mini|Matthias Jakisic, 2015 Matthias Jakisic, auch bekannt unter dem Künstlernamen „JIG“, (* 14. Mai 1977 in Niederösterreich) ist ein österreichischer Geiger, Musikproduzent und Komponist für Theater.
Biografie Musikalische Entwicklung Jakisic wuchs als Sohn einer österreichischen Mutter und eines kroatischen Vaters mit drei Geschwistern in Niederösterreich auf. Seine Eltern, beide Opernsänger, förderten die musikalische Erziehung ihrer Kinder und erkannten schon früh Jakisics besonderes Talent. Im Alter von sechs Jahren begann er mit dem Violinunterricht. Auf kulturwoche.at. Zuletzt abgerufen am 2. Juli 2014.
Seine Spielweise, durch die er später unter anderem als „Teufelsgeiger“„Kurzprofil von Matthias Jakisic“ Offizielle Seite von Limmitationes. Zuletzt abgerufen am 2. Juli 2014. bekannt wurde, sowie seine besondere musikalische Note entwickelte Jakisic laut eigenen Aussagen außerhalb seiner Musikausbildung: „In der Musikschule lernst du die Technik, im Leben lernst du das Hören und das Zuhören. Und auch spielerisch ergibt sich nach Jahren so etwas wie eine eigene Note. Das merkt man selbst eigentlich gar nicht wirklich, aber prinzipiell würde ich mal sagen, dass alles, was ich abseits der Geige gelernt habe, auf dem Prinzip ‚learning by doing‘ basiert.“
Heute bewegt sich Jakisic als Geiger, Produzent und Komponist zwischen Klassik, elektronischer Musik und Pop und ist neben vielzähligen Kooperations- und Soloprojekten auch als Komponist und Musiker für Theaterproduktionen, unter anderem am Wiener Burgtheater, tätig. In der heimischen und internationalen Musikszene ist Jakisic vor allem für seine musikalische Vielseitigkeit und seinen avantgardistischen Stil bekannt: „Matthias Jakisic ist unberechenbar. Unberechenbar in seiner musikalischen Vielfalt.“ (Sam Vahdat, Trackshittaz). Zuletzt abgerufen am 1. Juli 2014.
Nationale und internationale Projekte Bereits in seiner Jugend war Jakisic als Songwriter, Geiger und Sänger an unterschiedlichen CD-Produktionen beteiligt – unter anderem für die Bands Nameless, Sadjewuschek, Ballycotton und Faust.a.d.D.
Im Alter von 21 Jahren veröffentlichte Jakisic sein erstes Soloalbum „Reset“, an dem über 20 nationale und internationale Künstler mitwirkten, unter anderem Christian Eigner (Schlagzeuger der Band Depeche Mode), Al Slavik (ehemaliger Bassist der Band Alphaville) sowie der Jazzmusiker Dhafer Youssef. Veranstaltungsinformationen auf porgy.at (Porgy and Bess Wien). Zuletzt abgerufen am 10. Juli 2014. Von 1998 bis 2000 lebte und arbeitete Jakisic in London. Nach mehreren internationalen Tourneen kehrte er für die Zusammenarbeit mit der österreichischen Beatbox-Band Bauchklang, die er drei Jahre lang als Co-Produzent begleitete, zurück nach Österreich. Artikel über Anton Burger und Matthias Jakisic auf salzburger-fenster.at. Zuletzt abgerufen am 10. Juni 2014
Jakisic war als Musiker und Produzent an über 100 CD-Produktionen beteiligt, unter anderem mit und für Künstler und Bands wie Ballycotton, Bauchklang, Peter Kruder, Fritz Fitzke, Hallucination Company, Francis International Airport, Phil Gould (Level 42), Archive, Rodney Hunter, Legat Team, Alexander Bisenz, Dieter Libuda, FSHW, Christian Eigner, Al Slavik, Slava Grigorjan, Otto Lechner, Karl Ritter, Peter Rosmanith, Thomas Lang (Robbie Williams), Still, Phil Dearing, Albin Janoska (Count Basic, SOHN), GuGabriel, Yok, ROIA, Sam Vahdat, Sober Killer, Zebo Adam (Russkaja), IYASA, Faust a. d. D., Excuse Me Moses, Otmar Binder, Alexander Nefzger, Marlene Johnson, I-Wolf, Paul Coxx, Radio Days, Woidfish, Mario Lang, Nameless, Kommando Elefant und Julia A. Noack.
