Hermes ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand: ) im Département Oise in der Region Hauts-de-France. Sie gehört zum Arrondissement Beauvais und zum Kanton Mouy.

Geographie Die Gemeinde Hermes liegt am Nordwestrand des Vexin français am Fluss Thérain, in den hier von links der Bach La Trye und von rechts der Ruisseau de Parisis münden, 13 Kilometer südöstlich von Beauvais. Zu Hermes gehören die Ortsteile Marguerie, Méhécourt, Carville, Caillouel und Friancourt. Durch Hermes führt die Bahnstrecke von Beauvais nach Creil; mit dem unmittelbar benachbarten Berthecourt teilt sich Hermes den Bahnhof. Die Entfernung nach Mouy beträgt rund acht Kilometer, die nach Noailles rund sechs Kilometer. Im Norden des Gemeindegebiets liegen die Überreste der ehemaligen Zisterzienserabtei Froidmont (der gleichnamige Ort in der Nachbargemeinde Bailleul-sur-Thérain). Im Norden liegt die Forêt domaniale de Hez-Froidmont teilweise auf dem Gebiet der Gemeinde.

Toponymie und Geschichte Der Ortsname wird auf die lateinische Bezeichnung Mons Hermarum zurückgeführt. Hermes findet sich in der Carte de Cassini.

Der Ort war schon in der Jungsteinzeit besiedelt. In geschichtlicher Zeit lag er im Land der Bellovaker, eines belgischen Volksstamms. In gallo-römischer Zeit stand hier der Vicus Ratumagus. Bei Ausgrabungen im 19. Jahrhundert wurde eine merowingische Nekropole entdeckt. Im Mittelalter stand das Gemeindegebiet unter der Herrschaft des Klosters Froidmont. 1187 wurde unter dem Schutz der Grafen von Clermont eine Festung errichtet, die der Bischof von Beauvais Philipp von Dreux bald darauf zerstören ließ. Nach ihrem Wiederaufbau diente sie im Hundertjährigen Krieg und in der Jacquerie bis zur endgültigen Zerstörung 1431 als Unterschlupf von Straßenräubern. Die Herrschaft des Klosters Froidmont endete mit der Französischen Revolution. Von 1880 bis 1949 verband eine meterspurige Sekundärbahn Hermes mit Beaumont-sur-Oise.

Einwohner Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2014 2021 Einwohner 1635 1588 1802 1828 1964 2331 2391 2463 2499 Quellen: Cassini und INSEE

Sehenswürdigkeiten Reste des Klosters Froidmont im 19. Jahrhundert restaurierte Kirche Saint-Vincent mit sechsjochigem Langhaus und Seitenschiff auf der Nordseite, Nebenkapelle im Süden sowie dreijochigem Chor mit schiefergedecktem Dachreiter im Westen aus dem Jahr 1927, der den 1919 eingestürzten romanischen Turm ersetzt, 1927 als Monument historique eingetragenclochers.org Kapelle Notre-Dame de Bon-Secours 1884 errichtete Mairie mehrere lavoirs (ehemalige öffentliche Waschhäuser)

Persönlichkeiten Der Trouvère Hélinand de Froidmont (um 1160–um 1230)

Einzelnachweise

Weblinks

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