WASD – Bookazine für Gameskultur war ein halbjährlich erscheinendes Bookazine (Kofferwort aus Buch und Magazin) für Computer- und Videospiele. Der Name der Publikation geht auf die gleichnamige Tastenbelegung zurück.
Die WASD erschien halbjährlich und wurde vom Hörfunkjournalisten Christian Schiffer und dem Grafikdesigner Markus Weissenhorn im eigenen Kleinverlag herausgegeben, dem Sea of Sundries Verlag mit Sitz in München. Die Erstausgabe erschien im Juni 2012. Die 18. und letzte gedruckte Ausgabe erschien nach einer einjährigen Pause im Sommer 2021.
Am 21. November 2021 ging das offizielle Nachfolgeprojekt WASTED online.
Inhalt Laut dem Journalisten Marco Maurer in der Süddeutschen Zeitung war das Ziel der WASD „mitzuhelfen, ein Computerspiel-Feuilleton zu etablieren.“Marco Maurer: In die Tasten. In: Süddeutsche Zeitung, 18. Juni 2012, abgerufen von der privaten Website von Marco Maurer am 17. September 2015. Das Bookazine verzichtete auf die im Computerspielejournalismus verbreiteten Prozentwertungen und veröffentlicht auch keine Previews zu Spielen. Stattdessen werden Beiträge publiziert, die sich mit Computerspielen kulturell auseinandersetzen.Quentin Lichtblau: GTA ist für mich das Sittengemälde unserer Zeit. jetzt.sueddeutsche.de, 18. Juni 2012, abgerufen am 17. September 2015. So erschienen in der WASD Texte zu SexismusPascal Paukner: Wo Feminismus als „Terrorismus“ gilt. Sueddeutsche.de, 23. Juni 2012, abgerufen am 17. September 2015. und Militarismus in Computerspielen, aber auch zur Darstellung von Armut in GamesChristian Huberts: Medium der Power-Kapitalisten. Sueddeutsche.de, 24. Juni 2014, abgerufen am 17. September 2015.. Auch kritische Hintergrundberichte, etwa zum Free-to-play-GeschäftsmodellKlarabella Kuh (Pseudonym): Ein Free2Play-Insider rechnet ab: Wie die Gratisspielbranche lügt und tickt. In: Der Standard, 19. Juni 2014, abgerufen am 17. September 2015. oder Geschichten, die mit ihrer ironischen Distanz auch für Laien verständlich sind, waren Teil des Bookazines.Kurt Sagatz, Nico Schmidt: „Mehr Geist, bitte!“ In: Der Tagesspiegel, 11. Juni 2012, abgerufen am 17. September 2015. Besondere Bedeutung kam zudem der Berichterstattung über die wachsende Indie-Spiel-Szene zu.Christoph Gurk: . Bayerischer Rundfunk, 22. Juli 2012, abgerufen am 17. September 2015.
Jede Ausgabe stand unter einem Schwerpunktthema. Seit der zweiten Ausgabe gab es zudem regelmäßige Kolumnen, geschrieben etwa von dem FM4-Mitarbeiter Robert Glashüttner. Seit der dritten Ausgabe enthielt die WASD zudem das Quartettspiel der Videospielskandale, eine fortlaufende Sammlung der wichtigsten Computerspielskandale in Form eines Quartettspiels.
Die Online-Ableger von Der Spiegel, Süddeutsche Zeitung, Die Zeit, Der Standard, Wired sowie VICE veröffentlichten regelmäßig Texte aus der WASD.
Schwerpunkte der Ausgaben Ausgabe Veröffentlichung Titel Thema Seiten 1 Sommer 2012 Tasty Trash Schlechte Spiele 204 2 Winter 2012 Select System Games & Politik 212 3 Sommer 2013 Skandal! Aufreger in der Gameskultur 212 4 Winter 2013 Level Up! Die Zukunft der Gameskultur 208 5 Sommer 2014 Insert Coin Computerspiele und das liebe Geld 204 6 Winter 2014 Rewind Retro Neue Gedanken zu alten Spielen 228 7 Sommer 2015 Liebe & Hass Wer spielen will, muss fühlen 202 8 Winter 2015 Break Out! Freiheit und Computerspiele 2029 Sommer 2016 Once Upon a Game Über das Geschichtenerzählen in Computerspielen 20810 Winter 2016 Game Over Videospiele und der Tod 20811Sommer 2017Revolution!Games and Change19612Winter 2017Fun! Fun! Fun!Computerspiele und Spaß21213Sommer 2018WargamesKrieg und Spiele19014Winter 2018BetrugÜber das Mogeln im Computerspiel22415Sommer 2019SchönÄsthetik und Computerspiele22416Winter 2019GerechtigkeitFairness und Computerspiele20017Sommer 2020NatürlichFlora, Fauna und Computerspiele19218Sommer 2021AchtzehnVolljährig178
Autoren
Unter anderen haben folgende Autoren Beiträge für die WASD verfasst:
Achim Bogdahn Alexander Pschera Burckhard Garbe Carolin Matzko Christian Huberts Christian Schiffer Gunnar Lott Jan Fischer Jim Rossignol Joachim Friedmann Jolyne Schürmann Karoline Schaum Katja Huber Lukas Meschik Nils Bokelberg Rudolf Inderst Thomas Lindemann Wladimir Kaminer
Auszeichnungen 2012: Das Computerspielportal Krawall.de kürte zwei Texte der WASD zu den beiden besten Computerspieltexten des Jahres 2012. 2013: Die WASD gewann 2013 einen European Design AwardCategory: 11. Magazine Award: Bronze Year 2013 und einen Red Dot Design Award. Red Dot Design Award 2013 2014: Die WASD wurde 2014 für den German Design Award nominiert und mit dem Lead Newcomer Award ausgezeichnet. 2015: Die WASD wurde 2015 mit einem IF Award ausgezeichnet. 2016: Die WASD wurde 2016 mit dem German Design Award ausgezeichnet. 2016: Die WASD wurde beim Bayerischen Printmedienpreis in der Kategorie „Beste Innovation“ nominiert. 2018: Medienpreis Games, Kategorie: Review, Autor: Jan Bojaryn
Weblinks Website des WASD-Magazins
Einzelnachweise
Kategorie:Computerzeitschrift (Deutschland) Kategorie:Antiquarische Computerspielezeitschrift Kategorie:Ersterscheinen 2012 Kategorie:Erscheinen eingestellt 2021