Regie: Helene Vogel 2012: Trust Théatre du Centaure Luxemburg, Regie: Jens Bluhm 2013: Life-Like Baumgartner Höhe Wien, Regie: Jens Bluhm 2013: Die Lipizzanernummer Théatre National de Luxembourg, Regie: Anne Simon 2013: Der einsame Weg Festspiele Reichenau, Regie: Hermann Beil 2014: Sonia Mushkat Theater Nestroyhof Hamakom Wien, Regie: Michael Gruner 2014: Der Process Festspiele Reichenau, Regie: Renate Loidolt 2014: Das weite Land Festspiele Reichenau, Regie: Hermann Beil 2015: Mord Düsseldorfer Schauspielhaus, Regie: Dedi Baron 2015: Comedian Harmonists Düsseldorfer Schauspielhaus, Regie: Mathias Schönsee 2015: Der Hauptmann von Köpenick Düsseldorfer Schauspielhaus, Regie: Christian von Treskow 2016: Die Kleinbürgerhochzeit Düsseldorfer Schauspielhaus, Regie: Hans Ulrich Becker 2016: Die Nibelungen Düsseldorfer Schauspielhaus, Regie: Kurt Josef Schildknecht 2016: Das brennende Geheimnis Festspiele Reichenau, Regie: Renate Loidolt 2016: Liebelei Festspiele Reichenau, Regie: Regina Fritsch 2017: Du bist mir so unendlich lieb; Kinneksbond Mamer Luxemburg 2017: Liebelei Vorarlberger Landestheater, Regie: Rudolf Frey 2018: Zweite Allgemeine Verunsicherung; Kasemattentheater Luxemburg, Regie: Jens Bluhm 2018: Weisser Raum, Ruhrfestspiele Recklinghausen, Regie: Anne Simon 2018: Das Vermächtnis, Festspiele Reichenau, Regie: Hermann Beil 2018: Der Revisor, Kleines Theater Berlin, Regie: Mathias Schönsee 2019: Der Ruf des Lebens, Festspiele Reichenau, Regie: Helmuth Wiesner 2019: Eine blassblaue Frauenschrift, Kleines Theater Berlin, Regie: Mathias Schönsee 2020: Radetzkymarsch, Vereinigte Bühnen Bozen, Regie: Rudolf Frey 2020: Amadeus, Independent Little Lies, Regie: Jacques Schiltz, Claire Wagener 2021: Mendy – Das Wusical, Les Théatres de la ville de Luxembourg, Regie: Jacques Schiltz, Tom Dockal 2021: De Besch, Volleksbuehn Luxemburg, Regie: Anne Simon, Max Jacoby 2021: A'll d'Déieren aus dem Besch, Les Théatres de la ville de Luxembourg, Regie: Anne Simon 2022: Das HAU-Projekt, Kasemattentheater Luxembourg, Regie: Jacques Schiltz 2023: Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel, Altonaer Theater Hamburg, Regie: Mathias Schönsee 2023: So ein Theater, Kleines Theater Berlin, Regie: Mathias Schönsee 2024: Erbe, Theater Nestroyhof Hamakom Wien, Regie: Ingrid Lang 2025: Vreckvéi, Theater Miersch Luxemburg, Regie: Max Jacoby 2026: Von Wunden und Wundern, Kaleidoskop Theater Luxemburg, Regie: Sara Goerres 2026: Wagner, Independent Little Lies, Théatre National de Luxembourg, Regie: Jacques Schiltz 2026: The Lobster considers, Théâtre National de Luxembourg, Regie: Anne Simon
Weblinks
Dominik Raneburger bei castupload.com Offizielle Website
Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Person (Lienz) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1989 Kategorie:Mann