Die Saison 2014/15 ist die achte Spielzeit der deutschen Basketball-Spielklasse ProB gewesen. Die ProB ist die zweite Staffel der hierarchisch strukturierten 2. Basketball-Bundesliga. Die reguläre Saison begann am 27. September 2014 und endete am 7. März 2015, an die sich die Play-offs um den Aufstieg sowie die Play-down-Relegationsrunden anschlossen. Die Play-offs endeten am 2. Mai 2015 mit dem zweiten Finalspiel, in dem die BAWE Oldenburger TB ihren Vorjahrestitel beim Finalgegner SC Rist Wedel verteidigen konnte.

Modus Es nehmen je zwölf Mannschaften in zwei Gruppen Nord und Süd am Spielbetrieb dieser Spielklasse teil. Die reguläre Saison wird als Rundenturnier im Modus Jeder gegen Jeden () mit Hin- und Rückspiel in der jeweiligen Regionalgruppe ausgetragen. Die jeweils acht bestplatzierten Mannschaften am Ende dieser Hauptrunde spielen überkreuz im Modus „Best-of-Three“ in den Play-offs die beiden Finalteilnehmer aus, die beide das sportliche Teilnahmerecht an der ProA für die darauffolgende Spielzeit erwerben und den Meister dieser Spielklasse ausspielen. Die Mannschaften auf den Plätzen neun bis zwölf jeder Gruppe am Ende der Hauptrunde spielen unter Beibehaltung der Hauptrunden-Ergebnisse ein weiteres Rundenturnier mit Hin- und Rückspiel innerhalb der Regionalgruppen aus, wobei die beiden jeweils auf den zwei untersten Tabellenplätzen rangierenden Mannschaften in die Regionalligen absteigen. Nehmen mehr als zwölf Mannschaften in einer Gruppe teil, so sind die in der Hauptrunde hinter Platz zwölf rangierenden Mannschaften direkt abgestiegen.

Anforderungen Die teilnehmenden Vereine müssen einen per Lizenzerteilung ihre per Lizenzstatut geregelten Nachweise über die sportliche Qualifikation, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, Eignung spieltechnischer Einrichtungen und organisatorischen Voraussetzungen erbringen. Darüber hinaus wird die Vereinsorganisation, die Nachwuchsförderung und die Spielstätten-Infrastruktur nach einem Punktesystem bewertet. Verpflichtend für die Teilnehmer an der ProB insbesondere eine Spielstätte mit einer Kapazität für mindestens 500 Zuschauer.

Während des Spieles müssen pro Mannschaft immer drei deutsche Spieler auf dem Spielfeld stehen, die deutschen Spieler sind mit einer deutschen Flagge auf den Trikots gekennzeichnet sein. Es können maximal 18 Spieler je Saison und Team eingesetzt werden. Davon müssen mindestens neun die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Von den maximal zwölf je Spiel einsetzbaren Spielern müssen mindestens sechs Deutsche sein. Es gibt Doppellizenzen für Spieler der Altersklasse U24, die damit gleichzeitig in der BBL einsetzbar sind, sowie für U22-Spieler aus den Regionalligen (und darunter). Spieler mit einer Doppellizenz zählen nicht zu den 18 maximal einsetzbaren Spielern, mit Besitz der deutschen Staatsangehörigkeit wohl aber zur nationalen Quote.

