Der Spreeweg / Berliner Urstromtal ist mit der Nummer 1 einer der 20 grünen Hauptwege.

Verlauf Der Spreeweg/Berliner Urstromtal ist mit 63 Kilometern der längste grüne Hauptweg. Der Namenszusatz „Berliner Urstromtal“ beschreibt den Verlauf des Spreewegs im Warschau-Berliner Urstromtal, das in der letzten Eiszeit entstand. Es müssen daher kaum Höhen überwunden werden. Zwischen HessenwinkelGeschichte des Ortsteils Rahnsdorf / Hessenwinkel im Osten und dem Falkenhagener Feld im Westen begleitet er die Spree durch die Stadt. Der Weg führt durch ruhige Wälder am Stadtrand, große Industrieflächen mit angrenzenden Kleingärten, die mittelalterlichen Stadtkerne Köpenick und Spandau und die moderne Großstadt und meist in Ufernähe. Durch eine behutsame Planung des Regierungsviertels war Raum geblieben, um ihn hier durch das Zentrum hindurchzuführen. Die Spree mündet in Spandau in die Havel,Wegnummer: 1 doch der Wanderweg führt hier in der Niederung des Spektegrünzugs weiter zur Landesgrenze nach Brandenburg im Westen.

Die Lage der Wege kann sich durch die Stadtentwicklung auch kurzzeitig ändern.www.stadtentwicklung.berlin.de: 20 grüne Hauptwege® > Änderungsmeldung

Der Hauptweg 01 kann nicht immer dem Spreeufer folgen. So ist die Führung in Niederschöneweide nur teilweise begehbar und eine Umgehung der Idealführung durch Oberschöneweide und die Wuhlheide gelegt. Alte Gewerbeflächen am Spreeufer verhindern zum Teil, dass Raum für einen Uferweg freigehalten wird. Bei der Einrichtung des Regierungsviertels blieb entgegen ursprünglichen Sicherheitsbedenken der Uferweg öffentlich zugänglich. In den folgenden Abschnitten sind weite Bereiche gewerblich genutzte (und so unzugängliche) Uferstreifen. Solche Begrenzungen sind westlich der Havel bei der Führung in den Spandauer Spektewiesen beseitigt worden. Dieser westliche Teil begründet zudem den Zusatz „Berliner Urstromtal“ für den „Spree“weg.

Rahnsdorf mini|links |Dämeritzsee in Hessenwinkel

Im Osten spreeauf beginnt der Hauptweg 01 an der Stadtgrenze zu Erkner. Von der Landesgrenze aus Brandenburg kommt in der Ortslage Hessenwinkel von Rahnsdorf der Europaradweg R1 nach Berlin. Von der Berliner Straße in Erkner an der Fürstenwalder Allee auf Berliner Gebiet vereinigt er sich mit dem Spreeweg. Er liegt etwas nördlich vom Dämeritzsee durch den die Spree fließt. Dieser Startpunkt ist vom 750 Meter entfernten S-Bahnhof Erkner zu erreichen. Vom Ortseingangsschild geht es nach 450 Metern links in die Luther- und danach rechts in die Ahornstraße, gefolgt vom Übergang in die Lindenstraße. Der direkte Zugang zum Ufer des Dämeritzsees ist wegen der anliegenden Grundstücke nur an der Dämeritzstraße möglich und weiterhin lediglich als Blick zwischen den Wohnhäusern. Wiederum nach links auf der Kanalstraße weiter und vorbei an der Kurzen Straße sowie dem gegenüberliegenden Hubertussee führt der Wanderweg weiter nach rechts in den Haselwinkel und links in die Triglawstraße. Er führt zur Triglawbrücke über die Müggelspree zur Insel im Süden Hessenwinkels hin. Auf einem Weg rechts von der Triglawstraße geht mit der „Russenbrücke“ (eine Fußgängerbrücke) über den alten Spreearm, wo der Ortsteil verlassen wird.

mini|Spreeweg nahe der Gaststätte „Neu-Helgoland“ in Müggelheim

Müggelheim Über den ‚Alten Spreearm‘ wird der Ortsteil Müggelheim nördlich von ‚Philipps Fischerhütten‘ von der gemeinsamen Lage Radfernweg R1 / Hauptweg 01 erreicht und führt in den Berliner Stadtforst Köpenick, der hier als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist, sowie durch den nördlichen Teil des Europäischen Vogelschutzgebiets Müggelspree. 960 Meter durch das Waldgebiet ist am Südrand der Siedlung Schönhorst bebautes Gelände erreicht. Links der als Anwohnerstraße gewidmeten Lindenstraße führt der Weg auf der Schönhorster Straße nach Westen. Durch Waldstücke geht es zwischen dem Naturschutzgebiet des Waldes und dem Landschaftsschutzgebiet Müggelheimer Wiesen hindurch. Die Straßenecke Zur Fähre / Zu den Müggelheimer Wiesen ist der nächste Zielpunkt mit der blauen Markierung 01 gekennzeichnet. Die Straße führt zur Fähre F24 (die bis in die 2010er Jahre letzte Ruderfähre Berlins), die die Spree nach Rahnsdorf übersetzt. Der Wanderweg geht geradeaus und berührt südlich vom Bauersee an dessen Abfluss die Ausflugsgaststätte „Neu-Helgoland“. Die Abfahrtstelle der Fähre F23 und Restaurantplätze sind direkt an der Müggelspree gelegen. Über den breiten Fahrweg von der Gaststätte geht es zur Mündung der Müggelspree in den Kleinen Müggelsee und an dessen Ufer weiter. Der Ortsteil wird 200 Meter vor der Straße zum Müggelhort verlassen.

