hochkant=2|mini|Wasser ist eine Verbindung aus dem häufigsten Element im Universum (Wasserstoff) und dem häufigsten Element auf der Erde (Sauerstoff)

Die Liste der Häufigkeiten chemischer Elemente gibt die relative Häufigkeit der einzelnen chemischen Elemente in verschiedenen Systemen – wie dem gesamten Universum, der Erde oder dem menschlichen Körper – an. Die Häufigkeit der Elemente unterscheidet sich je nach betrachtetem System stark voneinander.

Wird das gesamte Universum betrachtet, ist Wasserstoff das mit Abstand häufigste Element mit etwa 90 %. Danach folgt Helium mit etwa 10 %, das teilweise schon durch die primordiale Nukleosynthese entstanden ist, aber auch im Zuge des Wasserstoffbrennens in Sternen entsteht. Alle weiteren Elemente zusammen machen nur einen sehr kleinen Teil der im Universum vorhandenen Materie aus. Die Häufigkeiten folgen dabei großteils den Reaktionszyklen der stellaren Nukleosynthese. So sind die nicht direkt in Sternen gebildeten Elemente Lithium, Bor und Beryllium selten, die darauf folgenden wie Kohlenstoff und Sauerstoff häufig. Ein häufiges schweres Element ist Eisen, das den Endpunkt der stellaren Nukleosynthese darstellt. Alle schwereren Elemente können nur durch andere astrophysikalische Ereignisse wie Novae oder Supernovae gebildet werden und sind dementsprechend seltener. Charakteristisch ist auch die unterschiedliche Häufigkeit von Elementen mit gerader und ungerader Ordnungszahl, die ebenfalls mit der Nukleosynthese über Heliumkerne zusammenhängt (Harkin-Regel).

Auf der Erde unterscheidet sich die Elementhäufigkeit von der im Weltraum. So sind die im Universum dominierenden leichtesten Elemente Wasserstoff und Helium selten, da sie sich gasförmig gravitativ nur in viel größeren Himmelskörpern – den Sternen wie der Sonne und Gasplaneten wie etwa Jupiter, zusammenballen. Stattdessen sind die häufigsten Elemente Sauerstoff, Eisen und Silicium. Es gibt auf der Erde große Unterschiede in der Verteilung. So findet sich ein Großteil des Eisens im Erdkern, während Sauerstoff und Silicium vorwiegend in der Erdkruste zu finden sind. Betrachtet man andere Systeme auf der Erde, etwa die Meere oder biologische Systeme, liegen wiederum geänderte Häufigkeiten der Elemente vor.

Die ersten systematischen Untersuchungen zur Elementhäufigkeit stammen von Victor Moritz Goldschmidt, nach ihm heißt die grafische Darstellung der Elementhäufigkeiten Goldschmidt-Diagramm.

Legende Element Name des Elementes Symbol Elementsymbol des jeweiligen Elementes Ordnungszahl Ordnungszahl des jeweiligen Elementes Atommasse Atommasse des jeweiligen Elementes in der Einheit u Häufigkeit Häufigkeit des Elementes im betrachteten System in den angegebenen Einheiten (ppmw (ppm weight) bezieht sich jeweils auf ein Massenverhältnis) Bemerkungen Hinweise zur Elementhäufigkeit, etwa zur Verteilung oder Entstehung essentiell? Ist das Element essentiell für den menschlichen Organismus?

Häufigkeiten im Sonnensystem

mini|hochkant=2.4|Elemente-Häufigkeit im Sonnensystem

Diese Liste der Häufigkeiten chemischer Elemente im Sonnensystem beruht auf zwei Datensätzen: Zum einen auf der Häufigkeit der Elemente in der Photosphäre der Sonne, zum anderen auf der Zusammensetzung von CI-Chondriten.K. Lodders, M. Bergemann & H. Palme: Solar System Elemental Abundances from the Solar Photosphere and CI-Chondrites. In: Space Science Reviews. Band 221, 2025, Artikel 23, . Diese besitzen von allen Meteoriten die Elementhäufigkeiten, die am nächsten der durchschnittlichen Zusammensetzung des Sonnensystems entsprechen. Ausgenommen sind die stark flüchtigen Elemente Wasserstoff, Kohlenstoff, Stickstoff, Sauerstoff und die Edelgase, deren Gehalt in Chrondriten deutlich geringer ist. Bei diesen sind daher, abgesehen von den Edelgasen, die Daten der Photosphäre angegeben. Die Häufigkeit von Helium wird aus Daten der Helioseismologie berechnet, die von Neon aus dem Verhältnis von Neon und Sauerstoff, wobei ein Verhältnis von Ne/O von 0,244±0,05 angenommen wurde. Die Daten von Argon, Krypton und Xenon wurden mit Hilfe der Systematik der Nukleosynthese und der Interpolation von Häufigkeitkurven berechnet.

Während die Werte der meisten Elemente in CI-Chondriten mit relativ geringen Messunsicherheiten von 3 bis 10 % bekannt sind, sind die Messunsicherheiten für Messungen der Absorptionsspektren der Sonne und daraus bestimmten Häufigkeiten in der Sonnenatmosphäre mit 10 bis 20 % deutlich größer. Es wird daher nur bei Natrium, Magnesium, Aluminium, Silicium, Calcium, Mangan, Eisen und Nickel, deren Photosphäre-Werte am genauesten bekannt sind, eine Kombination der beiden Datensätze angegeben, bei allen weiteren werden nur die Daten aus den CI-Chrondriten verwendet.