Saisonnotizen Vor der Saison wurde die offizielle Webseite der 2. Basketball-Bundesliga, also für ProA und ProB gemeinsam, überarbeitet. Aus der ProA 2013/14 stiegen als sportliche Absteiger die BG Karlsruhe und die Otto Baskets Magdeburg in die ProB ab. Der Meister der ProB 2013/14, die Baskets Akademie Weser-Ems Oldenburger TB, beantragte keine Lizenz für die ProA 2014/15 und verwirkte damit sein sportliches Aufstiegsrecht, so dass allein Vorjahresfinalist Bike-Café Messingschlager Baunach in die ProA 2014/15 aufstieg. Nachrücker für die BAWE Oldenburger TB waren per Wildcard die Hamburg Towers. Aufsteiger aus den Regionalliga Nord waren die Rostock Seawolves, aus dem Westen die Iserlohn Kangaroos, aus dem Südosten die TG Take-Off Würzburg und aus dem Südwesten die TV Saarlouis Royals. Die endgültige Lizenzerteilung für Absteiger Otto Baskets Magdeburg und Aufsteiger TV Saarlouis Royals erfolgte erst im zweiten Anlauf, so dass die Ligeneinteilung lange Zeit nicht feststand. Am Saisonende mussten sich die Otto Baskets einem Nachlizenzierungsverfahren stellen. Ferner verzichteten schließlich die UBC Hannover Tigers auf ihre Lizenz und erwirkten einen Teilnahmerechtstausch mit Nord-Regionalligist SC Itzehoe Eagles, so dass schließlich die Teilnehmerzahl der Gruppe Nord auf 13 festgeschrieben wurde. Die regionale Aufteilung der Gruppen Nord und Süd wurde angepasst, so dass die Mannschaften aus dem Osten der Republik, welche dem „Beitrittsgebiet“ von 1990 entsprechen, in der Gruppe Nord konzentriert wurden. Mannschaften aus Nordrhein-Westfalen wurden zwischen Gruppe Nord und Gruppe Süd aufgeteilt, so dass neben den Dragons Rhöndorf in dieser Saison auch die Schwelmer Baskets und Aufsteiger Iserlohn Kangaroos in der Gruppe Süd spielen. Die Dresden Titans und die Uni-Riesen Leipzig rückten dafür in die Gruppe Nord. Der Spieler Filmore Beck schlug am achten Spieltag im Spiel der Langen Giraffen gegen die BG Karlsruhe seinen Gegenspieler Paul Brotherson mit einem Faustschlag zu Boden. Brotherson erlitt mehrere Knochenbrüche im Gesichtsbereich, darunter im Kiefer, am Jochbein und an der Nase, sowie verlor einige Zähne. Nach notärztlicher und operativer Behandlung konnte er erst nach mehr als sechs Wochen wieder an Meisterschaftsspielen teilnehmen. Dem disqualifizierten Beck wurde von seinem Verein TV Langen gekündigt, zudem wurde er von der Spielleitung der 2. Basketball-Bundesliga in einem zuvor beispiellosen Strafmaß mit einer Sperre von knapp vier Jahren bis Mitte 2018 von Spielen in nationalen Spielklassen ausgeschlossen. In einem Schiedsgerichtsverfahren wurde die Sperre schließlich bis Saisonende befristet. Der Spieler Marvin Boadu wurde wegen eines Doping-Vergehens Anfang Januar 2015 bis zum Ende der Saison gesperrt. Sein Verein