Als Jahrhundertsommer bezeichnet man umgangssprachlich einen außergewöhnlich heißen, sonnigen und trockenen Sommer, also einen Sommer mit einer ausgeprägten Hitzeanomalie oder hitzebedingter Dürre (Niederschlagsanomalie).
Beispielsweise werden in Mitteleuropa die Sommer 1947 und 1983 als Jahrhundertsommer bezeichnet. Auch der Sommer 2003 mit einer Temperaturabweichung von mehr als 3 Grad über dem langjährigen Durchschnitt und der Sommer 2018 mit der längsten Dürreperiode seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gelten als solche. Zeit online vom 31. August 2018 Wegen der globalen Erwärmung werden die sogenannten Jahrhundertsommer, wie der Sommer 2022, im 21. Jahrhundert zur neuen Normalität. Die globalen Durchschnittstemperaturen für die meteorologischen Sommer (bestehend aus den Monaten Juni, Juli und August) 2024 und 2026 (beide 0,69 °C über der Normalperiode 1991–2020) waren die heißesten je gemessenen Nordsommer, gefolgt von 2023 (0,66 °C über der Normalperiode) und 2025 (0,47 °C über der Normalperiode). 1834 wurde als der Jahrhundertsommer des 19. Jahrhunderts identifiziert.
Ein Jahr mit verheerender Dürre in Europa war auch 1540.
Siehe auch Folgen der globalen Erwärmung#Regionale Wärmerekorde Liste von Wetterereignissen in Europa Liste extremer Wetterereignisse weltweit Omegahoch – stabiler als normale Hochdruckgebiete; bewirkt dort eine typische sommerliche Schönwetterlage mit ausgeprägter Trockenheit und Wärme bis hin zu Hitzewellen und Dürren
Fußnoten
Weblinks Jahrhundertsommer in Serie Flavio Lehner et al. / National Center for Atmospheric Research (2016): Future risk of record-breaking summer temperatures and its mitigation
Kategorie:Sommer