Hubertus Carl Frey (* 29. Mai 1929 in Breslau; † 23. Oktober 2003 in Stuttgart) war ein deutscher Grafikdesigner und Art Director.http://www.hace-stiftung.de/.

Name und Erscheinung Aus der phonetischen Form der Anfangsbuchstaben seiner Vornamen H und C erschuf er seinen amtlich eingetragenen Künstlernamen hace. Mit diesem – konsequent klein geschrieben – machte er sich bekannt und wollte ausschließlich so ohne den Zusatz "Herr" angesprochen werden.

Trotz seiner geringen Körpergröße war hace eine sehr charismatische Person. Um seinen Wiedererkennungswert zu steigern erschuf er sein persönliches Corporate Design, welches aus seinem Bart und seiner übergroßen Hornbrille bestand."69 examples – which aren't intended as such. 69 Beispiele, die keine sein sollen.", Broschüre, ca. 1960, Vorwort geschrieben von Heinz Hartwig Beide blieben zeitlebens unverändert, die Brille ließ er nach Schäden immer wieder aufs Neue reparieren. Zu seiner "menschlichen Visitenkarte" gehörte außerdem das Fahren eines Porsche, wobei er kurz vor seinem Tod auf einen Mercedes SL umstieg, mit der Begründung, dieser sei bequemer. Aus typografischer Sicht war der Punkt am Ende jeder Überschrift, Bildunterschrift oder Adresse sein Markenzeichen.Bericht in "20 Jahre L-Bank", Titel "Wenn eine Sache zu Ende ist, dann hat sie einen Punkt" Dieser findet sich auch in einigen von ihm gestalteten Logos wieder.

Leben und Wirken Hace geriet 1945 im Alter von 15 Jahren in sowjetische Kriegsgefangenschaft, aus der er zwei Jahre später mit gesundheitlichen Schäden entkam.Stuttgarter Wochenzeitung im Dezember 2000, geschrieben von Kristina Schober-Wende Nach seiner Ausbildung zum Bühnenbildner am Hohenzollerischen Landestheater, der Arbeit als Kabarettist in Werner Fincks "Mausefalle" und einem Grafik-Design-Studium an der Freien Kunstschule Stuttgart, arbeitete er ab 1953 als freischaffender Designer und Art Director.http://www.klingspor-museum.de/. Hace zählt neben Kurt Weidemann und Anton Stankowski zu den bekanntesten Stuttgarter Grafikdesignern. Er war Gründer und zwei Jahre lang Chefredakteur von Format, Zeitschrift für verbale und visuelle Kommunikation, für zwei Jahre grafischer Redakteur der Idoc Rom, ferner Gastdozent an der Freien Kunstschule Stuttgart. Außerdem hielt er Vorträge im Art-Zentrum in Prag und im Design-Center Stuttgart.

Hace engagierte sich gegen Rechtsextremismus.http://www.design-report.de/.

Auszeichnungen Im Laufe seines Lebens erhielt hace über 20 Auszeichnungen und Medaillen, darunter:

Goldmedaille für die Werbung von Behr (16. World Conference ICIT) Silbermedaille für die Behr-Fachanzeigen (13. World Conference ICIT) Silbermedaille für graphische Konzeption "Qualität aus Baden-Württemberg" (16. World Conference der International Chain of Industrial and Technical Advertising Agencies) Silbermedaille 1964 und 1967 des Jahrespreis für beispielhafte Anzeigengestaltung 29. Mai 1999 Ehrenmitglied im Berufsverband der deutschen Kommunikationsdesigner (früher BDG) 13. März 2001 Verdienstkreuz am Bande für seine Verdienste als Grafik-Designer, überreicht von Klaus von Trotha, damaligem Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg.Pressemitteilung Nr. 45/200 vom 13. März 2001 des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.Ludwigsburger Kreiszeitung im März 2001, geschrieben von Jochen Uerzhttps://www2.landesarchiv-bw.de/.

Arbeiten mini|UHU-Logo mini|LOEWE-Logo mini|Kohlhammer-Logo mini|KÄRCHER-Logo mini|Jenoptik-Logo mini|SCHIESSER-Logo

