Heinrich Graf Finck von Finckenstein (* 29. Oktober 1855 in Reitwein; † 12. November 1939 in Sandewalde bei Herrnstadt)Detlev Schwennicke: Europäische Stammtafeln. Neue Folge, Band XX: Brandenburg und Preußen. 1. Auflage. Vittorio Klostermann Verlag, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-465-03166-0, Tafel 135. war ein schlesischer Rittergutsbesitzer und Politiker.
Leben Heinrich Finck von Finckenstein wurde geboren als Sohn des Grafen Rudolf Finck von Finckenstein (* 3. Januar 1813; † 19. Mai 1886) und desser zweiter Ehefrau, Elise geb. von Roeder (* 14. Juli 1824; † 3. Januar 1864), einer Tochter des Generalleutnants Karl Ferdinand Heinrich von Roeder (1787–1856).
Nach dem Besuch des Gymnasiums in Frankfurt (Oder) und vier Jahre bis zur Reife auf der Ritterakademie Brandenburg studierte er in Bonn das Forstfach. 1877 wurde er Mitglied des Corps Borussia Bonn.Kösener Corpslisten 1960, Hrsg. Otto Gerlach. Im Selbstverlag des Verbandes der Alten Corpssudenten, Druck C. L. Mettcker & Söhne Jever, Kassel 1961, 9/600. Nach dem Studium blieb er bis 1888 aktiver OffizierWalter von Leers: Die Zöglinge der Ritterakademie zu Brandenburg a. H. 1705–1913. Hrsg.: Verein der ehemaligen Zöglinge der Ritterakademie zu Brandenburg a. H., Alumnats- und Schülerverzeichnis, Band I, Nummer: Zögling-No.: 1341. Selbstverlag, Druck P. Riemann, Belzig / Ludwigslust 1913, S. 302. und warde dann Herr auf Tschistey und Hochbeltsch bei Herrnstadt.
Finck von Finckenstein war Landesältester des Landkreises Guhrau mit Hauptwohnsitz Gut Sandewalde.Schlesisches Güter-Adreßbuch. Verzeichnis sämtlicher Rittergüter sowie der größeren Landgüter der Provinzen Nieder- und Oberschlesien. 1937. Band Provinz Niederschlesien. Regierungsbezirk Breslau, Kreis Guhrau. 744. 15. Auflage. Wilhelm Gottlieb Korn, Breslau 1937, S. 122. Reprint: Klaus D. Becker, Potsdam 2020, ISBN 978-3-88372-245-0. Er war in erster Ehe mit Marie von Haugwitz (1862–1884) und in zweiter Ehe mit Sophie Freiin von Münchhausen (1858–1920) verheiratet. Aus der erster Ehe stammt der preußische Forstmeister, Rudolf Graf Finck von Finckenstein, geboren 1883 in Fürstenwalde, verstorben 1946 im Lager Ketschendorf-Fürstenwalde, verheiratet mit der US-Amerikanerin Margaret Grant (1874–1962). Aus der zweiten Ehe gingen fünf Kinder hervor, u. a. der SA-Führer Heinrich Georg Graf Fink von Finkenstein (1894–1984).
Günther Reichsgraf Finck von Finckenstein auf Schloss Reitwein war sein älterer Bruder.
Literatur Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser 1872. Jg. 45. Justus Perthes, Gotha 1871, S. 255. Friedrich Karl Devens: Biographisches Corpsalbum der Borussia zu Bonn 1827–1902. Düsseldorf 1902, S. 188. G. G. Winkel: Biographisches Corpsalbum der Borussia zu Bonn 1821–1928. Selbstverlag, Druck Wailandt AG, Aschaffenburg 1928, S. 183. Hans Friedrich von Ehrenkrook, Friedrich Wilhelm Euler: Genealogisches Handbuch der Gräflichen Häuser A (Uradel). Band II, Band 10 der Gesamtreihe GHdA. C. A. Starke, Glücksburg (Ostsee) 1955, S. 126 ff. .
Einzelnachweise
Kategorie:Politiker (Preußen) Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Heinrich Heinrich Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1855 Kategorie:Gestorben 1939 Kategorie:Mann