mini|Josef Luitz (2009) Josef Luitz (* 2. August 1934 in Wien) ist ein österreichischer Cellist und Instrumentallehrer. Er war Solocellist des NÖ Tonkünstlerorchesters und ist Mitbegründer des Internationalen Kammermusikfestivals Allegro Vivo.
Leben und Wirken Josef Luitz wuchs in Gablitz bei Wien auf. Sein Vater war Kapellmeister des 1. Gablitzer Musikvereins. Er erlernte zuerst den Beruf des Musikinstrumentenmachers.
Nach seiner Berufsausbildung folgte eine dreijährige Arbeit als Einsteller für automatische Drehbänke. In seiner Freizeit nahm er Unterricht bei Walther Kleinecke.
Seine Laufbahn als Cellist begann beim NÖ Tonkünstlerorchester als Stimmführerstelle. Er stieg zum Solocellisten des Orchesters auf. Dazu kamen dann solistische Konzerte und sehr viel kammermusikalische Tätigkeit.
Josef Luitz ist verheiratet mit Edelgard Sonja Luitz. Der Ehe entstammen ein Sohn (* 1967) und eine Tochter (* 1968).
Engagements 1957–1962: NÖ Tonkünstlerorchester, Stimmführer der Violoncelli 1962–1999: 1. Solocellist des Tonkünstler-Orchester Niederösterreich 1972–1999: Konservatorium Wien Privatuniversität, Lehrkraft für Violoncello 1988–1989: Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, einjähriger Lehrauftrag für Kammermusik
Mitgliedschaften in Kammermusikensembles 1962–1963: Streichtrio des Nö. Tonkünstlerorchesters 1963–1968: Haydn Quartett Wien mit Kzm. Thomas Kakuska, Dokumentationsplatte für das Haydn-Haus in Rohrau 1968–1975: Ensemble Kontrapunkte (Repertoire vorwiegend zeitgenössische Musik) 1972–1977: Philharmonia Quintett (mit Wolfgang Poduschka) seit 1977: Tonkünstler Kammerorchester – Academia Allegro Vivo, Mitbegründer, Vorstand und Solocellist dieses Orchesters 1978–1995: Concordia-Trio (Klaviertrio) mit Harald Ossberger und Erich Schagerl
Kursleitungen und Seminare seit 1979: Internationales Kammermusik Festival Austria, Allegro Vivo (Mitbegründer und Obmann des Vereines). Die Kurse und Konzerte wurden zu einem musikalischen und kulturellen Mittelpunkt des Waldviertels., abgerufen am 29. Juli 2014. 1981–1986: Mittsommernachts Festival in Umeå, Schweden, Cello- und Kammermusikkurse 1985–1992: Sommerseminare des NÖ Musikschulwerkes, Fortbildungskurse für NÖ Musikschullehrer (in Tullnerbach und Schloss Zeillern bei Amstetten) 1989–1993: Wiener Musikseminar (Internationaler Meisterkurs)Wiener MusikSeminar, abgerufen am 29. Juli 2014. seit 1992: Wiener Musikverein-Nagano, Japan – Seminare, Kammermusik, Orchester
Auszeichnungen 1985: Berufstitel Professor 1994: Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich 1997: Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich 2000: Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und KunstAufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 Seite 1344 (PDF; 6,9 MB) 2009: Kulturpreis der Stadt Horn
Diskografie (Auszug) Composers of the court of the Holy Roman Empire: G. Muffat, G. C. Wagenseil, J. J. Fux, J. J. Froberger (MHS 601, 1965?) Masters of the French Baroque von Jean-Marie Leclair (MHS 655, 1966) Rococo delights von Hilde Langfort (1966) Spohr Nonet in F, Op. 31, Double-Quartett in E minor, op. 87 (DECCA SSD416, 1974) Four sonatas for flute and continuo von Johann Joachim Quantz (MHS 1038, 1979) Josef Matthias Hauer (Dokumentationsreihe des Österreichischen Komponistenbundes 1 Vol. 11, 1972) F. Schubert: Atzenbrugger Tänze (EMI C05-33232, 1978) Caprice Viennois (1985) Musik für Streicher (1988) Tanztheater 1975-2000 von Peer Raben (BMG Ariola Classics, 2004) Duo für Violine und Violoncello von Maximilian Kreuz (Kulinarium Wien – ÖGZM, ?) String quartet no. 2a von Nancy Van de Vate (Vienna Modern Masters, 2010) Cant del ocells (2011) String quartet no. 10 von Don Walker (Vienna Modern Masters, 2013)
Buchbeiträge Internationales Kammermusik Festival Austria – Allegro Vivo (1988) Allegro Vivo – Das Waldviertel als Musikviertel (1993) Fortissimo für die Kammermusik (Bibliothek der Provinz, 2003) Musikhandbuch für Österreich (Hg. ÖGM, Doblinger, 2003) Allegro Vivo in Bewegung (2009)
Von 1998 und 2007 führte Josef Luitz für das Austrian Music Network zahlreiche Interviews mit namhaften Künstlern.Austrian Music Network - Portraits, abgerufen am 30. Juli 2014.
Einzelnachweise
Kategorie:Musiker (Österreich) Kategorie:Cellist Kategorie:Hochschullehrer (Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien) Kategorie:Träger des österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst Kategorie:Träger des Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich (1952) Kategorie:Träger des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich Kategorie:Professor (Berufstitelträger) Kategorie:Person (Gablitz) Kategorie:Person (Horn, Niederösterreich) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1934 Kategorie:Mann