mini|Max Lutze um 1920 Max Albert Lutze (* 1. August 1878 in Dresden; † 17. September 1945 in Eberswalde) war ein deutscher Kameramann beim Stummfilm.

Leben und Wirken Der Sohn des Waffelbäckers Johann Karl Ernst Lutze und dessen Frau Anna Marie geb. SchulzeStadtarchiv Dresden, Geburtsregister Standesamt Dresden II, Nr. 2103/1878 (online auf Ancestry, kostenpflichtig). verdiente seinen Lebensunterhalt zunächst als Artist, ehe er um 1900 – also sehr früh – zur Filmbranche stieß. Am 1. November 1909 gründete er mit dem Kaufmann Hermann Döring die Firma Internationales Film-Atelier Döring & Lutze OHG (1909–1912).Handelsregister Berlin HRA Nr. 34952. In etwa anderthalb Jahrzehnten filmte Lutze für zahlreiche Produktionsgesellschaften, so die Deutsche Mutoskop- und Biograph GmbH, die Vitascope, Pathé Frères, PAGU, May-Film und Terra. Bedeutende von Lutze gedrehte Inszenierungen waren u. a. Joe Mays Trilogie Veritas vincit, die als erste Monumentalfilmproduktion der deutschen Filmgeschichte gilt, sowie Friedrich Wilhelm Murnaus Drama Der Gang in die Nacht. 1924 beendete er seine Arbeit als Kameramann und verlegte sich stattdessen auf kaufmännische Tätigkeiten. Er starb im Herbst 1945 in der Landesanstalt EberswaldeKreisarchiv Barnim, Sterberegister Standesamt Eberswalde, Nr. 1592/1945 (online auf Ancestry, kostenpflichtig); als Geburtsort wurde im Sterberegister fälschlich Breslau angegeben. und wurde auf dem Anstaltsfriedhof beigesetzt.Evangelisches Landeskirchliches Archiv in Berlin, Bestattungsregister Landesanstalt Eberswalde, Nr. 270/1945 (online auf Archion, kostenpflichtig).

Max Lutze war dreimal verheiratet: Von 1900 bis 1913 mit Emilie Louise Schulze,Stadtarchiv Dresden, Heiratsregister Standesamt Dresden III, Nr. 215/1900 (online auf Ancestry, kostenpflichtig). von 1916 bis 1920 mit Martha Erna BehnkeLandesarchiv Berlin, Heiratsregister Standesamt Charlottenburg I, Nr. 623/1916 (online auf Ancestry, kostenpflichtig). und von 1925 bis 1938 mit Marie Elisabeth Lawatzeck.Landesarchiv Berlin, Heiratsregister Standesamt Berlin-Schöneberg II, Nr. 706/1925 (online auf Ancestry, kostenpflichtig). Seiner ersten Ehe entstammte eine 1906 geborene Tochter.

Filmografie 1912: Der Eid des Stephan Huller (2 Teile) 1912: Die schwarze Katze (2 Teile) 1914: Das Urteil des Arztes 1915: Das achte Gebot 1915: Der Katzensteg 1915: Robert und Bertram 1918: Das rollende Hotel 1918: Die Bettelgräfin 1918: Die Ratte 1918: Diplomaten 1918: Fünf Minuten zu spät 1918: Ihr großes Geheimnis 1918: Raimundus und das Hexlein 1918: Veritas vincit 1919: Das Auge des Götzen 1919: Das Recht der freien Liebe 1919: Der blaue Drachen 1919: Der Muff 1919: Die Krone von Palma 1919: Die närrische Fabrik 1919: Die Okarina 1919: Die schwarze Marion 1919: Lilli 1919: Lillis Ehe 1919: Maria Magdalene 1919: Nach dem Gesetz 1919: Graf Sylvains Rache 1920: Föhn 1920: Gräfin Walewska 1920: Können Gedanken töten? Gefesselte Menschen 1920: Manolescus Memoiren 1920: Peters Erbschaft. Fiedje Dreiers Geschichten, 1. Teil 1920: Christian Wahnschaffe, 1. Teil: Weltbrand 1921: Aschermittwoch 1921: Das blonde Verhängnis 1921: Der Gang in die Nacht 1921: Der Streik der Diebe 1921: Die Sängerin 1922: Ein neues Leben 1922: Jimmy, ein Schicksal von Mensch und Tier 1922: Monna Vanna 1923: Fenton (Der Geldteufel) 1923: Glanz gegen Glück 1923: Ich hatt’ einen Kameraden 1924: Harry & Co. 1924: Mater dolorosa

Literatur Victor Neuenberg (Hrsg.): Film-Magazin. Reinhold Kühn, Berlin 1920, , S. 228 f.

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Einzelnachweise

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