Hace gilt als der Erfinder des Jahres-Wandkalenders, der auch im Museum of Modern Arts ausgestellt wurde.http://www.stuttgart-buch.de/.. Er entwarf außerdem die Erscheinungsbilder folgender Unternehmen und Institutionen:Wirtschaftswoche Nr. 9 vom 25. Februar 1994 ADIG Investment, Düsseldorf AGO Jena, Aufbaugesellschaft Ost-Thüringen, Jena Allianz-Film GmbH, Frankfurt am Main Apura Hygieneautomaten und Papiere, Mannheim ATI. Autoglas, Iser GmbH, Stuttgart–Berlin Bauknecht Kühlschränke, Stuttgart Behr International, Möbelfabrik Wendlingen Berliner Transport-Betriebe, Berlin Brauerei A. Bilger Söhne, Gottmadingen Bühner Kalender-Verlag, Stuttgart Burger-Stumpen, Spaichingen (inzwischen Burger Söhne Holding AG) Datenzentrale Baden-Württemberg, Stuttgart Deutsche Galvanozincgesellschaft mbH Deutsche Grammophon-Gesellschaft, Hamburg Diplona Haarpflegemittel, Obergünzburg Erhardt-Papiergroßhandel, Karlsruhe Europharma GmbH, Karlsruhe Fahrzeugfabrik Robert Schenk, Stuttgart Fernsehwerbeausschuss, Stuttgart Freistaat Sachsen, Staatsministerium Dresden Gemeinde Frickenhausen Hammans. A Lawson Mardon company, Düren Hammer-Ski, Sportgeräte, Bad Mergentheim Hermann Stukateurbetrieb, Stuttgart Higro-Werbung, Fellbach Hotel Residenz, Berlin-Motzen Idoc International Document Center, Rom IPG. Industriepark Gottmadingen AG, Singen Jenoptik. Unternehmensgruppe, JenaThüringer Tagespresse, November 1994Fachpresse, Oktober 1993 Judson-Kompressor Munz KG Kärcher, Winnenden Kempf & Seifried Dämmsysteme, Krauchenwies Kinessa Chem. Fabrik, Göppingen Kohlhammer Verlag, Stuttgart Landeskreditbank Baden-Württemberg, Karlsruhe L-Bank, Karlsruhe–Stuttgarthttps://www.l-bank.de/. LOEWE Technologies, Kronach Ludwigsburger Kreiszeitung, Ludwigsburg Maul-Belser Medienverbung, Nürnberg Mineralbrunnen AG. Bad Teinach Mon Chéri, Ferrero Omira Milchwerke, Ulm–Ravensburg Papierfabrik Fleischer, Eislingen Porzellanfabrik Weiden Gebr. Bauscher, Weiden Qualität aus Baden-Württemberg, Landw. Ministerium Stuttgart Rotopack Faltschachteln, Stuttgart Sächsische Aufbaubank, Dresden Sayle-Verlag, Stuttgart Schiesser AG, Radolfzell Sächsisches Staatsweingut Schloss Wackerbarth, Radebeul Schüle-Nudelwerke Schwabenlandhalle Fellbach Siedlungswerk Familienwerk Erzdiözese Freiburg Skoda PWKs und Nutzfahrzeuge Stadt Fellbach Stadt Nürtingen Stadt Wendlingen am Neckar. Steinmann Fachzentrum, Stuttgart Stuttgarter Bank, Stuttgart (später Volksbank Stuttgart) Stuttgarter Gardinenfabrik, Herrenberg Süddeutscher Rundfunk, Stuttgart Südwestdeutsche Rundschau Tridelta AG. Technisches Porzellan, Hermsdorf (siehe Porzellanwerk Kloster Veilsdorf) TÜV Südwest, Mannheim–StuttgartGeschäftsbericht TÜV-Südwest, geschrieben von "AS" UHU GmbH & Co. KG Valan-Werke, Saarbrücken VWH. Verband der Württembergischen Holzindustrie, Stuttgart Wega Radio Television, Fellbach Werb' Günther GmbH, Stuttgart WLZ-Raiffeisen Aktiengesellschaft, Stuttgart (später BayWa) Zanker Waschmaschinen, Tübingen Zewa, Zellstoff Waldhof, Mannheim (später Papierwerke Waldhof-Aschaffenburg)

Mitgliedschaften Mitglied des International Center for the Typographic Arts (ICTA) Mitglied des Deutschen Werkbundes (DWB) 15 Jahre Mitglied in der Designgruppe Behr international Ehrenmitglied des Berufsverbands der deutschen Kommunikationsdesigner (früher BDG). Überreichung der Urkunde und goldenen Anstecknadel am 14. Juli 1999 von Vizepräsident Jack Eichert Mitglied der Freien Kunstschule Stuttgart e. V.

Typografie Wie auch Otl Aicher beschäftigte sich hace mit der semantischen Typografie, worunter er beispielsweise auch das Umbrechen eines Textes nach Sinneinheiten verstand. Er setzte Text daher meist im Flattersatz.

Er überarbeitete außerdem die 1905 von Ludwig & Mayer herausgebrachte Schrift "Radium" und brachte sie 1967 unter dem Namen "Charleston" auf den Markt.http://luc.devroye.org/.http://www.abstractfonts.com/. Die im Internet kostenlos verfügbare Schriftart "Charleston" weicht allerdings deutlich von hace’s Original ab.http://www.siegertypen-design.de/.

Nachlass Testamentarisch verfügt wurde 2005 die hace-Stiftung mit einem Kapitalvermögen von 510000 Euro von Klaus Karsten etabliert. Zu ihren Aufgaben gehört die Förderung der Verwendung semantischer Typografie..

Bis heute wird der von hace entworfene Abreißkalender hace1900 produziert und verkauft.Stuttgarter Zeitung, "Vom Zauber der Beständigkeit".www.hace1900.de. Seine Arbeiten sind und waren außerdem im Museum of modern Arts ausgestellt, sowie in Museen in Deutschland, Rumänien, Ungarn, Bulgarien, Tschechoslowakei, Österreich, Japan, Indien, Schweiz, Niederlande, Frankreich, Belgien und Holland.Beilage zur Arbeitsproben-Kassette: Hace’s Digest, ca. 1970, geschrieben von Claus A. Froh

Weblinks Die Website der hace-Stiftung.

Einzelnachweise

Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande Kategorie:Mitglied des Deutschen Werkbundes Kategorie:Grafikdesigner (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1929 Kategorie:Gestorben 2003 Kategorie:Mann