Hertener Löwen löste darauf seinen Vertrag vorzeitig. Den Otto Baskets Magdeburg wurde nach deren Saisonende nachträglich die Lizenz für die Spielzeit entzogen, da der Nachweis über die Voraussetzungen einer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit nicht erbracht wurde. Ungeachtet des sportlichen Abschneidens standen die Otto Baskets neben dem Nordletzten BSW Sixers damit vorzeitig als Absteiger fest. Hinsichtlich der Play-downs bedeutete dies, dass der Vorletzte einer Regionalgruppe mit der besseren Siegquote den Klassenerhalt erreichte. Am letzten Spieltag der Play-downs kam es in einem an sich bedeutungslos gewordenen Spiel zwischen den BIS Baskets Speyer, die bereits den Klassenerhalt erreicht hatten, und Neuling TV Saarlouis Royals, die bereits als Absteiger feststanden, zu einer dreifachen Verlängerung. Am Ende der Partie, in der die beiden Mannschaften ihr persönliches Saisonende hinauszögerten, siegte Gastgeber Speyer mit 139:132 über Absteiger Saarlouis. Für die Saarlouis Royals reichte es wenige Monate später nach Erteilung der Lizenzen und Startplätze doch noch zum verspäteten Klassenerhalt. Hauptrunde Abschlusstabellen = Play-off-Plätze = Play-down-Plätze = direkter Abstiegsplatz Norden Süden#TeamSiegeNieder-lagenSieg-punkteKorbpunkteTeamSiegeNieder-lagenSieg-punkteKorbpunkte 1 EBC Rostock Seawolves (N)168321859:1757 Iserlohn Kangaroos (N)184361754:1513 2 SC Rist Wedel 159301902:1791 Weißenhorn Youngstars 166321767:1534 3 BAWE Oldenburger TB1 (M) 1410281823:1712 Dragons Rhöndorf 148281680:1515 4 Dresden Titans2 1410281765:1756 White Wings Hanau 139261720:1577 5 VfL AstroStars Bochum 1311261818:1768 BG Karlsruhe1 (A)1210241745:1683 6 Uni-Riesen Leipzig1 1212241756:1774 TG Würzburg2 (N) 1210241656:1703 7 Otto Baskets Magdeburg2y (A)1212241593:1594 EN Baskets Schwelm 1111221717:1727 8 DRUFF! Braunschweig3 1212241744:1752 Skyliners Juniors Frankfurt 1012201549:1605 9 Citybasket Recklinghausen 1113221779:1801 Licher BasketBären 814161494:1693 10 SC Itzehoe Eagles (N) 1014201710:1754 TV Langen Giraffen 715141615:1776 11 Hertener Löwen 101419x1701:1802 BIS Baskets Speyer 616121704:1847 12 RSVE Stahnsdorf 915181627:1738 TV Saarlouis Royals (N) 517101703:1931 13 BSW Sixers 816161678:1756 1, 2, 3 Platzierung entsprechend der Ergebnisse im direkten Vergleich zwischen zwei oder mehr Mannschaften mit gleicher Bilanz. x Die Hertener Löwen traten nicht rechtzeitig zum Spielbeginn beim RSVE Stahnsdorf an, so dass das Spiel für Herten 0:20 verloren ging und den Löwen ein Wertungspunkt abgezogen wurde. (A) = ProA-„Absteiger“ / (N) = Neuling und Aufsteiger aus den Regionalligen / (M) = ProB-Meister der Vorsaison y Den Otto Baskets Magdeburg wurde nachträglich die Lizenz entzogen, weshalb sie als Absteiger feststanden.

