mini|Eingangstür des Oxford Internet Institute in St. Giles, Oxford Das Oxford Internet Institute (OII) ist ein multidisziplinäres Forschungsinstitut und eine Fakultät der University of Oxford. Schwerpunkt ist die Erforschung der gesellschaftlichen und sozialen Implikationen des Internets, mit dem Ziel politische, gesellschaftliche und technologische Debatten anzustoßen. Das Internet Institut vertritt das Vereinigte Königreich im World Internet Project.
Schwesterinstitutionen sind das Berkman Center for Internet and Society an der Harvard University sowie das Stanford Center for Internet and Society.
Geschichte Das Oxford Internet Institute wurde 2001 von Derek Wyatt, ehemaliges Mitglied des Britischen Unterhauses, und dem Master des Balliol College, Andrew Graham, gegründet.
Forschung Das Oxford Internet Institute ist ein sozialwissenschaftliches Institut mit einem multidisziplinären Lehrkörper aus den Fachbereichen Informatik, Physik, Volkswirtschaftslehre, Geographie, Politikwissenschaften, Soziologie, Rechtswissenschaften, Anthropologie, Kommunikationswissenschaften, Geschichte, Entwicklungsforschung und Philosophie.Research, auf oii.ox.ac.uk Forscher des Instituts bedienen sich einer Vielfalt an wissenschaftlichen Methoden, darunter auch solche, die speziell für die Erforschung digitaler Themen entwickelt wurden. Das Institut arbeitet unter anderem zu den Themen Internet-Governance, Internetzensur, Big Data, Jugend und Medien, der Nutzung von Informationstechnologie in der Entwicklungszusammenarbeit, digitale Ungleichheit, Cybersecurity, Open Data und Informationsethik.Projects, auf oii.ox.ac.uk
Lehrkörper Bekannte Mitglieder des Lehrkörpers sind der italienische Philosoph Luciano Floridi, prominenter Vertreter der Philosophie der Information, sowie der österreichische Jurist Viktor Mayer-Schönberger. Manuel Castells ist ein ehemaliger Gastprofessor.Visitors, auf oii.ox.ac.uk
Kartierung von Wikipedia Im November 2011 veröffentlichte der Data Blog der britischen Zeitung The Guardian Forschungsergebnisse des Oxford Internet Instituts zu georeferenzierten Wikipedia-Artikeln in den Sprachen Englisch, Arabisch, Ägyptisches Arabisch, Französisch, Hebräisch und Persisch.
Oxford Internet Surveys (OxIS) Von 2003 bis 2015 wurden im Abstand von zwei Jahren repräsentative Befragungen zur Nutzung des Internets in Großbritannien durchgeführt. Die Studien fragten nach der Nutzung des Internets, Einstellung gegenüber dem Internet und Technologie sowie demographischen Informationen. Befragt wurden Internetnutzer, Nichtnutzer sowie ehemalige Internetnutzer.
Erforschung der Internetökonomie Mehrere Forscher des OII untersuchen die digitale Wirtschaft, insbesondere die Rolle von Online-Plattformen.
Der Online Labor Index (OLI), ein Wirtschaftsindikator, der die Aktivität der globalen Online-Gig-Economy misst, wurde von den OII-Forschern Otto Kässi, Vili Lehdonvirta und Fabian Stephany erstellt und verwaltet. Der Index ist eine weltweit anerkannte Referenz für die Messung der freiberuflichen Online-Wirtschaft. Seit 2021 wird der Online Labour Index über ein gemeinsames Portal, das Online Labour Observatory, vom OII und der Internationalen Arbeitsorganisation betrieben.
Lehre Seit 2006 bietet das OII ein strukturiertes Promotionsprogramm mit dem Abschluss DPhil in "Information, Communication, and the Social Sciences" an. Ab 2019 wird zusätzlich ein DPhil in "Social Data Science" angeboten. Seit 2009 bietet das Institut einen einjährigen Master of Science mit dem Titel "Social Science of the Internet" an. Ab 2018 wird daneben ein einjähriger Master of Science in "Social Data Science" angeboten.
OII Internet Awards Seit 2011 verleiht das Institut einen Preis für eine besondere Lebensleistung in der Internetforschung, den Life Time Achievement Award. Daneben wird der Internet and Society Award für besondere Beiträge zur jüngeren Entwicklung des Internets als öffentliches Gut vergeben.OII Internet Awards. Recognising Internet Excellence. Abgerufen am 27. Mai 2018.
Gewinner des Life Time Achievement Awards 2011: Manuel Castells Vinton G. Cerf David Clark William H. Dutton Wendy Hall Joi Ito Niklas Zennström 2012: Yochai Benkler 2013: John Seely Brown 2014: Tim Berners-Lee Stephanie Shirley Barry Wellman 2016: Lawrence Lessig 2018: Judy Wajcman Karen Banks
Internet and Society Awards 2011: Tom Watson 38 Degrees Public Sector Transparency Board 2012: Simon Rogers Raspberry Pi Foundation Jennifer Pahlka 2013: Chris Lintott und galaxy zoo Alec Ross Maximilian Schrems 2014: Beth Noveck Martha Lane Fox Laura Bates 2016: Shami Chakrabarti Mike Bracken Juliana Rotich 2018: Anasuya Sengupta Nani Jansen Reventlow
Vergleichbare Forschungseinrichtungen
Weizenbaum-Institut Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) Bayerisches Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt) Center for Advanced Internet Studies (CAIS) Berkman Klein Center for Internet & Society an der Harvard University
Weblinks Website des Oxford Internet Institute
Einzelnachweise
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