Element Symbol Ordnungs­zahl Atom­masse (u) Häufigkeit Bemerkungen normiert aufSilicium=106 Rang Wasserstoff H 1 1,008 1. häufigstes Element, bei Protium kein zusammengesetzter Atomkern, Isotope Deuterium und Tritium Helium He 2 4,003 2. zweithäufigstes Element, entstand teilweise durch primordiale Nukleosynthese sowie durch Wasserstoffbrennen Lithium Li 3 6,941 56,1 30. entstand in Spuren bei der primordialen Nukleosynthese Beryllium Be 4 9,012 0,657 55. Bor B 5 10,811 18,1 34. Kohlenstoff C 6 12,011 4. entsteht durch den Drei-Alpha-Prozess Stickstoff N 7 14,007 6. Sauerstoff O 8 15,999 3. entsteht durch Weiterreaktion des Drei-Alpha-Prozesses Fluor F 9 18,998 1278 23. Neon Ne 10 20,180 5. entsteht durch Kohlenstoffbrennen Natrium Na 11 22,990 55.853 14. Magnesium Mg 12 24,305 7. entsteht durch Kohlenstoff- und Neonbrennen Aluminium Al 13 26,982 81.102 12. Silicium Si 14 28,086 8. entsteht durch Sauerstoffbrennen Phosphor P 15 30,974 8395 18. entsteht durch Sauerstoffbrennen Schwefel S 16 32,065 424.747 10. entsteht durch Sauerstoffbrennen Chlor Cl 17 35,453 5315 19. Argon Ar 18 39,948 88.752 11. Kalium K 19 39,098 3659 20. Calcium Ca 20 40,078 60.382 13. Scandium Sc 21 44,956 33,7 32. Titan Ti 22 47,867 2428 21. Vanadium V 23 50,942 274 26. Chrom Cr 24 51,996 13.227 16. Mangan Mn 25 54,938 9272 17. Eisen Fe 26 55,845 9. entsteht durch Siliciumbrennen, Endpunkt der Kernfusion in massereichen Sternen Cobalt Co 27 58,933 2292 22. Nickel Ni 28 58,693 50.026 15. Kupfer Cu 29 63,546 551 25. Zink Zn 30 65,409 1248 24. Gallium Ga 31 69,723 36 31. Germanium Ge 32 72,640 121 27. Arsen As 33 74,922 6,15 38. Selen Se 34 78,960 71,5 28. Brom Br 35 79,904 12,4 35. Krypton Kr 36 83,798 57,3 29. Rubidium Rb 37 85,468 6,96 37. Strontium Sr 38 87,620 24,1 33. Yttrium Y 39 88,906 4,49 42. Zirconium Zr 40 91,224 10,5 36. Niob Nb 41 92,906 0,77 53. Molybdän Mo 42 95,940 2,60 45. Technetium Tc 43 98,906 84. kein stabiles Isotop; HWZ des längstlebigen Isotops 4 Mio. Jahre Ruthenium Ru 44 101,070 1,77 46. Rhodium Rh 45 102,906 0,341 63. Palladium Pd 46 106,420 1,39 49. Silber Ag 47 107,868 0,503 57. Cadmium Cd 48 112,411 1,59 48. Indium In 49 114,818 0,179 70. Zinn Sn 50 118,710 3,69 43. hat mit 10 stabilen Isotopen die meisten stabilen Isotope Antimon Sb 51 121,760 0,339 64. Tellur Te 52 127,600 4,74 40. Iod I 53 126,904 1,60 47. Xenon Xe 54 131,293 5,60 39. Caesium Cs 55 132,905 0,367 61. Barium Ba 56 137,327 4,61 41. Lanthan La 57 138,906 0,469 58. Cer Ce 58 140,116 1,187 51. Praseodym Pr 59 140,908 0,179 71. Neodym Nd 60 144,240 0,879 52. Promethium Pm 61 146,915 85 kein stabiles Isotop; HWZ des längstlebigen Isotops 20 Jahre Samarium Sm 62 150,360 0,273 65. Europium Eu 63 151,964 0,104 75. Gadolinium Gd 64 157,250 0,352 62. Terbium Tb 65 158,925 0,0637 77. Dysprosium Dy 66 162,500 0,420 59. Holmium Ho 67 164,930 0,0906 76. Erbium Er 68 167,259 0,263 66. Thulium Tm 69 168,934 0,0410 79. Ytterbium Yb 70 173,040 0,259 67. Lutetium Lu 71 174,967 0,0386 80. Hafnium Hf 72 178,490 0,157 72. Tantal Ta 73 180,948 0,0217 82. seltenstes stabiles Element Wolfram W 74 186,840 0,144 73. Rhenium Re 75 186,207 0,0563 78. zu 37 % 185Re (stabil), zu 63 % 187Re (HWZ 40 Mrd. Jahre) Osmium Os 76 190,230 0,679 54. Iridium Ir 77 192,217 0,624 56. Platin Pt 78 195,078 1,218 50. Gold Au 79 196,967 0,201 68. Quecksilber Hg 80 200,590 0,384 60. Thallium Tl 81 204,383 0,181 69. Blei Pb 82 207,200 3,32 44. stabiles Element mit der höchsten Ordnungszahl, Endpunkt mehrerer Zerfallsreihen Bismut Bi 83 208,980 0,142 74. instabil, auf Grund langer Halbwertszeit noch nicht zerfallen Thorium Th 90 232,038 0,0344 81. Uran U 92 238,029 0,00894 83.

Häufigkeiten auf der Erde mini|hochkant=2.4|Häufigkeiten der Elemente in der kontinentalen Erdkruste Massenanteile der Elemente …