Köpenick mini|Müggelseeterrassen mini|Lange Brücke – Übergang des Spreewegs

Auf dem Uferweg des Kleinen Müggelsees liegt der Ortsteilwechsel von Müggelheim nach Köpenick, wobei der See selbst zu Rahnsdorf gehört. Die Siedlung Müggelhort am Abfluss der Spree vom Kleinen in den Großen Müggelsee entstand um die traditionelle Waldgaststätte und bleibt unberührt rechts vom Spreeweg. Die Müggelseepromenade führt den Hauptweg am Südufer des von der Spree durchflossenen Müggelsees entlang. Als Uferweg geht er an der ehemaligen „Müggelseeperle“ (heute: „Hotel Müggelsee“) und der Ausflugsgaststätte „Rübezahl“ mit der Revierförsterei Teufelssee vorbei und am LSG ‚Kuhwall‘, im Weiteren folgt der Weg dem Ufer nordwärts. Am Abfluss der Müggelspree aus dem Großen Müggelsee kommt der Europawanderweg E11 zum Hauptweg 01. Er führt von der Friedrichshagener Seite durch den Spreetunnel, der auf 80 Meter unter der Spree hindurch trockenen Fußes Köpenick und Friedrichshagen verbindet. Der Spreeweg wird seinem Namen gerecht und geht gemeinsam mit dem Fernwanderweg am Ufer der Müggelspree und neben der Kämmereiheide entlang zur Salvador-Allende-Brücke. Vor der Brücke liegt links vom Weg bereits bebautes Gelände um den Amtsteich und den Amtsgraben, so auch das Ordnungsamt des Bezirks.

Nach der Brücke ist der Uferweg nicht weiter begehbar. Der Hauptweg führt unter der Brücke hindurch nach links auf den Beiweg der Salvador-Allende-Straße und weiter nach rechts in die Wendenschloßstraße. Diese beiden Straßen übernehmen den Verkehr der südlichen Umgehung der Köpenicker Altstadt und trotz der Beiwege ist der Straßenverkehr nahe. An der Siedlung ‚Klein-Venedig‘ kann das Spreeufer erreicht werden. Der Hauptweg führt auf der Wendenschloßstraße über den Stichkanal (Wendenschloßbrücke) und an dessen Ufer zur Spree. Da die Brücke über den Kietzgraben fehlt, geht es auf der Amtsstraße zur Landjägerstraße. Hier läuft der Fernwanderweg E11 geradeaus weiter, der Spreeweg nach rechts zur Landjägerbrücke. Über den Alten Markt (rechts das Heimatmuseum) und an der Spindlergasse links in die Straße Katzengraben neben dem Futranplatz zu den Häusern an der Feuerwache. Hier wird die Spree erreicht, wo nach rechts der Katzgrabensteg auf die Insel Baumwerder und die Halbinsel Krusenick führt. Nach links führt der Hauptweg an der Köpenicker Freiheit ufernah zur Dammbrücke und unter dieser hindurch.

Von der Köpenicker Dammbrücke nach Süden liegt das Ostufer der Dahme, an der der Uferweg parallel zu Alt-Köpenick durch den Luisenhain führt, und ebenfalls der Fernwanderweg E11. Links vom Ufer und der Straße gegenüber liegt das historische Rathaus Köpenick. Über den Fußweg der Langen Brücke geht es um die Dahme herum. An der Westseite der Langen Brücke beginnt am Köllnischen Platz der Dahmeweg südwärts. Der Spreeweg nach rechts auf der Gutenbergstraße und durch deren Grundstücke vom Dahmewestufer getrennt zum Spree-Eck (). Mit dem Zusammenfluss der hier 190 Meter breiten Dahme in die 100 Meter breite Müggelspree gewinnt die Spree nun ohne Zusatz „Müggel-“ den Namen zurück. Der Uferweg, anfangs durch das Wohnhaus Flemmingstraße 18/19 behindert, gelangt an das Spreeufer und durch den Mentzelpark und neben der ehemaligen Wäscherei Spindler führt auf den Eiselenweg vom Ufer durch die Grundstücke getrennt. An der folgenden Wilhelm-Spindler-Brücke ist die Idealführung in Niederschöneweide am Spreeufer nicht durchgehend begehbar. So führt der Spreeweg über die Brücke und verlässt mit der Brückenrampe zum Beiweg den Ortsteil, da hier die Ortsteilgrenze am Südufer der Spree liegt.