2015 präsentierte Jakisic sein neues Soloprogramm "Live in Loops" in Wien, am London International Arts Festival, Zuletzt abgerufen am 28. Januar 2016 im Österreichischen Kulturforum Istanbul„Live in Loops im Österreichischen Kulturforum Istanbul“ Zuletzt abgerufen am 1. Februar 2016 sowie an der 21 Rio International Cello Encounter 2015 in Rio de Janeiro. Zuletzt abgerufen am 28. Januar 2016
Theatermusik 2006 startete Jakisic seine Zusammenarbeit mit Dschungel Wien – Theaterhaus für junges Publikum und begleitete in den darauffolgenden fünf Jahren die teils preisgekrönten und international erfolgreichen Stücke „Wiegentanz“, „Überraschung“, „Geheime Welten“, „Duftträume“, „Popcorn“, „Sand“, „Diktator“, „Maxima und Moritza“ und „Spiegelspiele“ als Komponist und Live-Musiker.
Mit der Jungen Burg – Jugendtheater des Wiener Burgtheaters – kooperierte Jakisic erstmals 2010 in der Inszenierung des Stücks „Parzival / Short Cut“. Diese Zusammenarbeit wurde in den darauffolgenden Stücken „Bonny und Clyde“, „Tristan und Isolde“, „Alice im Wunderland“, „Peter Pan“, „Yellow Moon“, „In 80 Tagen um die Welt“, „Die Fledermaus“, „Kohlhaas“ und „Ich sehe was, was du nicht siehst – Don Quijote“ fortgesetzt.
2011 wurde Jakisic für seine Musik in „Sand“, „Diktator“, „Parzival / Short Cut“ und „Bonny und Clyde“ mit dem STELLA – Darstellender.Kunst.Preis für junges Publikum in der Kategorie „Herausragende Musik“ ausgezeichnet.
2014 ist Jakisic als Komponist für die Salzburger Festspiele und das Burgtheater Wien („Die letzten Tage der Menschheit“ unter der Regie von Georg Schmiedleitner)"Salzburger Festspiele 2014" Offizielle Homepage. Zuletzt abgerufen am 11. Juli 2014. sowie für das Theater in der Josefstadt („Liebelei“, unter anderem mit Otto Schenk)„Liebelei am Theater in der Josefstadt“ Offizielle Homepage des Theater in der Josefstadt. Zuletzt abgerufen am 11. Juli 2014. tätig.
Im Jahr 2015 folgte eine erneute Zusammenarbeit mit Georg Schmiedleitner für das Stück „Engel des Vergessens“ von Maja Haderlap am Wiener Burgtheater.„Engel des Vergessens: Im Bretterwald der eigenen Geschichte“ Zuletzt abgerufen am 28. Januar 2016 Unter Regisseur Antú Romero Nunes arbeitete Jakisic des Weiteren an den Stücken „Die Macht der Finsternis“ (Musiker) und „Hotel Europa oder der Antichrist“ (Komposition). Zuletzt abgerufen am 28. Januar 2016 Für die Junge Burg komponierte Jakisic den Soundtrack für das Stück „Der Kick“ unter der Regie Peter Raffalts. Zuletzt abgerufen am 28. Januar 2016
In der Saison 2015/16 komponierte Matthias Jakisic erstmals gemeinsam mit Wolfgang Schlögl (Sofa Surfers) für das Stück „Lichter der Vorstadt“ am Landestheater Niederösterreich. Die Produktion in der Fassung und Inszenierung von Alexander Charim wurde mit dem Nestroy-Theaterpreis 2016 in der Kategorie „Beste Bundesländer-Aufführung“ ausgezeichnet Offizielle Seite des Nestroy-Theaterpreises. Zuletzt abgerufen am 23. November 2016.
Vollständige Liste bisheriger Theaterproduktionen.
