Ernst Christian Theodor von Eicke (* 14. April 1764 in Niederkesselsdorf; † 2. Oktober 1850 in Berlin) war ein preußischer Offizier, zuletzt Generalleutnant.

Leben

Herkunft Er war eines von acht Kindern des Andreas Gottlob von Eicke (* 2. Juli 1736 in Bremenhain; † >1803) und dessen ersten Ehefrau Charlotte Juliane, geborene von Schindel und Dramsdorf a.d.H. Steinkirch (* 17. Juni 1742 in Steinkirch; † 13. November 1767 in Wenig-Rackwitz). Sein Vater war Landschaftsdirektor, Gründer einer Mädchenerziehungsanstalt in Schlesien und Herr auf Niederkesselsdorf, Andreashof und Wiersebenne.

Die Familie von Eicke, ursprünglich von Eicke und Polwitz,von Eicke. schlossarchiv.eu; abgerufen am 11. Oktober 2019. gehört zum schlesischen Uradel und findet ihre erste urkundliche Erwähnung am 14. August 1334 mit Peczko Eycke.

Militärkarriere Im November 1778 wurde Eicke als Erftstandartenjunker im Kürassierregiment „von Roeder“ der Preußischen Armee angestellt und empfing bereits im einjährigen Krieg die Feuertaufe. Am 14. Mai 1783 wurde er zum Kornett ernannt, am 29. März 1787 zum Sekondeleutnant und am 24. Oktober 1790 zum Premierleutnant befördert. 1806 war derselbe dritter Major des königlichen Kürassierregiments „von Dolffs“, jetzt von Henkel zu Breslau und am 5. Mai 1810 wurde er in das 2. Schlesische Husarenregiments versetzt. Zunächst beauftragte man Eicke ab 31. Oktober 1810 mit der Führung des Regiments, bevor er am 17. Oktober 1811 zum Kommandeur ernannt wurde. Er nahm 1812 am Russlandfeldzug (nachgewiesen: Czawle, Dahlenkirchen, Bauske) teil und bekam noch im selben Jahr (18. Oktober 1812) den Orden Pour le Mérite verliehen. Am 30. Oktober 1812 erhielt er den Orden des Verdienstes für das Gefecht von Schockhof. Er nahm ebenfalls an den Befreiungskriegen (nachgewiesen: Dresden, Meuselwitz, Gelnhausen, Brienne le Chateau, Montmirail, Neuilly, Laon) teil. Im Juni 1813 ernannte ihn seine Majestät zum Oberst-Leutnant und am 4. Januar 1814 zum Oberst. Im Februar 1814 übernahm er das Commando über die Brigade, nachdem der Prinz Biron unter ein Pferd gekommen und dessen Arm gelähmt worden war. Am 20. August 1816 wurde er zum Brigadekommandeur in Trier ernannt.

Am 30. März 1818 wurde er zum General-Major ernannt und schied am 6. Dezember 1819 aus dem Militärdienst aus (zuletzt Kommandeur der 10. Kavalleriebrigade). Er blieb zunächst zur Verfügung des Königs, mit einem Gehalt von 2000 Talern jährlich. Am 31. Oktober 1825 wurde ihm durch die Gnaden seines Monarchen der Charakter als General-Leutnant verliehen und am 31. Dezember 1825 wurde er als General-Leutnant a. D. pensioniert.

Er verbrachte seinen Lebensabend in Berlin. Nach seinem Tod am 2. Oktober 1850 wurde er am 7. Oktober 1850 auf dem Friedhof Charlottenburg beigesetzt.

Familie Eicke hatte sich am 30. Januar 1800 in Breslau mit Charlotte Florentine Groß (* 1780 in Breslau; † 3. Juli 1842 in Charlottenburg) verheiratet. Sie war die Tochter des königlich Preußischen Sparkassen- und Baurendanten Ernst Friedrich Groß († 1803). Die beiden blieben kinderlos.

Literatur Kurt von Priesdorff: Soldatisches Führertum. Band 4. Hanseatische Verlagsanstalt Hamburg, o. O. [Hamburg], o. J. , S. 232–233, Nr. 1304; . Ernst zur Lippe-Weissenfeld: Geschichte des königlich Preuss. 6. Husaren-Regiments ehedem 2. Schlesischen. Berlin 1860, S. 25, 40, 42, 45, 51, 60, 78, 81, 88–89, 93, 102, 122, 126–129, 132, 137–138, 140, 148, 151, 204, 206–207, 21–212, 214–218, 221–222. 233. 256, 259, 261, 256–266, 271, 276; . Kurd Wolfgang von Schöning: Die Generale der Chur-Brandenburgischen und Königlich Preußischen Armee von 1640 bis 1840. Berlin 1840, S. 266, Nr. 1304. (Google Bücher) Genealogisches Handbuch der adligen Häuser. 1957. Teil A, Band 15. S. 189.

Einzelnachweise

Kategorie:Generalleutnant (Königreich Preußen) Kategorie:Person in den Koalitionskriegen (Preußen) Kategorie:Träger des Pour le Mérite (Militärorden) Kategorie:Träger des Ordens der Heiligen Anna Kategorie:Adliger Kategorie:Preuße Kategorie:Geboren 1764 Kategorie:Gestorben 1850 Kategorie:Mann