Oberschöneweide mini|Straße zum FEZ mit dem Spreeweg (aktuelle Führung)

Auf der Wilhelm-Spindler-Brücke, die für die geplante Osttangentiale ausgebaut ist, wird mit dem Beiweg an der rechten Seite der Ortsteil Oberschöneweide erreicht. Die Spree wird auf der Spindlersfelder Straße ans Nordufer überquert. An der Ampelkreuzung mit der Straße An der Wuhlheide wird diese nach links durch die Eisenbahnbrücke des Berliner Rings und nachfolgend rechts in die Straße zum FEZ in den Volkspark Wuhlheide, zunächst (am Parkplatz) in Höhe vom Bahnhof Eichgestell der Parkeisenbahn auf dem Eichgestell am FEZ und der Parkbühne Wuhlheide vorbei weiter durch den Volkspark Wuhlheide. Es folgt – immer begleitet vom Wanderweg E11 – die zweite Querung der Parkeisenbahn, links der Städtische Friedhof. In Höhe vom Sommerbad Wuhlheide biegt der Weg nach links zur Kreuzung Treskow-/Edisonstraße mit An der Wuhlheide/Rummelsburger Straße. Die Kreuzung wird nördlich/westlich zur Rummelsburger Straße gewechselt. Auf dem linken Beiweg zur Mentelinstraße links (Fust-, Watt-, Otto-Krüger-Zeile) und an der Nalepastraße rechts. Der Weg in die Nalepastraße führt um die Kleingartenanlage (KGA) ‚Grüne Aue‘, am Grenzweg ist die Trasse für die Straßenplanung über die Spree nach Niederschöneweide freigehalten, und der Hauptweg liegt im Weiteren zwischen KGA ‚Oberspree‘ und ‚Am Freibad‘. Nach der rechtsseitigen Fritz-König-Weg geht es links auf der Spreeschlossstraße zur Fähre F11 über die Spree. Am gegenüberliegenden Spreeufer verlässt der Spreeweg mit dem Europawanderweg E11 den Ortsteil.

Plänterwald mini|Eierhäuschen, 2024

Am Anleger der F11 am Südufer ist der Ortsteil Plänterwald erreicht. Hier im Park, der dem Ortsteil den Namen gab, trifft die aktuelle Führung des Spreewegs durch Oberschöneweide auf die geplante Idealführung am Südufer durch Niederschöneweide. Die Umgehungsführung durch Oberschöneweide und der geplante Hauptweg treffen am Fähranleger wieder aufeinander. Von diesem Planlauf beginnt unweit der Walter-Spindler-Brücke der Teltower Dörferweg, stellenweise ist das Spreeufer bis zum Plänterwald schon begehbar, so an der (östlichen) Schnellerstraße, ab Britzer/Ecke Hainstraße in Höhe Kaisersteg bis an den Gewerbepark, ein begehbarer Abschnitt zu beiden Seiten an der Treskowbrücke (von der Brückenstraße zugänglich), und durchgehend ab der Marggraffbrücke am Ostufer des Britzer Verbindungskanals wird der Ortsteil Plänterwald erreicht, auf dessen Niederschöneweider Seite befindet sich die freigehaltene Straßenbaufläche für die städteplanerische Osttangente.

Von der Fährstelle führt der Uferweg spreeabwärts am Eierhäuschen (Ausflugsgaststätte Plänterwald) vorbei und um den derzeit stillliegenden Spreepark (ehemaliger Vergnügungspark) herum zum Spreeende der Bulgarischen Straße, parallel zu Alt-Treptow wechselt der Park vom Plänterwald zum Treptower Park. Hier verlässt der Hauptweg 01 und E11 den Ortsteil.

Alt-Treptow mini|Im Treptower Park

An der Abteibrücke, die auf die Insel der Jugend führt, beginnt der Ortsteil Alt-Treptow und mit diesem der Treptower Park (ein LSG). Der Uferweg führt an der Traditionsgaststätte Zenner vorbei. Durch den Park sind die Archenhold-Sternwarte und das Sowjetische Ehrenmal erreichbar, etwas neben dem Weg findet sich der Rosengarten und das Figurentheater. Am Parkende liegt der S-Bahnhof Treptower Park. Der Spreeweg trifft an den Schiffsanlegestellen auf den Beginn des Kaulsdorfer Wegs (Hauptweg 08). Der Wanderweg E11 bleibt unter der Elsenbrücke hindurch am südlichen Spreeufer an den Treptowers vorbei. Der Spreeweg verlässt hier den Ortsteil.

Friedrichshain mini|Elsenbrücke und Molecule Man