CD-Produktionen (Auswahl) Jahr Interpret/Titel Beitrag1997 Ballycotton, Joanna's Wedding Songwriting, Violine Ballycotton, Fairytale Songwriting, Violine1999 Jig, Reset Songwriting, Violine, Produktion Dieter Libuda, Timelight Violine2001 Bauchklang, Don't Ask Me Remix Still, Crystalline Violine2004 Still, Still 3 Violine, Programming2005 Bauchklang, Don't Step Songwriting, Arrangement Slava Grigoryan / Al Slavic, Continental Shift Violine, String Arrangement2006 Bauchklang, Rhythm of Time / Barking news Songwriting Bauchklang, Many People Songwriting, Co-Produktion Roia, Cute Little Fear Violine2008 Yok, Yok Produktion, Violine, Programming2009 Phil Gould, Watertight String Arrangement Al Slavik, Trust String Arrangement Peter Rosmanith, Schneesand Violine Excuse Me Moses, Pole Shift String Arrangement2010 Francis International Airport, In The Woods Violine2012 Bauchklang, Ray Remixed Remix Hallucination Company, Circus der Hallucinationen Violine Gugabriel, Adam & Eve String Arrangement2013 I-Wolf, Skull & Bones Violine Archive, Hatchet Remix Rodney Hunter, Hunter Express Violine Dieter Libuda, Sofatimes Gesang2014 Kommando Elefant, Tabula Rasa Songwriting, Produktion, Programming
Theaterproduktionen Theater Stück BeitragBurgtheater Wien Parzival / Short Cut Komposition Tricky Love / Tristan und Isolde Komposition Bonnie und Clyde Komposition Alice im Wunderland Komposition Peter Pan Komposition / Live Die Fledermaus Komposition Yellow Moon Komposition / Live In 80 Tagen um die Welt Musiker Weihnachten mit Pettersson und Findus Musiker Ego Shooter – Michael Kohlhaas Komposition Don Quijote Komposition König Lear Live Die letzten Tage der Menschheit Komposition / Live Engel des Vergessens Komposition / Live Hotel Europa oder der Antichrist Komposition / Live Die Macht der Finsternis Musiker Der Kick KompositionTheater an der Josefstadt Liebelei KompositionSchauspielhaus Salzburg Zur schönen Aussicht KompositionSchauspielhaus Graz Fräulein Julie KompositionSchauspielhaus Wien Salon Désir. Sade. Im Namen des Vaters. Sprachmaschinenaufnahmen / Schnitt Freestyle TonaufnahmenAkademietheater Die Macht der Finsternis LiveDschungel Wien Sand Komposition / Live Überraschung Komposition / Live Diktator Komposition / Live Popcorn Komposition / Live Geheime Welten Komposition Wiegentanz Komposition Maxima und Moritza Komposition Duftträume Komposition / Live Spiegelspiele Komposition Wolkenträume KompositionTheater ohne Grenzen Remember me – Shakespeare's Hamlet revisited Komposition / ViolineTheater Caprile Wunderbare Biester KompositionTheater Perpetuum Nach Moskau Live / ViolineSzene bunte Wähne Übermorgen Komposition / LiveTheater Akzent Wind im Mund ViolineLilarium Das Konzert der Frösche Komposition (mit Otto Lechner)Schäxpir Theater für junges Publikum Ich Jane – Du Tarzan KompositionLandestheater Niederösterreich Lichter der Vorstadt KompositionKomödienspiele Sophienalpe Der Kleidertausch Komposition
Auszeichnungen 1997 erhielt Jakisic den Youngsters of Arts Award – den Jugendförderpreis der Stadt St. Pölten für junge Kunstschaffende.
2012 wurde Jakisic mit fünf Stücken für den STELLA – Darstellender.Kunst.Preis für junges Publikum in der Kategorie „Herausragende Musik“ nominiert („Bonny und Clyde“ / Junge Burg, „Parzival / Short Cut“ / Junge Burg, „Popcorn“ / Dschungel Wien, „Diktator“ / Dschungel Wien, „Sand“ / Dschungel Wien). Ausgezeichnet wurde er für seine Musik in „Sand“, „Diktator“, „Parzival / Short Cut“ und „Bonny und Clyde“. Offizielle Seite von ASSITEJ Österreich. Zuletzt abgerufen am 1. Juli 2014.
Begründung der nationalen Jury:
2016 wurde das Stück „Lichter der Vorstadt“ mit dem Nestroypreis in der Kategorie „Beste Bundesländer-Aufführung“ ausgezeichnet.
2026 erhält er den Kunstpreis der Berliner Akademie der Künste in der Sparte „Darstellende Kunst“.
Weblinks
Offizielle Homepage von Matthias Jakisic Profil von Matthias Jakisic auf Cadence Music
Einzelnachweise
Kategorie:Musiker (Österreich) Kategorie:Geiger Kategorie:Komponist klassischer Musik (20. Jahrhundert) Kategorie:Komponist (elektronische Musik) Kategorie:Theatermusiker Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1977 Kategorie:Mann Kategorie:Träger des Berliner Kunstpreises