mini|Christine and the Queens (2023) Christine and the Queens (* 1. Juni 1988 als Héloïse Adélaïde Letissier in Nantes, auch bekannt als Rahim Claude Redcar) ist ein nichtbinärer französischer Singer-Songwriter und Tänzer.

Leben Er lernte als Kind eines Lehrerehepaars früh Klavier zu spielen. Seinen Tanzunterricht musste er wegen einer Verletzung aufgeben und wandte sich dem Modern Jazz zu. Nach einem Schauspielstudium in Lyon und Paris ging Letissier 2010 nach London, wo er sich mit einer Gruppe singender Dragqueens anfreundete, die ihn zum Singen überredeten.

Letissier erklärte 2016 seine Geschlechtsidentität als nichtbinär und seine sexuelle Orientierung als pansexuell.Jazmin Duribe: 21 celebrities that have come out as non-binary. In: PopBuzz.com. 8. Juni 2021, abgerufen am 12. Juli 2021 (englisch), Abschnitt 7) Héloïse Letissier (Christine and the Queens); Zitat: “It means that I can fall in love with someone regardless of their gender, regardless of how they define themselves. I don’t really see that as an obstacle, as a definition.” Im August 2022 teilte er mit, dass er sich seit circa einem Jahr mit männlichen Pronomen bezeichne und änderte seine in den sozialen Netzwerken zu he/him („er/ihn“). Das Hinterfragen der eigenen sexuellen und geschlechtlichen Identität ist ein wiederkehrendes Thema in seinem Werk und spiegelt sich sowohl in den Texten als auch in einigen seiner Musikvideos wider.

Karriere 2011 veröffentlichte er als Christine and the Queens seine erste EP Miséricorde, der 2012 und 2013 zwei weitere folgten. Nuit 17 à 52 von der gleichnamigen dritten EP war 2014 seine erste Single in den französischen Charts auf Platz 75.Chartquelle: Discographie Christine And The Queens. In: LesCharts.com. Frankreich, abgerufen am 14. März 2020. 2012 trat er im Vorprogramm von Lykke Li, The Dø und Woodkid auf, 2013 mit Lilly Wood & the Prick. 2012 gewann Christine and the Queens die Auszeichnungen „Découverte du Printemps de Bourges“ und „Adami Premières Francos 2012“.

Im Juni 2014 erschien sein erstes Album Chaleur humaine, das in Frankreich Platz 2 der Charts erreichte. Das Album erschien Anfang 2015 in Deutschland.Lena Bopp: Die Blumen welk, der Liebhaber kalt. In: FAZ.net. 21. Februar 2015, abgerufen am 14. März 2020.

Bei den Victoires de la Musique im Februar 2015 wurde Christine and the Queens zweimal ausgezeichnet, in den Kategorien „Beste Sängerin“ sowie „Bester Videoclip“ für den Clip zum Lied Saint Claude. Er war in fünf Kategorien nominiert.Meldung: Aux Victoires de la musique, une photo de famille de la chanson française. In: Le Monde. 14. Februar 2015, abgerufen am 14. März 2020 (französisch).

Musikalischer Stil Seine Musik mischt das klassische französische Chanson mit modernem Rhythm and Blues, angereichert mit Pop- und minimalistischen Electro-Elementen. Seine Texte wechseln zwischen Englisch und Französisch. Seine Auftritte sind theatralische Performance-Aktionen.

Zu seinen Einflüssen zählt er die amerikanischen Rapper Frank Ocean und Kanye West, die schwedische Sängerin Fever Ray, Beyoncé, den Chansonnier Daniel Balavoine, Michael Jackson, aber auch Lou Reed und das 1972er-Album Ziggy Stardust von David Bowie.

Diskografie

Studioalben

EPs

Weitere EPs 2011: Miséricorde 2012: Mac Abbey 2015: iTunes Session 2015: Saint-Claude EP 2015: Intranquilité

Singles als Leadmusiker

Weitere Singles 2013: The Loving Cup 2015: Narcissus is Back 2018: Doesn’t Matter / Doesn’t Matter (Voleur de Soleil) 2019: Comme si / Comme si on s’aimait 2020: People, I’ve Been Sad

Singles als Gastmusiker

Auszeichnungen für Musikverkäufe Goldene Schallplatte

2021: für die Single Tilted

2015: für die Single ChristinePlatin-Schallplatte (Impala) 2016: für das Album Chaleur humainePlatin für Chaleur humaine in Europa

Weblinks

Website von Christine and the Queens (englisch) Klara Fröhlich: Pop von Christine and the Queens: Gender-Bender mit Bionic Boogie. In: taz.de. 11. Oktober 2018. Reggie Ugwu: Gender Is a Construct: Christine and the Queens Built a Bulldozer. In: The New York Times. 12. September 2018 (englisch).

Einzelnachweise Vanessa Thorpe: How London’s drag queens gave French star freedom to sing. In: The Observer. 7. Juni 2014, abgerufen am 14. März 2020 (englisch). Philippe Brochen: Portrait: Christine and the Queens, la vie scène. In: Libération. 29. Mai 2014, abgerufen am 14. März 2020 (französisch). Preisverkündigung: Prix Découvertes, et le gagnant est. In: Printemps de Bourges. April 2012, abgerufen am 14. März 2020 (französisch). Klara Fröhlich: Die Königin des „seltsamen Pop“. In: Mittelbayerische Zeitung. 12. August 2014, abgerufen am 14. März 2020.

Chartquellen: DE AT CH UK FR BEW BEF

Kategorie:Victoire-Preisträger Kategorie:Tänzer (Frankreich) Kategorie:Singer-Songwriter Kategorie:Pseudonym Kategorie:100 Women (BBC) Kategorie:Franzose Kategorie:Geboren 1988 Kategorie:Nichtbinäre Person