mini|hochkant|Jürgen Eick (ca. 1965) Jürgen Eick (* 24. März 1920 in Dresden; † 13. Mai 1990 in Rosenheim) war ein deutscher Wirtschaftsjournalist, Publizist und Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Leben Jürgen Eick, Sohn von Hedwig Eick, geborener Jürgens, und des Lehrers und Professors Heinrich Eick.Eick, Jürgen. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 261. Dieser, der Direktor einer Handelsoberschule in Freital geworden war, wurde in der Zeit des Nationalsozialismus entlassen. Jürgen Eick besuchte das Vitzthum-Gymnasium Dresden und wurde danach zum Reichsarbeitsdienst und zur Wehrmacht verpflichtet. Er wurde schwer verwundet und studierte von 1941 bis 1944 Nationalökonomie an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin und schloss das Studium als Diplom-VolkswirtEick, Jürgen. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 261. ab. 1942 schrieb er eines der Kriegsheftchen aus der Reihe Kriegsbücherei der deutschen Jugend, Panzerspähtrupp überfällig, die dazu diente, die deutsche Jugend für Nationalsozialismus und Krieg zu begeistern.Peter Köpf: Schreiben nach jeder Richtung – Goebbels-Propagandisten in der westdeutschen Nachkriegspresse. Berlin 1995, S. 185–186.

Im Jahr 1946Eick, Jürgen. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 261. wurde er an der Universität Erlangen mit der Dissertation Die wirtschaftlichen Folgen der Aufteilung Deutschlands in Zonen zum Dr. rer. pol. promoviert. Er begründete die Wirtschafts-Zeitung in Stuttgart mit und war ab 1946 Wirtschaftsredakteur dieser Zeitung und ab 1948 der Allgemeinen Zeitung in Mainz.

Im Jahr 1949 wurde er Leiter der Wirtschaftsredaktion bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Von 1963 bis 1986 war er Mitherausgeber des Blattes. 1985 wurde er Herausgeber der Tageszeitung Die Neue Ärztliche Allgemeine Zeitung für Klinik und Praxis. Darüber hinaus war er Kurator der Fazit-Stiftung und Autor zahlreicher Bücher. Einen ersten größeren publizistischen Erfolg erreichte Eick 1955 mit dem Buch Angina Temporis, das er mit Kurt Gauger verfasst hatte. In weiteren Publikationen widmete er sich als Wirtschaftsjournalist vor allem wirtschaftspolitischen Themen.

Der Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Jürgen Jeske, würdigte Eick in dem Nachruf Ein Leben für die Zeitung und die Marktwirtschaft. Jeske hebt darin einleitend hervor:

Jürgen Eick war evangelisch, ab 1947 verheiratet mit Elisabeth Eick, geborener Durchleichter, und war Vater von zwei Kindern (Christoph und Katrin).Eick, Jürgen. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 261.

Auszeichnungen 1974: Medaille des Goldenen Merkur (Italien) 1976: Bundesverdienstkreuz am Bande 1977: Großes Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich 1977: Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik 1980: Bundesverdienstkreuz 1. Klasse

Schriften (Auswahl) Panzerspähtrupp überfällig. Kriegsbücherei der deutschen Jugend, Heft 122, Steiniger, Berlin 1942. Die wirtschaftlichen Folgen der Zonengrenzen. Versuch einer Theorie der volkswirtschaftlichen Entflechtung. Union Verlag, Hamburg 1948. mit Kurt Gauger: Angina Temporis. Zeitnot, die Krankheit unserer Tage. Ein Wirtschaftler und ein Arzt zum Thema: Keine Zeit! Droste, Düsseldorf 1955. Wenn Milch und Honig fließen. Eine wirtschafts-kritische Studie. Droste, Düsseldorf 1958. Das Jahrhundert des kleinen Mannes. Eine zeitkritische Studie. Droste, Düsseldorf 1961. Wirtschafts-Quiz. Die deutsche Wirtschaft in Frage und Antwort. Societäts-Verlag, Frankfurt am Main 1970. als Hrsg.: So nutzt man den Wirtschaftsteil einer Tageszeitung. Societäts-Verlag, Frankfurt am Main 1971, ISBN 3-7973-0200-2. Wie man eine Volkswirtschaft ruinieren kann. Die wirtschaftspolitischen Irrtümer unserer Tage. Societäts-Verlag, Frankfurt am Main 1974, ISBN 3-7973-0254-1. Das Regime der Ohnmächtigen. Societäts-Verlag, Frankfurt am Main 1976, ISBN 3-7973-0292-4. Als noch Milch und Honig flossen. Erinnerungen an die Marktwirtschaft. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1982, ISBN 3-421-06115-7. Von Ahnungslosigkeit bis Zuversicht. Wörterbuch eines Journalisten. Keyser, München 1989, ISBN 3-87405-194-3.

Literatur Vera Derschum et al.: Die deutschsprachige Presse. Ein biographisch-bibliographisches Handbuch. K. G. Saur Verlag, München 2005, ISBN 3-598-11710-8, S. 242.

Eick, Jürgen. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 261.

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Einzelnachweise

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