Odia Coates (* 1942Die englische Wikipedia gibt ohne Beleg den 13. November als Geburtstag an in Vicksburg, Mississippi; † 19. Mai 1991 in Oakland, Kalifornien) war eine amerikanische Soulsängerin. Größte Bekanntheit erlangte sie durch den Hit (You're) Having My Baby, ein Duett mit Paul Anka.
Leben Coates wuchs als Tochter eines Pfarrers im kalifornischen Watts (Los Angeles) auf. Als Kind schon spielte sie Klavier und begann als Gospel-Sängerin im Kirchenchor (Church of God in Christ). Als Teenager sang sie im staatlichen Jugendchor Südkaliforniens (Southers California State Youth Choir), aus dem bekannte Pop-Musiker wie Billy Preston oder Merry Clayton hervorgingen.Star Alphabet 1976, VN-Verlag, Seite 1020 1967 wurde sie Mitglied der Edwin Hawkins Singers.Nick Talevski: Rock Obituaries - Knocking On Heaven's Door, Omnibus Press, London 2006, ISBN 1-84609-091-1, Eintrag Odia Coates, S. 88; Online bei googlebooks Seit 1968 trat sie in Clubs in Sunnyvale auf – zunächst mit den zu dieser Zeit noch wenig bekannten Sly & the Family Stone –, während sie tagsüber einer Sekretärinnentätigkeit bei einer Fluggesellschaft nachging. Später schloss sie sich der Band Brotherly Love an, ehe sie zur Gruppe Sisters Love um Merry Clayton wechselte.
Über Edwin Hawkins lernte Coates Paul Anka kennen, bei dessen Label United Artists sie anschließend veröffentlichte. Anka war von der jungen, talentierten Sängerin spontan begeistert, und verpflichtete sie, ihn auf seinen Shows und Tourneen zu begleiten. 1974 war sie zufällig im Studio, als Anka (You're) Having My Baby aufnahm. Ein Verantwortlicher von United Artists schlug vor, dass die beiden den Song als Duett singen sollten. Im August 1974 löste das Duo mit seinem Lied die britische Band Paper Lace an der Spitzenposition ab und blieb drei Wochen auf Platz eins der Billboard Charts. Auch in Europa konnte sich der Song in den Hitparaden platzieren. Im folgenden Jahr wurde er im Soundtrack des Films Der weiße Hai verwendet.Der weiße Hai in der IMDb
Anka und Coates nahmen weitere Songs miteinander auf, darunter die US-Top-20-Hits One Man Woman/One Woman Man, I Don't Like to Sleep Alone und (I Believe) There's Nothing Stronger Than Our Love. Auch als Solokünstlerin konnte Coates nun einige Platzierungen in den Hitparaden erreichen. 1975 erschien ihr einziges Soloalbum Odia Coates, die Auskopplung ShowdownEine Coverversion des Hits des Electric Light Orchestra erreichte Platz 71 in den US-Hitlisten. 1976 veröffentlichte sie den von Anka geschriebenen und produzierten Disco-Hit Make It Up to Me in Love.Make It Up to Me in Love bei Discogs.com Danach verebbte ihre Karriere, Coates wandte sich wieder Sessionarbeit und der Kirche zu.
Bei Odia Coates wurde 1987 eine Brustkrebs-Erkrankung diagnostiziert, an deren Folgen sie vier Jahre später 49-jährig im Kaiser Hospital Oakland starb.
Trivia Auf der Plattenhülle von (You're) Having My Baby wurde der Name der Sängerin Odia Coates zunächst nicht genannt. „..., aber dann stellte sich heraus, daß der weiße Paul Anka in diesem Lied ein Baby mit der Farbigen Odia Coates hat. Das war etlichen puritanischen US-Bürgern zuviel. (...) Das Gerangel um die Platte erwies sich als ausgezeichneter Promotiongag.“Frank Laufenbergs Rock- & Pop-Lexikon, Band 1, Econ & List 1998, ISBN 3-612-26206-8, Eintrag Paul Anka, Seite 46
Diskografie Alben 1975: Odia Coates (United Artists)
Singles
weitere Singles 1973: Make It Up to Me 1975: You Come and You Go 1976: Make It Up to Me in Love (mit Paul Anka) 1978: That's the Way the Cookie Crumbles
Weblinks Nachruf im DiscoMuseum.Net
Singles Diskografie bei 45cat.com
Quellen
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