Statistik-Bestleistungen Es sind nur Werte aus Hauptrundenspielen berücksichtigt Mannschaften + Kategorie Norden Süden Bestwert Schlechtester Bestwert Schlechtester Defensive Magdeburg (⌀ 66,4) Herten (⌀ 77,5)* Iserlohn (⌀ 68,8) Saarlouis (⌀ 87,8)Offensive Wedel (⌀ 79,3) Magdeburg (⌀ 66,4) Weißenhorn (⌀ 80,3) Frankfurt (⌀ 70,4) *Es sind nur Spiele berücksichtigt, die nicht am „grünen Tisch“ entschieden wurden. Herten erreichte in 23 Spielen mit 1782 kassierten Punkten den schlechtesten Durchschnittswert im Norden.

Individuelle Spieler + Kategorie Gruppe Spieler Team Gesamt ⌀* Punkte Norden Jonathon WilliamsDiante Watkins SC ItzehoeRist Wedel 504491 2121,3* Süden Ricky Easterling TV Saarlouis 487 22,1 Rebounds Norden Carl W. Hipp Citybasket RE 255 10,6* Süden Marcus Smallwood BIS Baskets 200 12,5 Assists Norden Diante Watkins Rist Wedel 162 7 Süden James Dorsey BG Karlsruhe 131 6,2 Steals Norden Yannick Anzuluni EBC Rostock 79 3,3 Süden James DorseyMathias Perl BG KarlsruheEN Schwelm 4642 2,22,6 Shotblocks Norden Carl W. Hipp Citybasket RE 49 2 Süden Tom Alte TV Langen 38 1,7 Effektivität Norden Yannick Anzuluni EBC Rostock 533 22,2 Süden Ricky Easterling TV Saarlouis 499 22,7* Double-Doubles Norden Carl W. Hipp Citybasket RE 13 54,2 % Süden Marcus Smallwood BIS Baskets 11 68,8 % * Justin A. Smith wirkte in acht Spielen der Rückrunde und weniger als die Hälfte der Saisonspiele für die Dragons Rhöndorf mit und erzielte dabei 22,3 Punkte, 11,4 Rebounds und einen Effektivitätswert von 29,6 pro Spiel. In fünf von acht Spielen erzielte er ein Double-double (62,5 %).

Durchschnittliche Zuschauerzahlen + Norden SüdenStadt Besucher Auslastung Vorjahr Entwicklung Stadt Besucher Auslastung Vorjahr Entwicklung Bochum 456 46 % 369 23,6 % Frankfurt (Main) 125 11 % 138 −9,4 % Braunschweig 476 73 % 647 −26,4 % Hanau 734 52 % 887 −17,2 % Dresden 1000 33 % 930 7,5 % Iserlohn 773 62 % --- RL Herten 565 47 % 462 22,3 % Karlsruhe 600 75 % 1.804 ProA Itzehoe 578 81 % --- RL Langen 240 30 % 255 −5,9 % Leipzig 551 34 % 457 20,6 % Lich 359 30 % 560 −35,9 % Magdeburg 531 27 % 664 ProA Rhöndorf 1.048 70 % 1.043 0,5 % Oldenburg 213 38 % 222 −4,1 % Saarlouis 297 15 % --- RL Recklinghausen 410 43 % 624 −34,3 % Schwelm 572 84 % 568 0,7 % Rostock 874 97 % --- RL Speyer 303 43 % 278 9,0 % Sandersdorf 396 43 % 444 −10,8 % Weißenhorn 236 32 % 285 −17,2 % Stahnsdorf 284 47 % 330 −13,9 % TG Würzburg 224 32 % --- RL Wedel 588 74 % 565 4,1 % Gesamt* 499 --- 487 2,4 % * Die Gesamtzahlen beziehen sich auf beide Gruppen und sind in Relation gesetzt zu den durchschnittlichen Zuschauerzahlen aller Spiele der Vorsaison-Hauptrunde.

Postseason Kursive Spielergebnisse wurden nach Verlängerung erzielt Play-offs

Das Finale wird im Modus Hin- und Rückspiel ausgetragen, bei dem die besser platzierte Mannschaft nach der Hauptrunde im Rückspiel Heimrecht hatte, so dass die schlechter platzierte Mannschaft im Hinspiel zuerst zu Hause antreten musste. Beide Finalgegner erreichen auf sportlichem Wege, vorbehaltlich einer wirtschaftlichen Lizenzierung, das Teilnahmerecht an der ProA 2015/16.

Play-downs = Abstieg Norden Süden#TeamSiegeNieder-lagenPunkteKorbpunkteTeamSiegeNieder-lagenPunkteKorbpunkte 1 Hertener Löwen 15 15 29x 2183:2230 Licher BasketBären 11 17 22 1960:2124 2 Citybasket Recklinghausen 14 16 28 2260:2253 BIS Baskets Speyer 11 17 18 2232:2248 3 SC Itzehoe Eagles (N)y 12 18 24 2151:2220 TV Saarlouis Royals (N)y 8 20 16 2242:2482 4 RSVE Stahnsdorfy 11 19 22 2058:2227 TV Langen Giraffen 8 20 16 2025:2236